Skip to main content

Orientalisch Kurzhaar

Gewicht Katze kg Ø3,5
Gewicht Kater kg Ø4,5
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkehoch
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftGroßbritannien
Allergiefreundlich

Die Orientalisch Kurzhaar ist eine elegante und anhängliche Rasse, bei der, im Vergleich zu anderen Katzen, auf den ersten Blick sofort die großen Ohren und der schlanke, grazile Körperbau ins Auge stechen. Die Rassekatze gibt es in unterschiedlichen Farben und mit diversen Fellmustern, wie getigert, gestromt, getupft und getickt. Sie sind mittelgroß, wobei die Weibchen durchschnittlich 3,5kg wiegen und die Kater etwa ein Kilo mehr. Die Anschaffung einer Orientalisch Kurzhaar Katze kostet circa 500€ bis 1000€.

Wie entstand die Orientalisch Kurzhaar?

Die Orientalisch Kurzhaar ist aus dem Wunsch heraus entstanden, eine Rasse zu züchten, die vom Körperbau der Siamkatze ähnelt, jedoch nicht das für sie typische Fellmuster, auch Point genannt, mit dunkleren Stellen an den Körperspitzen aufweist.

Orientalisch Kurzhaar Katze OKHDa diese Fellfärbung rezessiv vererbt wird, war es nicht schwierig einfarbige Siamesen zu züchten, da aus der Verpaarung von Katzen mit Point Färbung und einfarbigen Katzen immer Nachkommen ohne Point Muster hervor gehen. Durch die Kreuzung von Siam, Russisch Blau und schlanken Kurzhaarkatzen entstand so in Großbritannien die Orientalisch Kurzhaar, die als eine Varietät der Siam gesehen werden kann, sich aber durch ihre gleichmäßige Fellfärbung und die grünen Augen abhebt.

Seit 1972 ist die Orientalisch Kurzhaar von der C.F.A. zur Registrierung als Katzenrasse akzeptiert und seit 1977 für Wettbewerbe zugelassen. Im Jahr 1995 kam noch die Orientalisch Langhaar, auch Javanese genannt, als Varietät hinzu, die der Kurzhaar abgesehen von der Felllänge gleicht.

Aussehen

Dem Rassestandard der WACC zufolge ist die Orientalisch Kurzhaar eine mittelgroße, sehr schlanke Katze mit langen Beinen und einem dünnen Schwanz. Der Kopf ist keilförmig mit einer langen, geraden Nase und großen Ohren, die oben spitz zulaufen. Die Katzen haben mandelförmige, grüne Augen, die schräg und weit auseinander stehen. Weiße Tiere können auch 2 verschiedene Augenfarben haben, was odd-eyed genannt wird. Das Fell ist kurz und weist eine seidige Struktur mit wenig Unterwolle auf. Laut Rassestandard sind bei der Orientalisch Kurzhaar die Farben schwarz blau, braun, lavender, fawn, rot, creme und weiß zugelassen, sowie deren tabby- und silber-Varianten und alle Farben mit Weißanteil. Als Fehler gelten zu kleine Augen, Schielen und andere Augenfarben als grün oder odd eyed. Auch weiße Stichelhaare und Knoten am Schwanzende zählen dazu.

Verbreitete Krankheiten

Einige Krankheiten sind bei der Orientalisch Kurzhaar besonders verbreitet, was großteils daran liegt, dass einige Zuchten starke Inzucht aufweisen. So leiden viele Katzen dieser Rasse unter Erbkrankheiten, die das Herz oder die Augen betreffen. Eine verbreitete Augenkrankheit ist etwa die PRA (Progressive Retinaatrophie), die zum Erblinden führt. Auch Anämie kommt häufig vor, durch die verschiedene Symptome, wie geringe körperliche Belastbarkeit und Atemnot auftreten. Eine weitere Krankheit, die das Blut betrifft, ist die sogenannte familiäre reaktive Amyloidose, die oft zu Nieren- und Leberinsuffizienz führt. Die Gangliosidose ist ebenfalls verbreitet. Sie bedingt neurologische Störungen und führt zu verfrühtem Tod.

Tipp: Falls man sich also eine Orientalisch Kurzhaarkatze vom Züchter holt, sollte man den Stammbaum genau betrachten und prüfen, dass kein Name von Vorfahren zweimal vorkommt. Auch sollten beide Elterntiere negativ auf die verbreiteten Erbkrankheiten getestet sein, denn so lässt sich das Risiko verringern.

Charakter

Die Orientalisch Kurzhaar ist äußerst intelligent und menschenbezogen. Sie braucht daher viel Aufmerksamkeit, die sie auch durchaus lautstark einfordert, denn die Rassekatze ist generell recht gesprächig.

Schenkt man der Orientalisch Kurzhaar jedoch genug Zuwendung, belohnt sie dies oft mit einer engen Bindung. Die Nähe zu ihrem Halter ist ihr meist sehr wichtig und so folgt sie ihm am liebsten auf Schritt und Tritt. Wegen ihres geselligen Charakters bleibt sie nur ungern länger allein und schätzt auch besonders die Anwesenheit von Artgenossen. Auch wenn sie zusammen mit anderen Katzen gehalten wird, sucht diese Katzenrasse viel Kontakt zum Menschen.

Die Orientalisch Kurzhaar ist neugierig und liebt es daher ihre Umgebung zu erkunden. So sollen einige sogar lernen Schubladen und Türen zu öffnen. Aufgrund ihrer Intelligenz und Menschenbezogenheit sind sie auch häufig sehr gelehrig. Meist bleiben die Orientalisch Kurzhaar Katzen bis ins Erwachsenenalter verspielt und lebhaft.

Pflege & Haltung

Orientalisch KurzhaarBei der Orientalisch Kurzhaar ist es besonders bei der Wohnungshaltung wichtig, vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Da sie verspielt ist und viel Nähe braucht, bleibt sie nicht gerne allein und freut sich über Artgenossen im Haushalt. Die enge Beziehung zum Menschen ist ihr sehr wichtig und daher sollte man sich ausgiebig mit ihr beschäftigen. Meist ist diese Katzenrasse recht umgänglich und lässt sich an andere Haustiere gewöhnen.

Da das Fell der Orientalisch Kurzhaar kurz ist, braucht es nur wenig Pflege und sie haart auch nicht viel. Daher sind sie besser als viele andere Rassen für Menschen geeignet, die an einer Katzenhaarallergie leiden. Um lose Haare zu entfernen, reicht es aus, sie einmal wöchentlich zu bürsten. Wegen ihres dünnen Fells kann es jedoch im Winter draußen für die Katzen schnell zu kalt werden und daher ist die Rasse eher für die Wohnungshaltung geeignet. Bekommen sie trotzdem Freigang, sollte für die Katzen besonders in der kalten Jahreszeit immer die Möglichkeit bestehen, sich an einen warmen Ort zurückzuziehen. Da die Orientalisch Kurzhaar gerne ihre Umgebung erkundet und gut springt und klettert, genießt sie es, wenn die Wohnung mit vielen Kletter- und Aussichtsplätzen ausgestattet ist.

Für wen ist diese Rasse geeignet?

Die Orientalisch Kurzhaar benötigt viel Aufmerksamkeit und sollte daher nur gehalten werden, falls man Zeit hat, sich ausgiebig mit ihr zu beschäftigen, da sonst Verhaltensauffälligkeiten auftreten können. Allerdings ist diese Rasse auch für Allergiker besser geeignet als viele andere Rassen und passt gut in Familien, da sie sich aufgrund ihrer Verspieltheit meist gern mit Kindern beschäftigt.


Erfahrungsberichte

Keine Erfahrungsberichte vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Beitrag? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *