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Burmilla

Gewicht Katze kg Ø4
Gewicht Kater kg Ø5
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkegering
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftGroßbritannien
Allergiefreundlich


Schmusetiger auf leisen Sohlen

Unverkennbar sind die Merkmale von Perser und Burma. Die Burmillas gelten als intelligente, verschmuste und sehr menschenbezogene Katzen. In Deutschland sind sie noch relativ unbekannt und selten verbreitet. Allerdings steigt mittlerweile die Anzahl der Züchter, die sich mit dieser wunderschönen eleganten Katzenrasse beschäftigen.

Herkunft – Liebesgeschichte der Burmilla

London, September 1981 – Im Hause der Baroness Miranda von Kirchberg lebten zwei Katzen; eine weibliche Burmese (genannt Ferbergé) und ein männlicher Silber-Chinchilla-Perser genannt (Jemarie Sanquist). Sie galten als unzertrennlich, hatten sie doch schon als Kätzchen miteinander gespielt.

Mittlerweile war jedoch die lilafarbene Schönheit Ferbergé bereits einem gleichrassigen Burmakater versprochen und Kater Jemarie sollte bald kastriert werden. Also galt eine hohe Sicherheitsstufe. Baroness Miranda Bickford-Smith sperrte daher das rollige Weibchen kurzerhand in ihr Arbeitszimmer. Egal ob aus Unachtsamkeit oder Mitleid – jedenfalls vergaß eine Hausdame die Tür hinter sich zu schließen.

Romeo, vom Leid geschmachtet, nutzte natürlich die Gelegenheit und stattete seiner Julia einen erfolgreichen Besuch ab. Wenige Monate später kamen vier silberfarbene Kätzchen zur Welt – Gisella, Gemma, Galatea und Gabriella. Baroness Miranda war begeistert über die entzückenden Wesen. Sie erkannte sofort deren Einzigartigkeit und bezeichnete die Rasse mit „Burmilla“ – abgeleitet von BURMa und ChinchILLA.

1984 gelangte der Burmilla der Durchbruch. Nur zehn Jahre später wurden die drolligen Vierbeiner von der FIFe als eigenständige Rasse anerkannt.

Erscheinung und Aussehen – Rassestandard FIFe

Burmillas sind mittelschlanke Kurzhaarkatzen mit einem kräftigen Körperbau einer Burmakatze und dem seidig silberfarbenen Fell eines Perserkaters. Das Gewicht eines Katers sollte zwischen drei und sechs Kilogramm liegen. Bei Katzen beträgt dieses in der Regel ein Kilogramm darunter. Die Brust ist muskulös mit einem runden Profil; der Rücken geradlinig.

Der rundliche Kopf wirkt wie eine sanfte Wölbung zwischen den Ohren. Das Kinn ist kräftig, der Kiefer breit. Kater besitzen sogenannte Katerbacken. Das Profil zeigt die gedrungene Schnauze, eine kurze „Breaknase“. Die leicht schräggestellten, großen Augen prägen den Gesichtsausruck. Der untere Augenrand ist stärker gerundet als die obere Linie. Burmillas besitzen grüne oder bernsteinfarbene Augen.

Sie verfügt über schlanke Beine mit kräftigem Knochenbau. Die Vorderbeine sind geringfügig kürzer als die Hinterbeine. Ihr mittellanger bis langer Schwanz besitzt einen breiten Ansatz, der sich zur Spitze hin verjüngt.

Als Fehler zählen im Kopfbereich eine unangepasste Augenfarbe des erwachsenen Tieres und ein schwaches Kinn. Das Fell darf nicht zu lang oder struppig sein. Auch ein gedrungener Körperbau ist nicht erwünscht.

Farbvaritäten und Fellzeichnungen

In der Regel verfügen Burmillas über ein Fell in weißer Farbgebung. Nur die Haarspitzen variieren in unterschiedlichen Nuancen von blau, flieder, zimt, schokolade, creme, rehbraun über rötlich oder schwarz.

Die anerkannten Fellfarben werden wiederum in zwei Kategorien unterteilt. Die erste Gruppe bezieht sich auf die Haarspitzenfarben ohne Rotanteil, die im Zusammenspiel mit der weißen Fellgrundfarbe geprägt sind. Die zweite Gruppe beinhaltet zusätzlich noch rötliche Farbanteile. Katzen dieser Gruppe sind meist dreifarbig. Diese Mischung wird auch, ähnlich den Schildkröten, als Schildpattmuster bezeichnet. Sie kommt genetisch bedingt jedoch nur bei den weiblichen Tieren vor.

Burmillas Charakter

Der Mix aus Chinchilla-Perser und Burma ist nicht nur an der optischen „Verpackung“ erkennbar, sondern schlägt sich auch im Wesen nieder. Die Rassekatze ist ein absolut verschmuster und ausgeglichener Stubentiger nach Art des Persers. Das verspielte und energische Temperament sowie ihr enormes „Mitteilungsbedürfnis“ hingegen stammen aus der Ader der Burma-Katze. Nicht selten steigert sie sich zu einem wahren Plappermäulchen. In der Regel meidet die Katze größeren Trubel im hektischen Familienalltag. Dennoch versucht sie aus diskreter Entfernung ihren „Senf“ beizutragen. Die Burmullia besitzt kaum Jagdtrieb, dafür zeigt sie sich bis ins hohe Alter verspielt.

Wichtiges zur Haltung und Pflege!

Eine Burmilla braucht viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Richtig wohl fühlt sie sich bei Besitzern, die rund um die Uhr anwesend sind. Nicht nur Rentner verfügen über diese Voraussetzung. Auch Halter, die im Schichtdienst arbeiten, können diese Zeitlücken mitunter ausfüllen.

Tipp: Burmilla allein zu Haus? Diese Situation ist nämlich ein absolutes No-Go, denn Vertreter dieser Katzenrasse hassen das Alleinsein. Dennoch gibt es Ausnahmen, die mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen durchaus in der Lage sind, auch kurze Zeiträume ohne Frauchen und Herrchen zu überleben.

Beschäftigungen finden die Fellnasen durch artgerechtes Spielzeug sowie Kletter- und Versteckmöglichkeiten in Form von Kratzbäumen, kleinen Pappkartons, Katzentunnel oder Ballschienen.

Das Fell der Rassekatze ist äußerst pflegeleicht. Um Schmutzpartikel zu entfernen und Verfilzungen vorzubeugen, sollte es mindestens einmal wöchentlich gebürstet werden. Einspruch! Eine Burmilla „sieht“ das meist ganz anders. Für sie bedeutet die Maßnahme keinesfalls nur Schmutzentfernung, sondern Massage, Streicheln, Schmusen. Also: Verwöhnung pur. Die Festlegung der Einheiten in Anzahl und Dauer erfolgt also strikt über die Wünsche der „Quasselstrippe“ Burmilla.

Krankheitsanfälligkeit der Burmilla

Die Burmilla selbst ist eine noch sehr unbekannte Katzenrasse, über die bisher relativ wenig gesundheitliche Langzeitfakten existieren. Da sie jedoch die Perserlinie in sich trägt, besteht auch bei ihr die gleiche Veranlagung zur „Polyzystischen Nierenerkrankung“. Diese Krankheit ist geschlechtsunabhängig, also autosomal-dominant vererbbar. Mitunter neigen Burmillas auch zu Allergien.

Um das Immunsystem zu unterstützen, empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung durch hochwertiges Katzenfutter. Achten Sie deshalb, dass das hochwertige Futter alle notwendigen Mineralien, Vitamine und Nährstoffe enthält, die Ihr Stubentiger benötigt!

Vertreter dieser Rasse erreichen nicht selten ein Alter zwischen 14 bis 17 Jahren.

Hätten Sie’s gewusst?

Oftmals springt der Stubenkater genau an die Stelle auf Sessel oder Sofa, wo Frauchen oder Herrchen gerade sitzen. Kaum angekommen, schubst er diese zusätzlich, sodass die Zweibeiner instinktiv zur Seite rutschen.

Das Anstupsen mit der Stirn bedeutet jedoch nicht etwa: „Weg da, das ist mein Platz!“. Burmilla verhält sich wie alle anderen Katzen. Das „Köpfchengeben“ ist Anzeichen von purem Glück. Sie fühlt sich wohl in ihrer Umgebung. Durch das Köpfchenreiben werden Sie persönlich mit speziellen Duftstoffen markiert und gehen automatisch in den Besitz von Burmilla über. Sie signalisiert damit anderen Tieren gegenüber: „Hände weg, der Mensch gehört zu mir!


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