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Balinesenkatze

Gewicht Katze kg Ø5
Gewicht Kater kg Ø6
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkehoch
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftUSA
Allergiefreundlich


Die balinesischen Tempel-Tänzerinnen

Die tiefen blauen Augen und die anmutige Haltung der Balinesenkatzen ist etwas ganz Besonderes. Genauso wie der Charakter und das Wesen dieser Rassekatzen einmalig ist. Diese Katzen verzaubern ihre Besitzer durch ihre grazile Schönheit und liebevolle Begegnung mit den Menschen. Verspieltheit, Neugier und Aufmerksamkeit sind nur einige von vielen tollen Eigenschaften, welche die Balinesenkatzen ausmachen.

Abstammung und Namensgebung der Rassekatzen

balineseDie Balinesenkatzen stammen von den Siamkatzen ab und wurden erstmals im frühen 19. Jahrhundert gezüchtet. Auch wenn es der Name vermuten lässt, haben diese Katzen ihren Ursprung nicht in Indonesien oder Bali, sondern in den USA. Durch die Kreuzung von langhaarigen Siamkatzen mit Angorakatzen entstand diese einzigartige Rasse, die sich durch dichtes, langes Fell und blaue Augen auszeichnet.

Zunächst als Langhaar-Siamkatzen bezeichnet, tauften die beiden Züchter Marion Dorsey und Helen Smith in den 50er Jahren die Rasse um in Balinesenkatze. Die Namensgebung beruht auf der Ansicht Smith’s, dass die Schönheit und Anmut dieser Katzen an balinesische Tempel-Tänzerinnen erinnere.

Nach der neuen Namensgebung stieg dann auch das Ansehen der Rasse und immer mehr Züchter widmeten sich der Perfektionierung der Rasse. Im Jahr 1968 wurde der erste Rasseclub gegründet. Anschließend wurde die neue Rasse 1970 vom US-Dachverband CFA und einige Jahre später auch in Europa anerkannt.

Balinesenkatzen und ihre Rasse-Merkmale

Das lange, glatte und seidige Fell kann braun, grau, weiß oder ähnliche Farben haben, wobei es entweder keine Fellzeichnung gibt, oder es gestromt ist. Es ist überwiegend mittellang, nur am Hals, am Schwanz und den Schultern ist es etwas länger und buschiger.

Die Farben der mandelförmigen, ausdrucksstarken Augen innerhalb der Rasse variieren von einem kräftigen blau bis hin zu zweifarbigen Augen. Der Preis für eine Balinesenkatze liegt zwischen 500 und 1000 Euro. Sie können zwischen fünf, bei Katzen und sechs Kilogramm bei Katern wiegen. Ihr Körper ist schlank und muskulös, wobei die Schultern nicht breiter als die Hüfte sind. Der keilförmige Kopf einer Balinesenkatze ist mittelgroß und die Ohren sind groß und spitz.

Verbreitete Krankheiten und Erbfehler unter den Balinesenkatzen

Grundsätzlich gelten die Balinesenkatzen als robust und sehr resistent gegenüber Krankheiten. Aufgrund ihrer direkten Verwandtschaft mit den Siamkatzen, ist jedoch das Risiko gegeben, dass auch sie an Siam typischen Erbkrankheiten und -fehlern leiden können. Dazu zählen unter anderem Herzkrankheiten, wie hypertrophe Kardiomopathie, bei der es zu einer Verdickung des Herzmuskels kommt, was zu einer Vergrößerung der linken Herzkammer führen kann.

Außerdem können Speicherkrankheiten auftreten, bei denen es zu einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit in den Hinterbeinen kommen kann. Da diese Erbkrankheiten jedoch bekannt sind, können sie von verantwortungsvollen Züchtern vermieden werden. Erbfehler, die bei Siams vorkommen und somit auch bei Balinesenkatzen auftreten können, sind unter anderem Schielen, Missbildungen des Brustkorbes oder ein Knickschwanz.

Das Wesen der „Tänzerinnen“

Der Charakter der Balinesenkatzen zeichnet sich durch hohe Geselligkeit, Gesprächigkeit, aber auch Lautstärke aus. Sie ähnelt stark ihren Vorfahren, den Siamkatzen. Genau wie diese, gelten auch sie als sehr intelligent. Sie weisen ein hohes Sozialverhalten auf und sind damit sehr sensibel und liebevoll. Nicht selten gehen sie eine starke Bindung mit ihren Besitzern ein. Eine Balinesenkatze ist in der Lage den emotionalen Zustand ihrer Bezugsperson zu ergründen und bemerkt schnell wenn es dieser nicht gut geht. Dann kommt sie meist aufmunternd und liebevoll auf sie zu. Auch gegenüber anderen Tieren gilt die Balinesenkatze als sozial. Sowohl mit anderen Katzenrassen, als auch mit Hunden ist sie meist gut verträglich.

Tipp: Die Balinesenkatze hat ein ruhiges Wesen, braucht allerdings auch genügend Platz um ihrer Neugier und dem Bewegungsdrang nachgehen zu können. Dabei gilt sie als begnadete Akrobatin, die eine Vorliebe für Kletterbäume und hochgelegene Liegeplätze hat.

Erforderliche Haltung und Pflege

Der Pflegeaufwand für diese Rasse wird als mittel eingestuft. Sie haaren wenig und trotz eines ausgeprägten Bewegungsdrangs, kann diese Katzenart in einer Wohnung gehalten werden. Aufgrund ihrer verspielten Art wird empfohlen den Rassekatzen viele Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Spielzeug und Kletterbäumen zu bieten.

Außerdem sollten die Besitzer aufmerksam und liebevoll sein, da der Charakter oft anhänglich und anschmiegsam ist und die Balinesenkatzen gerne mit ihren Besitzern kuscheln. Wegen der Geselligkeit dieser Art wird geraten, diese nicht lange alleine zu lassen oder direkt zwei Katzen dieser Art aufzunehmen, sodass sie sich gegenseitig als Spielkameraden dienen können.

Tipp: Trotz des mittellangen Fells ist die Pflege dessen nicht aufwendig. Da das Fell keine Unterwolle hat, reicht regelmäßiges Bürsten aus. Diese Fellpflege lässt sich dabei gut mit der verschmusten Art der Katzen verbinden.

Zu wem passt eine Balinesenkatze?

Aufgrund ihrer intelligenten und menschenbezogenen Art ist die Balinesenkatze gut für Besitzer geeignet, die sich intensiven Kontakt mit dem Tier wünschen und genügend Zeit und Aufmerksamkeit für die Katze aufbringen können.

Diese Katzenrasse ist sehr gut in Familien aufgehoben, da sie offen und liebevoll auf die Menschen und auch auf Kinder zugeht. Sie gelten als unkompliziert und sind dank ihres geringen Haarausfalls auch besonders gut für Allergiker geeignet, die auf Haare allergisch reagieren.

Tipp: Als Umgebung ist eine große Wohnung am besten, da diese Katzenart empfindlich auf Kälte reagiert und deshalb als Hauskatze gehalten werden sollte.

Schon gewusst?

Das Fell der Balinesenkatzen ist bei ihrer Geburt vollkommen weiß. Erst später entwickeln sich die Fellfarbe und die Fellzeichnung. Aus diesem Grund gehören sie der Gattung der sogenannten „Point“ Katzen an, bei denen die Farbtupfer im Fell immer erst nach der Geburt entstehen. Neben den Balinesenkatzen gehören unter anderem auch Siamkatzen und die Ragdoll Katzenrasse zu dieser Art. Es gibt aber auch Balinesen, die komplett weiß bleiben und dennoch von den Zuchtverbänden anerkannt werden. Diese werden dann als „Foreign White“ bezeichnet.


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