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Burma Katze

Gewicht Katze kg Ø4
Gewicht Kater kg Ø5,5
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkehoch
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftBurma
Allergiefreundlich



Die Burma Katze – eine orientalische Rasse, die es schon lange bei uns gibt

Die Burma Katze, auch Burmese genannt, war ursprünglich eine der Tempelkatzenrassen in Klöstern in Myanmar. Myanmar hieß früher Birma bzw. im englischsprachigen Raum Burma. Da Amerikaner diese Katzenart zu Beginn des 20. Jahrhunderts als erste aus Burma mitbrachten, erhielt sie den Namen Burma Katze.

Geschichte der Burma Katze

Die Burma Katze geht in westlichen Ländern auf eine Katze zurück, die der Arzt Joseph C. Thomson in den 1930er Jahren aus Burma mit nach Amerika brachte. Wegen ihrer dunklen Fellfarbe hielten viele sie damals für eine dunkle Siamkatze. Genetiker untersuchten sie und fanden heraus, dass sie ein Mischling zwischen einer Siamkatze und einer weiteren Rasse ist. Sie wurde mit einem Siamkater verpaart und mit denjenigen Jungen weitergezüchtet, die die gewünschte Fellfarbe aufwiesen.

Später wurden noch weitere, aus Burma importierte Katzen und einige Siamkatzen eingekreuzt. 1969 kam der erste Burmese nach Europa, genauer gesagt, nach England. In Deutschland wird diese Rassekatze seit 1970 gezüchtet.

Tipp: Die Rassestandards in Europa, den USA und Australien unterscheiden sich deutlich. Aber in allen Ländern gibt es die Burma Katze heute in zahlreichen Farbvariationen. Durch die unterschiedlichen Standards für diese Rassekatze wird eine in Europa gezüchtete Burma Katze in den USA oder Australien oft nicht anerkannt.

Der Rassestandard dieser Katzenrasse

Der hier beschriebene Standard bezieht sich auf die World Cat Federation (WCF).
Die Burma Katze ist mittelgroß und eher kräftig. Die Katze wiegt bis zu 4 kg, der Kater bis zu 5,5 kg.

burmaDie kräftige Brust der Burma Katze ist im Profil gerundet und der Rücken gerade. An den vergleichsweise feinen Beinen sitzen ovale, zierliche Pfoten.

Der gerade, mittellange Schwanz der Burma Katze hat einen zarten Ansatz und eine rundliche Spitze. Der Kopf ist kurz und keilförmig. Die ausgeprägten Wangenknochen stehen weit auseinander.

Auffällig sind das kräftige Kinn und der ebenfalls kräftige Unterkiefer. Die weit auseinanderstehenden, großen Ohren sind leicht nach vorne geneigt. Ihr Ansatz ist breit und die Spitzen leicht abgerundet.

Die Burma Katze hat große, weit auseinander stehende Augen. Die untere Augenlinie ist gerundet, die obere verläuft – wie bei allen orientalischen Katzen – schräg zur Nase.

Die Augenfarbe variiert zwischen Gelb und bernsteinfarben. Das kurze, feine, glänzende Fell liegt am Körper der Burma Katze an. Unterwolle ist fast nicht vorhanden. Die folgenden Farben sind akzeptabel:

  • Seal = Braun
  • Seal Schildpatt
  • Chocolate
  • Chocolate Schildpatt
  • Rot
  • Silber
  • Blau
  • Blau Schildpatt
  • Lilac
  • Lilac Schildpatt
  • Creme
  • Smoke
  • Ticked tabby

Zu den Farben bei Katzen muss man wissen, dass im Prinzip jede Farbe in jeder Rasse oder Mischung auftreten kann. Es werden in den Rassestandards aber nur bestimmte Farben als zulässig für die jeweilige Rasse festgelegt.

Die Farbe einer Katze und deren Fellmuster werden durch die Gene bestimmt. Diese Eigenschaften sind durch Hauptgene monogen bestimmt. Dies bedeutet, dass nur ein Gen für die Farbe verantwortlich ist. Andere Eigenschaften der Tiere sind polygen bestimmt, d. h. durch mehrere Gene festgelegt.

Krankheiten, unter denen die Burma Katze häufig leidet

Allgemein ist die Burma Katze wenig krankheitsanfällig. Mit einer Lebensdauer von durchschnittlich 17 Jahren sind sie sehr langlebig. Durch gute Ernährung und Haltung können sie auch noch älter werden. Die am häufigsten auftretende Erkrankung ist Kongenitale Vestibularsyndrom.

Es äußert sich durch eine Schiefhaltung des Kopfes und Koordinationsstörungen. Diese Erkrankung kann auch zu Taubheit führen. Es handelt sich um eine Erbkrankheit, die eine Fehlbildung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr hervorruft.

Eine weitere, aber seltene Erbkrankheit, die im Alter von drei bis vier Monaten bei der Burma Katze auftritt, ist die endokardiale Fibroelastose. Bei dieser Erkrankung ist die innere Schicht des Herzens verdickt. Bei älteren Burma Katzen muss auf das Auftreten von Nierenerkrankungen geachtet werden. Sie machen sich durch eine erhöhte Wasseraufnahme und Appetitmangel bemerkbar.

Der Charakter des Burmesen

Diese Rasse ist sehr menschenbezogen und mag Kinder. Die Burma Katze ist neugierig, verspielt, intelligent und lebhaft. Dies bleibt auch bis ins hohe Alter so. Sie ist zwar sehr gesprächig und nicht gerade leise, ist aber nicht so laut wie eine Siamkatze.

Im Vergleich mit der Siamkatze ist die Burma Katze auch weniger sensibel. Sie hat einen großen Bewegungsdrang, liebt Geselligkeit und Körperkontakt.

Tipp: Sie hat keine Angst vor Besuchern, im Gegenteil geht sie neugierig auf diese zu. Auch mit anderen Haustieren verträgt die Burma Katze sich problemlos.

Was bei Pflege und Haltung dieser Katzenrasse zu beachten ist

Die Katzenrasse eignet sich durchaus für die Wohnungshaltung. Da sie aber sehr neugierig ist und einen hohen Bewegungsdrang hat, sollte die Wohnung hinreichend Bewegungsmöglichkeiten und Abwechslung bieten.

Tipp: Wer ganztags arbeitet oder aus anderen Gründen viel unterwegs ist, sollte besser eine zweite Katze anschaffen.

Die Burma Katze ist nicht gerne lange alleine. Freilauf wäre auch eine Möglichkeit der Katze Abwechslung und Bewegung zu verschaffen. Da sie aber meist sehr zutraulich ist, müssen Sie damit rechnen, dass sie entführt wird. Besser ist der Freigang in einem gut eingezäunten Garten oder auf einem mit einem Katzennetz gesicherten Balkon.

Für wen eignet sich der Burmese als Haustier?

Diese Katze ist ideal für alle, die sich viel mit der Katze beschäftigen wollen. Sie liebt Körperkontakt zum Menschen und die Ansprache durch ihren menschlichen Mitbewohner. Auch für Haushalte mit Kindern ist sie eine gute Wahl. Sie haart zwar nicht viel und ist auch nicht sehr pflegeintensiv, ist aber trotzdem nicht für Tierhaar-Allergiker geeignet. Wie die meisten Rassekatzen ist sie in der Anschaffung nicht ganz billig. Sie müssen mit 500 bis 1.000 Euro für ein Tier rechnen.


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