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Norwegische Waldkatze

Gewicht Katze kg Ø5
Gewicht Kater kg Ø7
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkegering
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftSkandinavien
Allergiefreundlich

Obwohl die Norwegische Waldkatze zu einer der größten Katzenrassen zählt, sind die temperamentvollen und verspielten Tiere für ihre Kletterkünste und gewagten Hochsprünge bekannt.

Die Norwegische Waldkatze hat eine beeindruckende Geschichte

Bis heute ist nicht restlos geklärt, woher die Norwegische Waldkatze wirklich stammt. Vermutet wird, dass sie aus der Türkei auf dem Seeweg ins kalte Skandinavien gelangte. Erwiesen ist jedoch, dass die Norwegische Waldkatze in der altnordischen Mythologie eine zentrale Rolle spielte. Der Wagen der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freya wurde von zwei großen und kräftigen Katzen mit prächtigem Fell gezogen.

Norwegische WaldkatzeAuf Wikinger-Münzen findet man verschiedene Abbildungen davon. Obwohl sich darüber sogar die Experten streiten, denn manche behaupten, dass die Wikinger überhaupt keine Münzen geprägt hätten.

Ob dies stimmt oder die Münzen viel später entstanden, spielt jedoch für den Norwegischen Waldkatzen-Liebhaber keine Rolle. Außerdem erzählen etliche skandinavische Märchen von mystischen und geheimnisvollen Trollen in Katzengestalt, die der Norwegische Waldkatze sehr ähnlich sind. Die Norweger, wie die Katze auch genannt wird, ist das Nationaltier von Norwegen.

Die Norwegische Waldkatze ist eine natürliche Rasse

Die Norwegische Waldkatze wird als natürliche Rasse bezeichnet, da sie eine sehr ursprüngliche ohne züchterische Einflüsse entstandene Hauskatze ist. Der robuste Körper wird von einem halblangen Haarkleid bedeckt. Weitere typische Merkmale der Norwegischen Waldkatze sind der buschige Schwanz, längeres Haar an den Fängen, sogenannte „Knickerbocker“ und eine Halskrause. Mit einer Länge von bis zu 130 Zentimetern zählt die Norwegische Waldkatze so wie die Ragdoll Katzen und die Maine-Coon Katzen zu den größten Rassekatzen.

Die Katzen haben relativ lange Beine und erreichen ausgewachsen eine Höhe von 40 bis 45 Zentimeter. Sensibel ist die Norwegische Waldkatze nicht, bedingt durch das raue Klima in Norwegen gilt die Katze als abgehärtet und äußerst robust. Ab 1930 wurde die Norwegische Waldkatze domestiziert und ab 1980 ist die Katzenrasse in Europa vertreten und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Die Norwegische Waldkatze hat eine lange Wachstumsphase

Durch die doch recht besondere Körpergröße benötigen Norwegische Waldkatze Kitten bis zu vier Jahre, um voll entwickelt zu sein. Immerhin kann ein ausgewachsener Norwegische Waldkatze Kater ein Körpergewicht von 9,5 Kilogramm erreichen, weibliche Tiere werden fünf bis sieben Kilogramm schwer. Die Norwegische Waldkatze erreicht ein durchschnittliches Lebensalter von acht bis zehn Jahren, eine Lebenserwartung von fünfzehn Jahren ist aber auch keine Seltenheit. Wer die Norwegische Waldkatze genauer betrachtet, dem fällt auf, dass das Gesicht dreieckig wirkt. Die Ohren sind mit dichten Fellbüscheln versehen. An den Spitzen befinden sich oft luchsartige Haarbüschel.

Das Fell der Norwegische Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze besitzt ein doppellagiges Fell mit dichter Unterwolle. Das wasserabweisende Deckhaar, Grannen genannt, ist im Winter länger und im Sommer kürzer. Zwischen den Pfotenballen befinden sich Haarbüschel, die auch Schneeschuhe genannt werden und diese Haarbüschel verhindern das Einsinken im tiefen Schnee. Das Fell der Norwegische Waldkatze ist leicht ölig und auf Grund der dichten Unterwolle trotzen die Tiere der klirrenden Kälte. Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius sind für diese Katzenrasse kein Problem. Bei dieser Rasse sind fast alle Farben vorhanden und durch Züchtungen kommen laufend neue hinzu.

Rasse-Standards

Auf einer Ausstellung in Oslo wurde die Norwegische Waldkatze 1938 zum ersten Mal präsentiert. Ihren ersten Standard erhielt die Katze 1972. Die Norsk Skogkatt, so heißt die Norwegische Waldkatze in Norwegen, wurde 1977 von der Fédération Internationale Féline offiziell anerkannt.

Norwegische WaldkatzeBei den Augen sind alle Farben erlaubt, genauso wie beim Fell mit Ausnahme von Pointed-Abzeichen. Dabei handelt es sich um dunkle Stellen beispielsweise an den Beinen, am Schwanz oder im Gesicht.

Ein besonderer Farbschlag ist Amber, ein apricot-zimtähnlicher Farbton des Fells, der nur bei dieser Rasse vorkommt. Die Augen selbst sind oval, gut geöffnet, leicht schräg gestellt mit wachsamem Ausdruck. Zu den Rasse-Standards des Kopfes zählen die dreieckige Form, die leicht gerundete Stirn und das kräftige Kinn. Die großen Ohren sind mit luchsartigen Haarbüscheln und langen Haarbüscheln in den Ohren versehen. Um den Rasse-Standards gerecht zu werden, muss die Norwegische Waldkatze einen kräftigen Knochenbau und kräftige Beine haben.

Eine Besonderheit dieser Rasse ist, dass die Hinterbeine höher als die Vorderbeine sind. Die Pfoten sind groß und rund, der Schwanz ist buschig und lang. Er sollte auf jeden Fall bis zu den Schulterblättern reichen, im Idealfall jedoch bis zum Nacken. Bei den Standards muss immer das langsame Wachsen der Norwegische Waldkatze Kitten berücksichtigt werden.

Als Fehler gelten

Zu kleine Tiere und Katzen mit zu feinem Körperbau sowie ein runder oder viereckiger Kopf. Ebenso als Fehler angesehen werden zu kleine Ohren, dünne oder kurze Beine und ein zu kurzer Schwanz. Das Fell darf nicht verfilzt, trocken oder zu seidig sein.

Der Charakter der Norwegische Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze hat ein sanftes und gutmütiges Wesen. Gleichzeitig ist sie aber sehr verspielt und gesellig. Die lebhaften Katzen sind lernfähig und brauchen viel Platz zur Bewegung, schon deshalb, weil sie ausgezeichnet klettern und gerne sehr hoch springen.

Tipp: Dank ihres gutmütigen und sanften Wesens sowie ihres ausgeprägten Sozialverhaltens eignet sich die Norwegische Waldkatze perfekt als Familienkatze.

Rassespezifische Erkrankungen

Die Norwegische Waldkatze hat sich über einen sehr langen Zeitraum natürlich entwickelt, deshalb gibt es fast keine Fortpflanzungsprobleme. Drei rassespezifische Erkrankungen sind aber dokumentiert: Rezessiv vererbt wird die Glykogenspeicherkrankheit. Rezessiv vererbt bedeutet, dass die Katze und der Kater in den meisten Fällen gesund sind, keine Einschränkungen in ihrer Lebensqualität haben, aber Träger eines defekten Gens sind. Für die Kitten besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, von den Katzeneltern das defekte Gen zu erben. Experten bezeichnen diesen Vorgang als autosomal rezessiven Erbgang.

Norwegische WaldkatzeEs ist wichtig, dass beim Norwegische Waldkatze kaufen der Züchter der Norwegischen Waldkatze den Nachweis erbringt, dass das Gen nicht vorhanden ist. Bei der Glykosenspeicherkrankheit handelt es sich um eine erblich bedingte Fehlfunktion des Gluckosestoffwechsels. Die betroffenen Norwegische Waldkatzen Kitten sterben entweder sofort beziehungsweise kurz nach der Geburt an Überzuckerung. Kitten die überleben, haben eine Lebenserwartung von ungefähr 12 bis 14 Monate. Zu Beginn entwickeln sie sich unauffällig, ab dem fünften Lebensmonat beginnt die neuromuskulären Degeneration, an der die Jungtiere letztendlich versterben. Es gibt einige Norwegische Waldkatze Züchter, die Norwegische Waldkatzen Kitten der zweiten Generation verkaufen.

Häufig leidet diese Katzenrasse an einer Entzündung des Herzmuskels, der Hypertrophen Kardiomyopathie, kurz HCM genannt. Viele Norwegische Waldkatze Züchter lassen ihre Katzen mittels Ultraschall untersuchen, um sicher zu gehen, dass die Katze HCM nicht weitervererben kann. Wenn Sie eine Norwegische Waldkatze kaufen, lohnt sich ein Blick auf die Homepage des Züchters, ob die entsprechende Ultraschalluntersuchung durchgeführt wurde.

Die Pyruvatkinase Defizienz, kurz PK genannt, ist eine Erkrankung, an der auch Menschen und Hunde erkranken können. Den Erythrozyten, also den roten Blutkörperchen fehlt das Enzym Pyruvat-Kinase. Dieses Enzym ist aber für die Energiegewinnung der roten Blutkörperchen wichtig. Das fehlende Enzym verkürzt die Lebenserwartung der Norwegische Waldkatze und die Tiere leiden an einer chronischen Anämie, die sich in Form von Schwäche, Müdigkeit, Fieber, blassen Schleimhäuten und Lebererkrankungen bemerkbar macht.

Natur pur

Besitzer einer Norwegischen Waldkatze müssen dem Vierbeiner viel Lebensraum zur Verfügung stellen. Entweder einen hohen Kratzbaum, ein großes Außengehege oder zumindest einen Zugang ins Freie. Die sportlichen Tiere lieben es, auf Bäumen zu klettern und herumzutoben und möchten bei jedem Wetter hinaus in die Natur. Das dichte Fell schützt die Norwegische Waldkatze auf ihrer Entdeckungstour vor Schnee, kaltem Wind und Temperaturen bis zu tiefen Minusgraden.

Die Pflege der Norwegischen Waldkatze

Man könnte meinen, dass die Tiere auf Grund ihres sehr dichten Fells besonders pflegeintensiv sind. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Das halblange, glatte Haar verknotet nicht. Nur während des Fellwechsels braucht das Haarkleid eine tägliche Pflege mit Bürste und Kamm. Ansonsten übernehmen die Tiere ihre Fellpflege selbst, es reicht alle ein bis zwei Wochen das Fell zu kämmen. Gebadet werden sollten die Tiere nur bei extrem starker Verschmutzung, da sie ein wasserabweisendes Fell besitzen.

Tipp: Mit viel Beschäftigung und Abwechslung beim Spielen und einer richtigen Ernährung bleibt die Norwegische Waldkatze gesund und fit bis ins hohe Alter.

Welche Katzenrasse passt zu mir?

Wer sich für eine Norwegische Waldkatze entscheidet, muss eines haben: viel Zeit. Die Tiere sind sozial, lernbereit und verspielt, gleichzeitig aber auch temperamentvoll und möchten stets beschäftigt werden. Sie folgen den Besitzern auf Schritt und Tritt und werden deshalb als Hund der Katzenrassen bezeichnet. Wer stundenlang von zu Hause weg ist, sollte auf diese Rasse verzichten oder zumindest zwei Norwegische Waldkatzen halten.

Wissenswertes rund um die Norwegische Waldkatze

Fast könnte man meinen, die Norwegische Waldkatze kann sprechen. Die Katzenrasse besitzt eine ganz besondere Eigenschaft. Mit der feinen und unaufdringlichen Stimme gibt sie Katzenlaute von sich und das mit Begeisterung, so als würde sie plaudern und den gesamten Alltag kommentieren.

Die Norwegische Waldkatze schafft es immer wieder in die Medien. Bereits im Jahr 1835 schrieben die beiden Volkskundler Moe und Asbornson über Trollkatzen mit langen und buschigen Schwänzen, die angeblich sogar zaubern konnten. In einem Zeitungsinserat aus dem Jahr 1883 wird nach einer entlaufenen Norwegischen Waldkatze mit blau-grauem Fell gesucht.

Der Schriftsteller Gabriel Scott aus Norwegen veröffentlichte 1912 ein Kinderbuch. Darin erzählte er über die Abenteuer des Norwegischen Waldkaters Solvfaks. In Deutschland erschien dieses Kinderbuch 1952 mit dem Titel Silberpelz. Als die Norwegische Waldkatze 1977 als eigenständige Rasse anerkannt wurde, berichtete sogar das Norwegische Fernsehen darüber.


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