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Abessinierkatze

Gewicht Katze kg Ø3,5
Gewicht Kater kg Ø4
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkegering
Gesprächigkeitgering
Wohnungshaltung
HerkunftSüdostasien
Allergiefreundlich

Abessinier – Eleganz auf vier Pfoten

Sie sind die „Kinder der Götter“, die Nachfahren der altägyptischen „heiligen“ Katzen und die Ururenkel der Falbkatzen. Unzählige Mythen ranken sich um eine der ältesten gezüchteten Katzenrassen der Welt.

Abessinier KatzeAuffällig ist die verblüffende Ähnlichkeit zwischen heute gezüchteten Abessiniern und altägyptischen Katzenstatuen.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Abessinierkatzen in England gezüchtet. Jedoch verlor der elegante Körperbau durch das wiederholte Einkreuzen mit kompakteren englischen Kurzhaarkatzen.

Erst im Jahre 1929 besann man sich auf das Idealbild der Abessinier und schuf einen Standard, welcher die typischen Merkmale der altägyptischen Katzenstatuen betonte. Mit ihrer majestätischen Haltung, der schlanken Eleganz und einer spannenden Zuchtgeschichte erlangen Abessinierkatzen einen besonderen Stellenwert.

Geschichte und Herkunft

Ein geografischer Irrtum verleiht den Abessinierkatzen ihren Namen. Dank moderner Genetik weiß man heute, dass die alten Abessinier aus den Dschungeln Südostasiens stammen und nicht aus dem heutigen Äthiopien.

Rückblick: Zwischen Singapur und Sri Lanka weisen wilde Katzen eine auffällige Mutation auf, die mit einer entsprechenden Färbung einhergeht. Katzenbilder aus dem 19. Jahrhundert untermauern den Verdacht einer asiatischen Herkunft. Schon bald erlangen die auffällig getickten wildfarbenen Katzen besondere Aufmerksamkeit. Britische Händler bringen sie nach Afrika und Vorderasien. Mit den britischen Truppen, die im Jahre 1868 den Osten Afrikas verlassen, betreten die Abessinierkatzen englischen Boden. Im 19. Jahrhundert beginnt die systematische Zucht der Rasse mit der sogenannten „Agouti“ Färbung. Ihre Anerkennung als „Abissenische Katze“ erfuhr die göttliche Rasse bereits im Jahr 1882.

Harmonie und Ästhetik – von der Nase bis zur Schwanzspitze

Mit ihrer grazilen Erscheinung ziehen Abessinierkatzen die Blicke magisch an.
So unverwechselbar wie der Charakter, so einzigartig erscheinen die Farben einer Abessinierkatze.

Tipp: Abessinier sind Katzen mit einem ganz speziellen „Tick“. Ab der sechsten Lebenswoche zeigt sich die Färbung. Die Entwicklung der „Abys“ ist mit zwei Jahren abgeschlossen.

Abessinier KatzeDie Farben Sorrel, Blau, Wildfarben und Fawn sind die hauptsächlichen Zuchtfarben. Typisch für die „Abi“ ist das Agouti – die Wildfarbe. Jedes einzelne Haar ist doppelt oder möglichst dreifach gebändert (ticking). Weiße Zonen um das Schnäuzchen herum (Schnurrhaarkissen/Kinn) sollten durch Selektion herausgezüchtet werden. Genannt seien an dieser Stelle die typischen Besonderheiten einer normalfarbigen Abessinierkatze – rotbraun. Das Rasseporträt beruht hier auf den Angaben des FIFé-Standards:

  • Körperbau: Der athletische Körper von mittlerer Länge ist geschmeidig, kräftig und muskulös.
  • Fell: Kurz, fein und dicht. Eine doppelte oder dreifache Farbbandaufteilung ist besser als nur eine einzige.
  • Kopf und Ohren: Der Kopf ist keilförmig, von mittlerer Länge und herzförmigen Proportionen. Die Ohren sind spitz, ziemlich groß und weit im Ansatz.
  • Augen: groß, leuchtend und ausdrucksvoll. Sie tragen die Farben grün, bernsteingelb oder die der Haselnuss.
  • Schwanz: stark am Ansatz, ziemlich lang und zugespitzt.
  • Füße: klein mit schwarzen Ballen. Das Schwarz soll sich an den Hinterbeinen über die ganze Sohle erstrecken.

Der Wuchs einer Abessinierkatze ist nie schwerfällig oder groß. Eine normalfarbige Abessinische Katze mit Ringen und Streifen an den Beinen und am Schwanz oder mit weißen Fleckchen soll kein CAC erhalten. Ein helles Kinn ist jedoch erlaubt.

Weitere Fehler: runder Kopf, Siamtyp, peitschenförmiger Schwanz, das Fehlen des „Tickings“ in den Fellpartien, fehlende Augenumrandung und geschlossene Halsringe.

Verbreitete Krankheiten unter der Katzenrasse

In der Regel sind Abessinier gesunde Katzen, die bei entsprechender Haltung kaum Anfälligkeiten entwickeln. Eine Überzüchtung der Rasse mit daraus resultierenden Erkrankungen ist nicht bekannt. Erbkrankheiten können hingegen nicht ausgeschlossen werden. Dazu zählt die „Feline Neonatale Isoerythrolyse.“ Kurz: Fading Kitten Syndrom, beruhend auf einer Blutgruppeninkompatibilität zwischen Mutterkatze und Kitten.

Tipp: Übergewicht belastet die zarten Gelenke und schlanken Glieder der Katze. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung.

Bei einer weiteren Erbkrankheit kann es ab dem zweiten Lebensjahr bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr zu Sehstörungen kommen, die auf einen Netzhautschwund zurückzuführen sind.
Grundsätzlich sind Abessinierkatzen robuste Tiere und begeistern mit einer hohen Lebenserwartung.

Gut zu wissen: Um erbliche Leiden auszuschließen, fordern verantwortungsvolle Züchter einen DNA-Test an.

Athletisch und lebhaft – ein Mini-Puma erobert die Welt

Mit ihrem schelmisch anmutenden Charme streben sie die Herrschaft an. Ihr Motto: „Sozial bis in die Krallenspitzen“. Sei es Mensch, Katze oder Hund, ganz unbewusst unterwerfen sie sich alle. Die sanften und liebevollen Katzen genießen Streicheleinheiten. Beinahe unersättlich, lechzen sie nach mehr. In Bezug auf ihre Menschen erheben die Abessinierkatzen einen gewissen Anspruch. Haben sie ihr Herz einmal verschenkt, dann erfährt der Beschenkte eine lebenslange Verpflichtung. Zu den rassetypischen Merkmalen zählen eine sanfte, leise Stimme und ein geringes Kommunikationsbedürfnis.

Aufgeschlossen, pflegeleicht und aktiv – Pflege und Haltung

Bei guter, artgerechter Haltung benötigt das weiche Fell der Abessinierkatze keine spezielle Fürsorge. Es glänzt in der Regel von selbst. Die entgegengebrachte Aufmerksamkeit bei ausgiebigen Bürstenmassagen schätzen sie sehr. Menschen und Gegenstände wecken sofort das Interesse einer Abessinierkatze. Nicht selten folgen sie ihrem Menschen durch die ganze Wohnung und beobachten interessiert sämtliche Aktivitäten.

Abessinierkatzen können hervorragend mit Stress umgehen und erweisen sich als überaus unkomplizierte Wegbegleiter. Schenkt man ihnen zu wenig Aufmerksamkeit, neigen sie zu Depressionen. Sie drohen zu vereinsamen. Am besten hält man das intelligente Tier mit einem Artgenossen zusammen.

Tipp: Der ausgeprägte Bewegungsdrang einer Abessinierkatze muss Berücksichtigung erfahren. Ein großzügiges Platzangebot fördert ihr lebhaftes Temperament.

Lebhaft, verspielt und wild – zu wem passt die Abessinierkatze?

Die vorangegangen Zeilen lassen darauf schließen, dass der zukünftige Besitzer einer Abessinierkatze über ausreichend Zeit verfügt und recht aktiv ist. Abessinierkatzen langweilen sich schnell, wenn sie alleine sind. Zudem brauchen sie viel Platz, um ihrem Tatendrang zu folgen. Mit einer Abessinierkatze wird es nie langweilig. Wer eine ruhige Katze sucht, sollte sich für eine andere Rasse entscheiden.

Schon gewusst?

Zahlreiche Legenden ranken über Ursprung und Herkunft der Abessinierkatze. Zu den schönsten Mythen zählt zweifellos die Annahme, dass die Abessinierkatzen direkte Nachkommen der Katzengöttin Baste sind.

Fest steht: Bei den Abessinierkatzen handelt es sich um die ältesten aller gezüchteten Rassen. Bereits vor drei Jahrtausenden sollen Katzen mit ähnlicher Gestalt in menschlicher Obhut, unweit des Nils, gelebt haben.


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