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Sibirische Katze

Gewicht Katze kg Ø5
Gewicht Kater kg Ø8
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeitgering
Lautstärkegering
Gesprächigkeitgering
Wohnungshaltung
HerkunftRussland
Allergiefreundlich


Ein Schmuser mit dickem Fell

Langeweile kommt bei dieser Katzenrasse kaum auf. Die Sibirische Katze besitzt einen tollen Charakter, der durch unterschiedliche Eigenschaften bestimmt wird. Nicht umsonst beschreiben Fans diese Rasse auch als ideale Familienkatze!

Herkunft und Entstehung der Sibirischen Katze

Der Name ist perfekt gewählt. Tatsächlich stammt die urwüchsige Halblanghaarkatze aus den riesigen Gebieten Nordrusslands und der Ukraine. Über ihre Vorfahren kann jedoch nur spekuliert werden, denn es handelt sich bei dem Vierbeiner um eine rein natürliche, ohne züchterische Zugaben, entstandene Rasse. Ihr dichtes Fell gab ihr Schutz vor der klirrenden Kälte. Noch heute soll sie dort als Hauskatze leben. Die Bewohner nannten sie damals liebevoll „Sibirskaja Koschka“ – der schlichte Begriff für Sibirische Katze. Normalerweise beinhaltete der Begriff alle korpulenten Katzen mit prächtigem Langhaarfell. In Europa war die lange Variante eher selten vertreten. Dennoch wurde die Sibirische Katze bereits 1864 literarisch in „Brehms Tierleben“ als langhaarige Katze aus Sibirien aufgeführt und zählt somit zu den ältesten Hauskatzenrassen. Wie die Population jedoch zu ihrer Langhaarpracht kam, bleibt weiterhin ungeklärt.

Im Jahre 1871 zeigte sich die russische Schönheit im Londoner Crystal Palast zur weltweit ersten Katzenausstellung. Sie galt damals noch nicht als offizielle Rasse, sondern wurde einfach nur als eine schöne Katze aus Russland präsentiert.

Danach herrschte lange Zeit Ruhe um die Tiere. Erst nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion tauchten wieder einige Vertreter auf. In Deutschland war die Rassekatze anfangs noch als „Sibirische Waldkatze“ bekannt. Später einigte man sich auf „Sibirische Katze“. Die Namensänderung erfolgte aufgrund der Verwechslungsgefahr mit der „Norwegischen Waldkatze“, die eine ähnliche Optik aufwies.

Im Jahre 1992 erkannte die World Cat Federation (WCF) die Sibirischen Vierbeiner als eigenständige Rasse an. Sechs Jahre später (1998) erfolgte die Anerkennung ebenfalls durch die Fédération Internationale Féline (FIFé):

Merkmale und Erscheinungsbild als Rassestandard nach FIFé

Die kräftig gebaute Sibirische Katze zählt zu den mittelgroßen bis großen Fellnasen. Ihre mittellangen Beine sind besonders muskulös, um den Körper zu tragen. Dieser ist gut proportioniert und wirkt fast rechteckig. Eine Katze erreicht problemlos vier bis sechs Kilogramm; beim Kater pendelt die Waage sogar zwischen sechs bis neun Kilogramm. Dem kurzen Hals sitzt ein breiter Kopf mit sanften Rundungen auf. Das Kinn ist minimal nach hinten gebogen. Die Ohren der Sibirischen Katze stehen weit auseinander und neigen sich leicht nach vorn.

sibirische-KatzeDer Blick der Sibirischen Katze ist lebendig. Sie besitzt leicht schräg gestellte und oval geformte Augen, die weit auseinender stehen. Der Augenfarbe sind keinerlei Grenzen gesetzt, auch zweifarbige sind möglich. Eine klare Augenfarbe wird jedoch bevorzugt.

Der Schwanz weist eine besondere Charakteristik auf. Er ist sehr buschig und zum Schwanzende leicht spitzläufig. Zudem reicht seine Länge sogar bis zum Schulterblatt.

Die Rassekatze verfügt über ein halblanges, gut entwickeltes und sehr dichtes Fell. Es ist doppellagig, wobei das Unterfell kaum anliegt. Das glänzende, feste Deckhaar ist mit seiner wasserabweisenden Eigenschaft den ursprünglichen Lebensumständen angepasst. Mit Ausnahme von pointed Abzeichen (lilac, chocolate, fawn und cinnamon) sind alle Farben zugelassen. Besonders charakteristisch sind die weißen Fellausprägungen an verschiedenen Körperteilen:

  • weißer Bauch
  • weiße Pfoten
  • weißer Bauch
  • weiße Flamme
  • weißes Medaillon

Weiterhin gibt es große Unterschiede zwischen Winter- und Sommerfell. Das Winterfell ist lang und dicht mit einer vollen Halskrause, intensiver Hemdbrust sowie dichten Fellbüscheln an den Pfoten. Ein idealer Schutz bei frostigen Temperaturen! Das Sommerfell hingegen besitzt keine Unterwolle und ist auch deutlich kürzer als das Fell im Winter.

Geeignet für Allergiker?

In der Tat! Vertreter dieser Rasse sind durchaus als allergikerfreundliche Katzen einzustufen. Verantwortlich hierfür ist ein spezielles Enzym, das im Vergleich zu anderen Rassen bei der Sibirischen Katze nur in geringem Umfang vorhanden ist. Es handelt sich um ein im Speichel der Katze befindliche Protein Fel-d1, auf das die meisten Allergiker reagieren. Sobald die Katze ihr Fell ableckt, verteilt es sich nicht nur in und auf den Haaren, sondern gelangt zusätzlich noch in ihr gesamtes Umfeld. Der Allergiker befindet sich demnach permanent in einer Schusslinie. Trotzdem kann es vorkommen, dass man auf ein Tier intensiv reagiert und bei einem anderen Gesellen keinerlei Symptome zeigt.

Wer sich dennoch unsicher ist, sollte noch vor dem Kauf aktiv werden. Bei einem Züchter gibt es bestimmt Gelegenheit, mit den Kätzchen in Kontakt zu treten. Mal sehen, was danach passiert! Bei einer kompletten Allergiediagnostik mit Pricktest (Antikörper im Serum) lässt sich die tatsächliche Stärke der Allergie analysieren.

Tipp: Idealerweise kann hierbei sogar eine Fellprobe des potentiellen Kätzchens über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Keinesfalls sollte die Auswahl des Stubentigers auf gut Glück erfolgen. Eine plötzlich abgebrochene Beziehung hinterlässt nämlich nicht nur beim Menschen Wunden; auch ein Tier verspürt das Leid!

Haltung, Charakter und Pflege der Rasse

Die Sibirische Katze besitzt einen relativ hohen Bewegungsdrang. Um diesen zu bändigen, sollte sie in der Wohnung ausreichend Platz und Klettermöglichkeiten vorfinden. Auf einem hohen, standsicheren Kratzbaum hat sie stets einen gewissen Überblick über ihre „Familienmeute“. Ideal ist auch gut gesicherter Balkon. Ebenso kann die Haltung der Sibirischen Katze auch als Freigänger erfolgen. Diese Variante wäre für die Sibirische Katze sicherlich die absolute Vorzugsvariante. Ihrem Naturell als Jägerin ensprechend wird sie sicherlich auch die Jagderfolge mit nach Hause bringen. Sparen Sie daher nicht mit Lob, wenn der Katzentiger sein „erlegtes Wild“ vor der Haustür präsentiert. Neben Mäusen, oder Ratten kann sie durchaus auch mal einen Jungvogel erwischen. Katzen kennen eben keinen Unterschied!

Die Sibirische Katze braucht die Beziehung zu ihren Menschen. Besonders mag sie mit Kindern toben und ihre Verstecke auskundschaften. Weiterhin sollte sie nicht als Einzelkatze gehalten werden. Ratsam wäre deshalb, über einen tierischen Mitbewohner nachzudenken.

Ansonsten gehörte die Samtpfote zu den pflegeleichten Vierbeinige. Die Fellpflege im Sommer übernimmt die Sibirische Katze gleich selbst. Nur während des Fellwechsels und beim Winterfell braucht sie Unterstützung durch wöchentliches Bürsten und Kämmen.

Eine Ausnahme bildet der buschige Schwanz – das Prachtexemplar der Sibirischen Katze. Dessen Bürsteneinheiten sollten nur unter allergrößter Vorsicht erfolgen, denn ausgerissene Schwanzhaare brauchen mindestens eine Dauer von drei Jahren, um wieder ihre volle Länge zu erreichen.

Welche Krankheiten können auftreten?

Meist sieht der Tierarzt die Sibirische Katze nur während notwendiger Impfungen, seltener wegen akuter Beschwerden. Bei den sibirischen Vierbeinern handelt es sich um eine der gesündesten und äußerst robusten Katzenrasse. Sie können durchaus ein Lebensalter von ungefähr 15 bis 18 Jahren erreichen. Erbkrankheiten sind bislang keine bekannt. Die Gefahr hierfür steigt allerdings bei Inzucht oder vermehrter Kreuzungen mit fremden Rassen. Um hier Einhalt zu bieten, existieren in Deutschland strenge Auflagen und zahlreiche Kontrollorganisationen. Die World Cat Federation (WCF) fordert beispielsweise, dass derartige Einkreuzungen erst von der Richterkommission genehmigt werden müssen.

Dennoch können den Naturburschen auch Viruserkrankungen oder Infektionen treffen. Übrigens gibt auch der jeweilige Fellzustand der Katze Hinweise auf bestehende Gesundheitsprobleme. Eine spröde, struppige und glanzlose Haarpracht oder Verklebungen sind erste Hinweise. Gleichzeitig kann auch Desinteresse an der regulären Fellpflege alarmierend sein. Treten zusätzlich noch Appetitlosigkeit oder Müdigkeit auf, muss der Tierarzt nach den Ursachen suchen!

Schon gewusst?

Sibirische Katzen besitzen kleine „Schneeschuhe“. So nennt man die Fellbüschel an der Unterseite der Pfoten. Sie dienen den Sibiriern als optimaler Kälteschutz bei winterlichen Bodenverhältnissen.


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