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LaPerm

Gewicht Katze kg Ø3,5
Gewicht Kater kg Ø4
Katze haart viel
Bewegungsdranggering
Geselligkeithoch
Lautstärkehoch
Gesprächigkeitgering
Wohnungshaltung
HerkunftUSA
Allergiefreundlich


Struwwelige Schmusekatzen

Unfall, Wunder oder Darwins Gesetz? So frei und scheinbar willkürlich wie ihre Entstehung sehen bis heute die Rassenstandards aus. Bei der LaPerm sind nur einige Dinge gewiss: Sie entstand nicht durch gezielte Zucht. Dennoch liebt sie den Menschen mehr als ihre Artgenossen. Und: Ihre Locken sind garantiert echt!

Mutation einer Hauskatze

Im Jahr 1982 im Nordwesten Amerikas, genauer gesagt auf einer Farm in Dallas, Oregon, entdeckte Lina Koehl in einem sechsköpfigen Wurf ihrer Hauskatze ein besonderes Kitten. Acht Wochen lang blieb es unbehaart, dann entwickelte sich ein luftiges, weiches Fell aus Locken und Wellen. Als sich die Mutation in den folgenden Generationen durchsetzte, entschied sich die Besitzerin zu einer offiziellen Präsentation ihrer Lockenkatzen und begann mit einer Zucht. Seit 2004 ist die LaPerm als Katzenrasse anerkannt.

Hauptsache lockig! Die Rassestandards der LaPerm

Wie es sich für ursprüngliche Farmkatzen gehört, verfügt die LaPerm über einen mittelgroßen, schlanken und doch muskulösen Körperbau. Nach zwei bis drei Jahren sind die Katzen ausgewachsen und erreichen ein durchschnittliches Gewicht von etwa vier Kilogramm. Katzen sind meistens etwas leichter als Kater. Die Beine sind mittellang, wobei die Hinterbeine etwas länger sein können als die Vorderbeine. Die Pfoten sind abgerundet.

Der Schwanz ist buschig, lang und spitz zulaufend. Den Standards der FIFe zufolge ähnelt der Schwanz einer langhaarigen LaPerm einem Federbusch, der einer kurzhaarigen eher einer Flaschenbürste.

Der Kopf ist keilförmig mit ausgeprägten Schnurrhaarkissen und weichen Konturen. Das Kinn ist stark und fest, die Nase breit und gerade. Kater haben meist einen breiteren Kopf, der infolge der gebrochenen Proportionen kürzer wirkt als der von Katzen.

LaPermDie Ohren sind groß, breit an der Basis und an der Spitze abgerundet. Bei der LaPerm-Langhaarkatze darf eine volle Innenohrbehaarung samt Luchsbüscheln an der Spitze stehen, bei LaPerm-Kurzhaarkatzen sind keine Büschel erwünscht.

Die Augen sind mittelgroß, ausdrucksstark und mandelförmig, leicht auseinander stehend und schräg angeordnet. Alle Augenfarben dürfen vorkommen, auch zweifarbige Augen sind keine Seltenheit.

Das Fell kann lockig oder gewellt sein, wobei Locken im Zuchtbetrieb favorisiert werden. Feste Locken beschränken sich auf die Bereiche in der Halskrause und am Ohransatz, am restlichen Körper soll das Fell weich, luftig und locker vom Körper abstehen.

Bei Langhaarkatzen sieht das Fell laut FIFe „zottelig, fast ungepflegt“ aus, die Textur der Kurzhaarkatzen darf etwas härter sein. Den Farbvarianten sind keine Grenzen gesetzt. Die Schnurrhaare können gekräuselt, gewellt oder gerade sein.

Tipp: Man unterscheidet zwischen LaPerm Longhair (LPL) und LaPerm Shorthair (LPS). Außerdem werden die Haararten gemäß dem Zustand nach der Geburt in BC (born curled), BS (born straight) und BB (born bald) kategorisiert.

Folgende Fehler können bei LaPerm auftreten:

  • ein zu dünnes Fell oder kahle Stellen bei ausgewachsenen Tieren
  • ein runder oder kurzer Körperbau
  • siamesischer oder orientalischer Typ

LaPerm vor Krankheiten schützen

Die LaPerm ist zwar nicht anfälliger für Krankheiten als die Hauskatzen, von denen sie abstammt, aber auch nicht vor Katzenschnupfen, Magen-Darm-Infekten und anderen üblichen Katzenkrankheiten gefeit. Besonders Freigänger sollten einen tierärztlichen Schutz vor Parasiten erhalten.

Schmusetier sucht Lieblingsmensch

Ein deutliches Merkmal der Katzenrasse ist die unbedingte Anhänglichkeit beim Menschen. Die LaPerm neigt dazu, sich einen „Lieblingsmenschen“ auszusuchen, an dessen Seite sie am liebsten ununterbrochen Tag und Nacht verbringen möchte. Das Interesse an Artgenossen hält sich dagegen sehr in Grenzen, was selten zu Streit, aber auch selten zu einer echten Katzenfreundschaft führt.

Tipp: Ist die LaPerm ihren Entwicklungsjahren entwachsen, so liebt sie ruhige Aktivitäten und Spiele, die ihre Intelligenz mehr ansprechen als ihre Muskelkraft.

Pflegeleichte Stubentiger

Es wirkt zwar auf den ersten Blick etwas zerzaust, doch das Fell der LaPerm braucht recht wenig Pflege. Aber auch wenn die Rassekatze kaum haart und ihre Lockenpracht nicht zum Verfilzen neigt, freut sie sich über gelegentliches liebevolles Bürsten.

Infolge ihres wenig ausgeprägten Freiheitsdranges kann die LaPerm ruhig als Wohnungskatze gehalten werden. Ein gesicherter Balkon sollte ihr trotzdem zur Verfügung stehen.

Tipp: Der Fellwechsel der LaPerm ist nicht an Jahreszeiten gebunden. Dünnes Fell und kahle Stellen können also auch mitten im Winter auftreten. Freigänger sollten daher jederzeit die Möglichkeit haben, sich im Haus aufzuwärmen.

Keine Einzelgänger

Eine echte LaPerm braucht sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit. Die von ihr auserwählte menschliche Bezugsperson sollte nie für lange Zeit oder gar regelmäßig aus ihrem Umfeld verschwinden. Auch mehrere Katzen in einem Haushalt bieten hier keinen adäquaten Ausgleich.

Die LaPerm ist nicht einfach nur ein Mitbewohner. Ihre Hingabe an den Menschen ist tief und ihre Zuneigung echt. Dessen sollten sich zukünftige Besitzer der Rassekatze unbedingt bewusst sein.

Schon gewusst?

Was haben amerikanische Ureinwohner mit Dauerwellen gemeinsam? Ganz einfach: „Perm“, die englische Entsprechung des deutschen Wortes „Dauerwelle“, erschien angesichts der markanten Lockenpracht als ein passender Name für die neue Katzenrasse. Und weil die geografische Nähe zu den Cherokee-Indianern als dezenter Hinweis auf den Ursprungsort der Katzen dienen sollte, entlehnte man aus deren Sprachfamilie die Eigenschaft, neue Wörter mit dem französischen Artikel „La“ als Vorsilbe zu kennzeichnen.

Der Name der ersten LaPerm, damals 1982 auf der kleinen Farm in Oregon, war übriges noch ganz einfach „Curly“.


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