Skip to main content

Birma Katze

Gewicht Katze kg Ø4
Gewicht Kater kg Ø5,5
Katze haart viel
Bewegungsdranggering
Geselligkeithoch
Lautstärkegering
Gesprächigkeitgering
Wohnungshaltung
HerkunftFrankreich
Allergiefreundlich

Die Birma Katze – Ein sanftmütiger Stubentiger

Die Birma Katze, auch Heilige Birma genannt, gehört zur Rasse der Halblanghaarkatzen und gilt als Bindeglied zwischen Siamkatzen und Persern. Wie genau es zu ihrer Vermischung kam, ist jedoch bis heute unklar.

Die Geschichte und Herkunft der Birma Katze

Der Birma Katze wird eine mystische Geschichte nachgesagt. Einst im fernen Birma beheimatet – dem heutigen Myanmar – war sie die treue Begleiterin von Kittah Mönchen. Eines Tages wurde der Khmer Tempel von Räubern überfallen, die es auf die goldene Statue der blauäugigen Göttin Tsun-Kyan-Kse abgesehen hatten. Der Hohepriester Mun-Ha wurde während dieses Überfalls schwer verwundet. Auf dem Sterbebett liegend, gesellte sich seine treue Tempelkatze Sinh zu ihm und begleitete ihn auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte. Daraufhin verfärbten sich ihre Pfoten weiß, ein Symbol für ihre aufopfernde Geste.

Birma KatzeIhr Fell bekam einen goldenen Schimmer und ihre Augen färbten sich blau – das Ebenbild der Göttin Tsun-Kyan-Kse. Dasselbe geschah mit den anderen Tempelkatzen und es heißt wann immer eine heilige Birma Katze stirbt, geleitet sie die Seele eines verstorbenen Mönches ins Paradies. Ewige Qualen sollen über denjenigen kommen, der eine Heilige Birma tötet und er kann nur davon erlöst werden, wenn die Seele der Katze dem Schuldigen vergibt.

Der Ursprung der Birma Katze kann nicht eindeutig bewiesen werden, jedoch begann die gezielte Züchtung der Rasse in den 1920er Jahren in Frankreich, wo vermutlich Händler die Katze importierten. 1925 wurde sie dort als offizielle Rasse anerkannt. Leider kam die Zucht der Birma Katze während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland fast vollständig zum Erliegen und wurde erst in späteren Jahren wieder aufgenommen. In den 1950er Jahren fand die Birma Katze ihren Weg nach Nordamerika und wurde 1966 schließlich auch vom englischen Zuchtverband anerkannt.

Rasse Standards der Birma Katze

Nach Angaben des Rassekatzen Züchterbund e.V. (RKZB e.V.) ist der Körper der Birma Katze mittelschwer, wobei die Katze ein Gewicht zwischen 3,0 und 4,0 Kilogramm erreichen und der Kater bis zu 7,0 Kilogramm schwer werden können. Ihr leicht gestreckter Körper weist kurze, wohl proportionierte, runde Pfoten auf, die als Handschuhe bezeichnet werden.

Tipp: Alle Birma Katzen werden mit weißen Pfoten geboren, deren Färbung im Idealfall gleichmäßig auf jedes Paar verteilt ist. Ihre vollständige Färbung zeigt sich erst nach circa drei Jahren.

Die ausdrucksstarken, saphirblauen Augen sind leicht schräg gestellt und gelten als charakteristisches Merkmal der Rasse. Ihr runder Kopf mit den kleinen Ohren verleiht der Birma Katze ein anmutiges Aussehen. Ihr Schwanz ist von mittlerer Länge und geschwungener Form mit fedrigem, buschigem Ende.

Das Fell der Birma Katze besitzt eine seidige Textur und verläuft von kurzen Haaren im Gesicht über eine flauschige Halskrause, bis hin zu halblangem Fell auf dem Rücken und den Flanken. Als sogenannte Point-Katze weisen die kühleren Körperregionen der Birma Katze wie zum Beispiel Schwanz, Ohren, Beine, Gesicht und Hodensack eine dunklere Färbung als der Rest des Fells auf.

Folgende Farbvarianten treten bei Birma Katzen auf:

  • Seal-point: schwarz-braune Färbung
  • Blue-point: dunkle, blaugraue Abzeichen
  • Chocolate-point: schokoladenbraune Färbung auf elfenbeinfarbenem Fell
  • Cinnamon-point: zimtbraune Grundfärbung sichtbar in Point-Spitzen
  • Fawn-point: Nasenspiegel ist sandbeige oder leicht hellbraun
  • Lilac-point: milchweißes Körperfell mit leicht gräulichen Stellen, die einen Hauch von rosa aufweisen
  • Red-point: warme, orange-rote Streifenzeichnungen
  • Creme-point: Streifenzeichnungen in einem zarten rot oder rostrot mit leicht bräunlichem Ton

Verbreitete Krankheiten unter der Katzenrasse Birma Katze

Die Birma Katze gilt als eine der robustesten und gesündesten Katzenrassen, bei der Krankheiten und Gendefekte äußerst selten vorkommen. An verschiedenen Stellen wird jedoch berichtet, dass die Birma Katze zum Schielen neigt. Aus den Erfahrungen weniger Züchter ist bekannt, dass eine sogenannte Hypomyelinisierung, eine Erkrankung des Gehirns bei Kätzchen auftreten kann, was durch unkoordinierte Bewegungsabläufe und zitternde Hinterbeine zum Ausdruck kommt. Dies kann sich nach einiger Zeit legen, wodurch die Symptome oftmals nicht ernst genommen werden.

Charakter und Wesen

Die Birma Katze ist neugierig und sehr zutraulich, mag ruhige Umgebungen und fühlt sich am wohlsten, wenn sie mit einem weiteren Artgenossen zusammenleben kann. Sie zählt zu den anhänglichen und menschenbezogenen Haustieren und benötigt viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Gemäßigten Jagdspielen ist die Birma Katze trotz ihres ruhigen Gemüts nicht abgeneigt. Die Erziehung der Birma Katze ist kaum mit Schwierigkeiten verbunden, denn sie passt sich einem neuen Haushalt problemlos an.

Pflege und Haltung

Um der Birma Katze den Fellwechsel im Frühjahr und Herbst zu erleichtern, sollte sie mehrmals wöchentlich gebürstet werden, damit sie nicht Unmengen an Haaren verschluckt, die später einen Darmverschluss verursachen können. Ansonsten ist die Katzenrasse trotz ihrer Felllänge sehr pflegeleicht, da sie nur wenig Unterwolle besitzt und es daher kaum verfilzt.

Mit steigendem Alter und abnehmender Mobilitätsrate neigt die Birma Katze zu Übergewicht, weshalb auf eine ausgewogene Fütterungsweise geachtet werden sollte. Die Grundlage bildet dabei hochwertiges Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil und viel tierischem Eiweiß. Auch wenn bekannt ist, dass Katzen in der Regel nicht viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sollte immer eine Schale mit frischem Wasser bereit stehen, um zukünftigem Nierenversagen vorzubeugen.

Die Birma Katze ist mäßig aktiv und eignet sich daher optimal als Wohnungskatze. Durch ihre zutrauliche Art bringt sie Fremden schnell Vertrauen entgegen und sollte daher als Freigänger stets im Auge behalten werden. Kälte und Feuchtigkeit bekommen ihr nicht gut, da ihr Fell über keine Unterwolle verfügt.

Tipp: Einem gesicherten Auslauf oder Balkon wäre die Birma Katze nicht abgeneigt und falls in der Wohnung genügend Spiel- und Klettermöglichkeiten platziert sind, dürfte ihrem Wohlergehen nichts mehr im Wege stehen.

Für wen ist die Birma Katze geeignet?

Durch ihr sanftes Gemüt erweist sich die Birma Katze als ideales Haustier für erstmalige Katzenbesitzer und Familien mit Kindern. Auch katzenfreundlichen Hunden gegenüber ist sie wohlgesonnen. Nichtsdestotrotz sollten ihr immer Rückzugsorte geboten werden. Sie ist sehr gesellig und sucht stets Kontakt zu Artgenossen und Menschen. Stundenlanges Alleinsein bekommt der Birma Katze nicht.

Tipp: Entgegen der landläufigen Meinung, dass Katzenhaare allergische Reaktionen beim Menschen auslösen, sind nicht die Haare, sondern vielmehr Eiweißstoffe in Speichel, Urin und Hautdrüsen der Katze die Hauptursache. Dies variiert von Tier zu Tier. Jedoch ist die Birma Katze für ihr hypoallergenes Fell bekannt und dürfte daher Allergikern keine Schwierigkeiten bereiten.

Schon gewusst?

Sie modelt, twittert und zwei Dienstmädchen kümmern sich rund um die Uhr um ihre Belangen: Choupette gilt als wohl berühmteste Birma Katze der Welt und ihr Begleiter ist kein geringerer als Modezar Karl Lagerfeld. Er erhielt sie 2011 als Weihnachtsgeschenk von dem französischen Model Baptiste Giabiconi als dieser auf Reisen war und Karl Lagerfeld den Part des Cat-Sitters übernahm. Er schloss die flauschige Schönheit sofort ins Herz und gab sie nicht wieder her.

Als wahre Luxuskatze reist Choupette selbstverständlich im Privatjet und speist nur am Tisch. Sie hat eine Vorliebe für Kaviar und hegt laut Karl Lagerfeld eine Abneigung gegen Kinder und andere Tiere.


Erfahrungsberichte

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Beitrag? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *