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Kanaani Katze

Gewicht Katze kg Ø3,5
Gewicht Kater kg Ø4,5
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkehoch
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftIsrael
Allergiefreundlich


Die edle Wilde

Kanaani Katzen sind selten und neu. Die Zucht steht erst seit wenigen Jahren auf eigenen Beinen – ohne notwendige Einkreuzung ähnlicher Rassen. Sie vereinen in sich die ungestüme Wildheit ihrer Vorfahren mit dem Sanftmut der Hauskatzen. Die Rassekatze ist kein Haustier für jedermann. Aber wenn die Harmonie stimmt, wird es mit einer Kanaani Katze im Wohnzimmer nie langweilig!

Kunst trifft raue Wirklichkeit – der Ursprung der Kanaani Katzen

Eines Tages im Jahr 1990 fand die deutsche Bildhauerin Doris Pollatschek auf einem Spaziergang in ihrer Wahlheimat Israel ein verletztes Kätzchen. Offensichtlich handelte es sich bei der scheuen Schönheit um einen Hybrid der örtlich wild lebenden Falbkatzen mit streunenden Hauskatzen. Berührt von der perfekten Mischung aus Wildheit und Sanftmut begann die Katzenliebhaberin mit ersten Zuchtversuchen.

Als sie 1998 nach Deutschland zurückkehrte, konnte sie bereits deutliche Erfolge verzeichnen und einige Anhänger für ihre Zucht gewinnen. Nur zwei Jahre darauf wurde die Katzenrasse Kanaani von der World Cat Federation (WCF) anerkannt. Bis 2008 durften Orientalisch Kurzhaar, Bengalen und Abessinier eingekreuzt werden, seitdem heißt das oberste Zuchtziel, die wilde Seite der Kanaani Katzen zu bewahren.

Merkmale der Wildnis – die Rassestandards der Kanaani Katze

Kanaani Katzen sind ausgesprochen gute Springer und noch bessere Kletterer. Demzufolge ist ihr Körper mittelgroß bis groß, schlank aber auch sehr muskulös. Vor allem ihre Beine erinnern an die Verwandtschaft mit Wildkatzen. Sie sind lang, kräftig und damit perfekt zum Springen und Klettern geeignet. Die Pfoten sind oval geformt, die Fußballen schwarz gefärbt. Der Schwanz ist lang und spitz zulaufend – ideal zum Ausbalancieren bei waghalsigen Klettertouren. Der Kopf hat eine dreieckige Form, die Stirn ist leicht gewölbt, die Nase ausgeprägt und gerade, das Kinn kräftig.

Katzeo KatzeDie Ohren sind im Vergleich zum Kopf groß, weit auseinanderstehend und spitz zulaufend. Haarbüschel an der Spitze werden von Zuchtrichtern gern gesehen. Die Augen stehen ebenfalls weit auseinander. Sie sind groß, mandelförmig und vor allem leuchtend grün.

Das Fell der Kanaani Katzen ist kurz, kräftig, dicht und eher derb mit nur wenig Unterwolle. Diverse bräunliche Farbvarianten bilden den Grundton der Fellzeichnung, der zwar ins Graue verlaufen, jedoch kein reines Silbergrau aufweisen darf. Unerlässlich ist das Merkmal einer deutlichen Ticking-Zeichnung. Darüber hinaus dürfen Kanaani Katzen gestromt oder getupft sein.

Die dunklen Flecken im Fell sind absolut charakteristisch für die Katzenrasse. Der Schwanz hat eine schwarze Fellspitze und mindestens drei schwarze Ringe. Ebenso weisen die Beine Tupfen oder Ringel auf.

Als oberstes Zuchtziel gilt die größtmögliche Ähnlichkeit mit der getupften Falbkatze, deren raubtierhafter Gang und die beeindruckende Sprungkraft bezaubern.

Als Fehler zählen

  • eine spitz zulaufende Kopfform
  • ein Stop an der Nase
  • das Fehlen der Ticking-Zeichnung
  • eine orientalische Erscheinung

Rassekatze ohne Rassenkrankheit

Die Kanaani-Zucht ist noch zu jung, um Erbkrankheiten absehbar hervorzubringen. Bislang sind keine derartigen Gendefekte bekannt. Impfungen nach tierärztlicher Indikation sind natürlich trotzdem zwingend notwendig.

Temperament gepaart mit Freundlichkeit

Tief im Innern ist die Kanaani Katze eine Wildkatze geblieben. Das wird spätestens dann deutlich, wenn der geneigte Besitzer seine Angewohnheit bemerkt, auf der Suche nach dem tierischen Familienmitglied vornehmlich hohe Schränke oder Ähnliches abzusuchen und nicht etwa den Fußboden.

Der Bewegungsdrang der Katzenrasse ist trotz ihrer Seltenheit bereits jetzt schon legendär. Zusammen mit ihrer aufgeweckten Neugier ist ihr kein Hindernis zu hoch. Mit Vorliebe erobert sie Schränke, Gardinenstangen und gelegentlich die Schulter ihrer menschlichen Mitbewohner.

Tipp: Zwar gilt sie auch als klug und durchaus lernwillig, doch ihre ungestüme Art wird von Fremden oft als schlechtes Benehmen oder gar als vermeintlicher Angriff fehlinterpretiert.

Dabei ist die Kanaani Katze im Grunde freundlich, anhänglich, verspielt und in ihrer Zuneigung zu ihrer Menschenfamilie unverbrüchlich treu. Auch wenn ihre Schmuseattacken bisweilen etwas stürmisch rüberkommen.

Abwechslung erwünscht! Worauf es bei der Haltung ankommt

Der tägliche Pflegeaufwand ist bei der Kanaani Katze eher gering. Ihr kurzes Fell erfordert nur ein gelegentliches Ausbürsten. Wenn genug Artgenossen vorhanden sind, muss die Rassekatze auch nicht ununterbrochen vom Menschen beschäftigt werden. Viel wichtiger ist eine aufregende, abwechslungsreiche Umgebung, in der die Katze ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben kann.

Eine reine Wohnungshaltung ist schwierig, jedoch mit einem gesicherten Garten oder Balkon möglich. Ein großer Kratzbaum gehört zur Pflichtausstattung einer angemessenen Kanaani-Behausung. Daneben sollten ausreichende und gerne auch immer wieder neuartige Klettermöglichkeiten vorhanden sein.
Der passende Partner für die Kanaani Katze

Kanaanis sind nicht allergikerfreundlich und passen nicht unbedingt in eine Familie mit kleinen Kindern. Sie neigen zwar keineswegs zu aggressivem Verhalten, können jedoch aufgrund ihres Temperamentes im Spieltrieb auch mal heftiger mit ihrer menschlichen Familie interagieren. Um den süßen Raufbolden einen kameradschaftlichen Ringkampf zu ermöglichen, sollten Kanaani Katzen stets im Verbund mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden.

Wer sind denn nun die wilden Vorfahren?

Wer die Urahnen der Kanaanis in natura betrachten will, muss deshalb nicht nach Israel reisen. Einige Exemplare der Falbkatzen (oder auch Felis silvestris libyca) sind in deutschen Zoos zu finden. Übrigens: Die Falbkatze ernährt sich in ihrer Heimat unter anderem von Spinnen und Insekten. Besitzer einer Kanaani Katze können also beruhigt aufatmen: Der fleißige Jäger wird sich bestimmt gerne nützlich machen.


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