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Cornish Rex

Gewicht Katze kg Ø3
Gewicht Kater kg Ø4
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkegering
Gesprächigkeitgering
Wohnungshaltung
HerkunftGroßbritannien
Allergiefreundlich


Die Cornish Rex ist eine Katzenrasse, die durch ihr kurzes, gekräuseltes Fell gekennzeichnet ist. Sie besticht nicht nur durch ihre exotische Erscheinung, sondern auch durch ihr lebhaftes und kommunikatives Temperament. Sie ist pflegeleicht und doch kein Haustier für jedermann.

Herkunft und Erbe

Die Cornish Rex ist eine relativ junge Katzenrasse. Ihre Geschichte beginnt in den 1950-er Jahren, als ein Farmer in Cornwall (Südengland) in einem Wurf Kätzchen einen Kater vorfand, der durch gelocktes Fell auffiel. Um dies zu erhalten, wurde dieser Kater mit seiner Mutter gekreuzt. Mit den lockigen Nachkommen dieses Wurfes wurde weitergezüchtet, indem man Rassen wie Siamese, Burma oder British Kurzhaar einkreuzte.

Cornish RexDie besondere Beschaffenheit des Fells der Cornish Rex beruht auf einer Spontanmutation, also einer Veränderung des Erbmaterials, die ohne das Zutun des Menschen auf natürliche Weise aufgetreten ist. Heute weiß man, dass jenes Gen mutierte, das für die Ausbildung der Fellstruktur verantwortlich ist. Für gewöhnlich verfügen Hauskatzen über drei Fellschichten. Die unterste, die sogenannte Unterwolle, ist dünn und lockig. Sie hält die Katze warm.

Die zweite Schicht wird von den Grannenhaaren gebildet. Sie ist mit einem Sekret benetzt, das freigesetzt wird, wenn die Katze sich putzt. Die Grannenhaare helfen der Katze sich vor Hitze zu schützen. Die dritte und letzte Schicht besteht aus den Deckhaaren. Sie dienen der Isolation und helfen dem Tier sich gegen Umwelteinflüsse zu wappnen. Zusätzlich haben Katzen Tasthaare. Dazu gehören die Schnurrhaare oder die Augenbrauen. Sie dienen der Orientierung.
Bei der Cornish Rex ist aufgrund der genetischen Beschaffenheit nur die Unterwolle vorhanden. Dadurch kommt die rassetypische Kräuselung des Fells zustande.

Für die Zucht ist zu beachten, dass das mutierte Gen rezessiv ist. Es tritt also zurück, wenn eine nicht mutierte Anlage des entsprechenden Gens von den Eltern weitergegeben wird. Damit es zum Erscheinungsbild der Cornish Rex kommt, müssen beide Elterntiere das mutierte Gen besitzen und das Kätzchen muss von beiden Eltern das mutierte Gen vererbt bekommen. Die Mutation kann aber auch verdeckt weitergegeben werden. Tiere, die das mutierte Gen besitzen, das äußere Erscheinungsbild aber nicht aufweisen, können dieses an ihre Nachkommen weitergeben.

Die ideale Cornish Rex

Um dem Standard zu entsprechen, sollte eine Cornish Rex das typische gelockte Fell aufweisen. Es sollte dicht am Körper anliegen und von der Struktur her an das plüschtierartige Fell eines Maulwurfs erinnern.

Der Körperbau sollte schlank, aber muskulös sein und auf hohen, langen Beinen stehen. Die Kopfform erinnert an einen Keil und das Tier sollte einen langen, dünnen Schwanz haben. Charakteristisch für diese Rassekatze sind auch die großen Ohren, die hoch am Kopf angesetzt sein sollten und der Katze zuweilen das Aussehen einer Fledermaus verleihen. Die Augen haben Mandelform. Bei dieser Rasse sind alle Farbvarianten erlaubt. Gleiches gilt für die Augenfarbe.

Da man die Mutation bei der Cornish Rex strenggenommen als Gendefekt bezeichnen kann, kann es vorkommen, dass die Tasthaare nicht nur schwach ausgebildet sind, sondern ganz fehlen. Dieses ist als Fehler zu werten, da sich die Katze ohne diese Haare nur schwer räumlich orientieren kann und ihr Wohlbefinden darunter leidet.

Die Cornish Rex ist mittelgroß und aufgrund ihrer Muskelmasse schwerer, als sie aussieht. Kater erreichen ein Durchschnittsgewicht von ca. 4 kg, Katzen wiegen in der Regel ca. 3 kg.

Typische Krankheiten

Da einige Linien der Cornish Rex stark durch Inzucht belastet sind, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Zu nennen sind hier Erkrankungen des Immunsystems oder Probleme mit dem Fell. Dieses kann zum Beispiel sehr brüchig sein und zu kahlen Stellen neigen. Überdies ist die Cornish Rex anfällig für Erkrankungen des Zahnfleisches und der Zähne. Eine regelmäßige Überprüfung des Kauapparates beim Tierarzt ist also unerlässlich.

Die durchschnittliche Lebenserwartung wird mit 15 Jahren angegeben, bei ungünstigen Erbanlagen kann sie jedoch darunter liegen.

Persönlichkeit

Diese Rassekatze verfügt über ein freundliches und aufgeschlossenes Wesen. Sie ist sehr gesellig und versteht sich in der Regel sowohl mit Menschen als auch mit anderen Haustieren sehr gut. Dabei sollte man allerdings beachten, dass sie sehr aktiv ist und beschäftigt werden möchte. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die ihre Freizeit lieber ruhend auf der Couch verbringen möchten, sollten Sie eher nach einer weniger agilen Rasse suchen. Da die Cornish Rex ungern allein ist, wäre es gut, wenn Sie eine zweite Katze halten, damit sie in Ihrer Abwesenheit Gesellschaft hat.

Bedürfnisse

Tipp: Die Cornish Rex ist pflegeleicht. Da sie aufgrund ihres Fells kaum Haare verliert, ist sie ein sehr sauberer Mitbewohner und für Allergiker gut geeignet.

Allerdings ist sie nicht zum Freigänger geschaffen. Bitte bedenken Sie das vor der Anschaffung. Da die Cornish Rex nur die Unterwolle besitzt, hat sie keine Möglichkeit sich gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Sie muss daher ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Allerdings wird sie sich über einen entsprechend adaptierten Balkon sehr freuen. Da sie auf Kälte nicht sehr gut reagiert, sollten ihr warme Plätze zur Verfügung gestellt werden.

Cornish Rex sind sehr leicht zu erziehen. Sie sind sehr lernfreudig und haben sogar Spaß an Spielen, wie dem Apportieren. Sie eignen sich auch gut für Cat Agility.

Wer passt zu ihr?

Die Rasse ist ideal für Familien und Haushalte, in denen immer etwas los ist. Wenn Sie also zu den aktiven Menschen zählen und sich gerne intensiv mit Ihrer Katze beschäftigen möchten, dann könnte Ihnen diese Katzenrasse gefallen. Der Preis für eine Cornish Rex liegt zwischen 500 und 1000 Euro.

Hätten Sie’s gewusst?

Die Bezeichnung „Rex“ stammt aus der Kaninchenzucht und geht auf König Albert I. von Belgien zurück, der erstmals gelockte Kaninchen auf einer Ausstellung präsentierte.


Erfahrungsberichte

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