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Perserkatze

Gewicht Katze kg Ø4,5
Gewicht Kater kg Ø6
Katze haart viel
Bewegungsdranggering
Geselligkeitgering
Lautstärkegering
Gesprächigkeitgering
Wohnungshaltung
HerkunftGroßbritannien
Allergiefreundlich


Die Perserkatze – eine Schönheit aus Tausendundeiner Nacht!

Ruhig, verschmust – schon der Adel hatte seine Freude an dieser Katzenrasse. Heute gilt die Perserkatze als eine der beliebtesten Haustiere überhaupt. Was Sie im Zusammenleben mit diesen Geschöpfen noch beachten sollten, erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag.

Geschichte & Herkunft der Perserkatze

Die Perserkatze steht für eine sehr alte Rasse, deren Herkunft nicht ganz eindeutig ist. Vermutungen zufolge liegt ihr Ursprung in der Kreuzung von russischen oder persischen Langhaarkatzen und Angorakatzen. Nachvollziehbar ist auch die Theorie, dass die Vierbeiner im heutigen Iran (Persien) entstanden und sich weiterhin im orientalischen Raum ausbreiteten, bis sie ungefähr im Jahre 1500 die Türkei erreichten.

Tipp: Langhaarkatzen aus diesem Gebiet werden als Angora bezeichnet, ein Begriff, der als ehemaliger Name für Ankara stand.

Zwei Jahrhunderte später gelangten sie auf dem Seeweg entweder von Persien oder aus der Türkei nach Europa. Hier erregten sie aufgrund ihres Felltyps großes Aufsehen. Besonders die Damen in den Adelskreisen waren entzückt und schmückten sich mit der persischen Anwesenheit. Neben der Türkischen Angora galt sie als Luxusgeschöpf der Mächtigen und Reichen. Während dieser Zeit besaßen die Katzen jedoch noch keine abgeflachte Nase. Auch ihr Körperbau war weniger gedrungen.

perserkatzeUnter den Katzen, die damals vorwiegend weiß waren, bildeten sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Typen heraus, mit denen man weiterzüchtete. Letztendlich wurde die Katze mit dem dickeren Kopf und flacheren Gesicht sowie dem kompakteren Körperbau bevorzugt.

Ende des 19. Jahrhunderts begann in England eine überschaubare Zucht der Perserkatzen. Selbst Queen Victoria war im Besitz von derartigen Perserkatzen. Der große Run erreichte auch die USA. Dort stieg die Nachfrage derart an, dass eine regelrechte Massenzucht einsetzte. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit der edlen Tiere galt nur noch das niedliche Aussehen. Verantwortungsvollen Züchtern in Europa gelang es allerdings, weiteres Leid abzuwenden. Gemeinsam versuchten sie, die Züchtungen den entsprechenden britischen Vorgaben anzupassen und dabei auch gesundheitliche Aspekte der Perserkatze zu beachten.

Erscheinungsbild und Aussehen

Aufgrund der Tatsache, dass die Perserkatze mittlerweile in vielen Ländern gezüchtet wird, sind die Farbvarianten enorm. Auch der Körperbau weist zahlreiche Unterschiede auf. Um jedoch der Fantasie Grenzen zu setzen, oder einer Überzüchtung vorzubeugen, existieren gewisse Rassestandards.

Prinzipiell besitzen aller Perserkatzen einen muskulösen Körperbau mit kurzen, kräftigen Beinen. Neugierig erstrahlen die großen Augen und unterstreichen die runde Kopfform mit den verhältnismäßig kleinen Ohren. Ein typisches Erkennungsmerkmal stellt die Nase dar. Sie zeigt sich als „Stopp“, dem Absatz zwischen Stirn und Nasenspitze. Die Fellfarben sind vielfältig.

Rassestandard nach Fédération Internationale Féline (FIFé)

  • Größe: mittelgroß, vereinzelt groß
  • Gewicht: Das Gewicht einer Perserkatze sollte – je nach Größe – sieben Kilogramm nicht überschreiten.
  • Kopf: Die Perserkatze besitzt eine gut proportionierte, runde Schädelform mit vollen Wangen und einem breiten Kiefer. Die Nase ist kurz und breit, darf jedoch keine Stupsnase bilden. Nasenrücken und Nasenspiegel sind breit. Die Nasenlöcher müssen gut geöffnet sein, um ein freies Atmen zu ermöglichen. Der Stopp befindet sich zwischen den Augen. Unzulässig ist er unterhalb des unteren und oberhalb des oberen Augelides
  • Ohren: Die kleinen, leicht abgerundeten Ohrspitzen sind mit Haarbüscheln ausgestattet und stehen weit auseinander.
  • Augen: Die ausdrucksstarken, großen und runden Augen sind weit auseinander. Die einzelne Fellfarbe bestimmt die jeweils erlaubte und zugeordnete Augenfarbe. Es sind fast alle Farbnuancen vertreten.
  • Körper: Brust, Schulter und Rücken sind breit und muskulös. Der Körperbau der Perserkatze wirkt gedrungen und sitzt relativ tief den Beinen auf.
  • Beine: Die kurzen Beine müssen kräftig ausgebaut sein, um dem Körpergewicht entgegenzuwirken. Die Pfoten sind groß und rund. Sie sollten nach Möglichkeit Haarbüschel zwischen den Zehen besitzen.
  • Schwanz: Der buschige Schwanz der Perserkatze besitzt eine leicht abgerundete Spitze. Die Schwanzlänge steht im Verhältnis zum Körper.
  • Fell: Das Fell ist dicht und lang mit einer feinen und seidigen Textur, die ähnlich einer Halskrause, Schultern und Brust bedeckt. Sie darf keinesfalls mit einer wolligen Struktur ausgestattet sein. Perserkatzen gibt es in über 200 Fellfarben und Fellmuster. Man unterscheidet einfarbig bis mehrfarbig, colourpoint, rauchfarben, gestromt, schattiert und „getippt“ in den Haarspitzen.

Charakter und Erziehung

Perserkatzen eilt der Ruf voraus, die friedlichste Katzenrasse der Welt zu sein. In diesem steckt durchaus viel Wahrheit. Die Tiere lieben die Gemütlichkeit und lassen sich auch in der größten Hektik kaum aus der Ruhe zu bringen. Und dennoch wird es mit ihnen nie langweilig. Möchte der vierbeinige Fluffy nämlich etwas erreichen, bedient er sich seiner Intelligenz und Willensstärke. Dem Charmeur mit dem treuherzigen Blick aus den großen Kulleraugen können selbst Frauchen und Herrchen nicht widerstehen. Also gilt für Fluffy: Ziel erreicht! Ebenso bestimmt die Perserkatze nach eigenem Willen den Zeitpunkt für Schmusen und Kuscheln.

Tipp: Gelegentlich wird dieser Charakter auch als dickköpfig und stur eingeordnet. Wer also eine Perserkatze kaufen möchte, sollte diese Tatsache bei der Erziehung berücksichtigen.

Ebenso darf ein unerwünschtes Verhalten der Perserkatze nicht durch übermäßige Schmuseeinheiten toleriert werden. Die Verknüpfung von Ursache und Wirkung kann auf diese Weise zu fatalen Fehlern führen. Findet das Kätzchen einmal Gefallen an den „falschen“ Belohnungssignalen, wird sie ihr Verhaltensmuster kaum ändern. Der Besitzer braucht also viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Dennoch ist die gutmütige Perserkatze für Anfänger bestens geeignet.

Eine Perserkatze ist überaus spielfreudig und genießt die Aufmerksamkeit innerhalb der Familienmeute. Fremden gegenüber wirkt der Wollknäuel eher misstrauisch und zurückhaltend. Die Perserkatze kann durchaus ein Lebensalter von 13 bis ungefähr 18 Jahren erreichen.

Haltung und Pflege

Für die Haltung des Tieres ist eine katzengerechte Wohnung völlig ausreichend. Durch ihr ruhiges Temperament besitzen sie auch keinen ausgeprägten Freiheitsdrang. Sie beobachten das hektische Treiben draußen lieber von einem gemütlichen Plätzchen auf der Fensterbank. Ausreichend Freiraum sollte die Wohnung dennoch bieten. Kratz- und Kletterbäume werden oftmals ignoriert. Sie bieten aber eine weitere Liegefläche auf „höherer Ebene“. Ein besonderes Highlight für die Perserkatze sind Rückzugsorte in Form kleiner Kuschelhöhlen.

Tipp: Der größte Aufwand obliegt der Fellpflege. Das lange Fell neigt stark zu Verfilzung und Knotenbildung. Dadurch zählen Bürsten und Entwirren der Haarpracht zu den täglichen Pflichtaufgaben. In der Regel genießen bereits Babykatzen die für sie noch kleineren Massageeinheiten.

Rassebedingte Krankheiten

Aufgrund von Überzüchtungen in den vergangenen Jahrzehnten hat die Perserkatze noch heute mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die Kurzköpfigkeit (Brachycephale Syndrom) bedingt verengte Nasenöffnungen. Betroffene Katzen atmen schwer und leiden mitunter an Atemnot. Typische Anzeichen bilden dabei laute Atemgeräusche, die selbst im Ruhezustand auftreten können.

Auch tränende Augen oder Nierenerkrankungen sind anzutreffen. Die erblich bedingte Nierenzyste kann über einen Gentest der Elterntiere ausgeschlossen werden.

Tipp: Nicht alle Perserkatzen sind von Krankheiten betroffen. Wer dem vorbeugen möchte, sollte bei einem seriösen Züchter seine Perserkatze kaufen. Diese Züchter steht die Gesundheit der Tiere im Vordergrund.

Perserkatze – für wen geeignet?

Die Rasse der Perserkatze passt hervorragend für Menschen, die ebenso die Ruhe lieben. Senioren fühlen sich mit der Anwesenheit eines Tieres nicht mehr allein. Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Gleichzeitig ist die Perserkatze auch prima für Familien mit Kindern geeignet. Die Kleinen sollten allerdings in der Lage sein, die Bedürfnisse des Tieres zu respektieren.

In der Regel stellen Hunde oder andere Haustiere keine Probleme dar. Im Gegenteil! Eine Perserkatze lässt sich selbst durch tierische Artgenossen nicht aus der Ruhe bringen!

Schon mal gehört?

Nicht nur der Mensch allein, sondern auch Tiere besitzen schauspielerische Talente. Eine Perserkatze schaffte es sogar in einen Film der Reihe „James Bond 007“.


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