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Thaikatze

Gewicht Katze kg Ø4
Gewicht Kater kg Ø4,5
Katze haart viel
Bewegungsdranghoch
Geselligkeithoch
Lautstärkehoch
Gesprächigkeithoch
Wohnungshaltung
HerkunftThailand
Allergiefreundlich

Häufig werden die Katzenrassen Siamkatze und Thaikatze verwechselt. Dies kommt nicht von ungefähr, denn beide Katzenrassen stammen aus Thailand, dem ehemaligen Siam, ab. Wenn man es genau nimmt, dann ist die Thaikatze auch die Ur-Siam-Katze und wird auch heute noch oft unter dem Namen Old Style Siamese Cat geführt. Garantiert handelt es sich bei der Thaikatze um eine liebevolle Exotin, die mit ihrem ganz speziellen Charakter, ihrem markanten Aussehen, viel Temperament und mit einer ausgeprägten Liebenswürdigkeit besticht.

Die Thaikatze – Herkunft und Geschichte

Obwohl die Thaikatze als ursprüngliche Rassekatze der Siamkatze gilt, wird diese Rasse erst seit dem Jahr 1970 geführt. Zu diesem Zeitpunkt fand eine konkrete Abspaltung zwischen Thaikatze und Siamkatze statt. Seit 1990 wird die Thaikatze auch vom WCF offiziell geführt.

Ihr Ursprung geht bereits auf das 14. Jahrhundert zurück. Diese Rassekatze wurde zu damaliger Zeit bereits im Tamra Maew, einem Buch über Katzenrassen in Versform und Bildern, erwähnt. Die Abspaltung von den heutigen Siamkatzen musste aus jenem Grund passieren, da es immer populärer wurde, noch schlankere, größere und grazilere Thaikatzen zu züchten. Auch bei den Augen der Thaikatze wurde eine Augenform mit immer ausgeprägterer Mandelform forciert. Die Thaikatze und deren Züchter möchten jedoch den typvollen Ursprung dieser Rasse erhalten.

Die Thaikatze – Aussehen, Rassestandard und Fehler

Laut dem Thai Standard aus dem Jahre 2010 besagt die WCF, die World Cat Federation, dass die Thaikatze einen mittelgroßen und muskulösen Körper haben muss. Sie sollte schlank und elegant sein und darf nicht plump, gedrungen oder zu lang sein. Die Beine der Thaikatze sind mittellang und enden in abgerundeten Pfoten.

Thaikatze Auch der Schwanz ist mittellang und verjüngt sich zum Ende hin etwas. Der Kopf darf nicht rund sein, sondern muss sich als modifizierter Keil präsentieren. Der Kopf der Thaikatze hat leicht gerundete Konturen und das Profil ist sanft geschwungen. Die Augenhöhlen sind ebenfalls sanft eingebuchtet und das Kinn und der Unterkiefer sind kräftig. Die Schnauze ist abgerundet und die Ohren sind mittelgroß. Sie stehen weit auseinander, sind im Ansatz breit und am Ende leicht abgerundet.

Die Augen sind groß und leicht schräg gestellt. Das Ober Lid präsentiert sich mandelförmig und die Unterseite des Auges ist rund. Markant für die Thaikatze ist natürlich das intensive Blau der Augen. Eine Thaikatze besitzt ein seidiges Fell und keine Unterwolle. Als Fehler gilt ein welliges Fell mit Unterwolle. Ebenfalls sind sämtliche Merkmale, die auf eine Einkreuzung anderer Rassen schließen lassen, nicht erlaubt. Auch runde Augen, ein deutlicher Stop und ausgeprägte Wangen gelten als Zuchtfehler.

Thaikatze – Steckbrief

  • Lebenserwartung: bis 18 Jahre
  • Gewicht: 3 kg bis 5 kg
  • Größe: mittelgroß
  • Fellfarbe: seal, creme, foreign white, rot, cream-point, lilac, blue und chocolate
  • Fellänge: kurzhaar, ohne Unterwolle

Verbreitete Krankheiten der Thaikatzen

Durch Zuchtfehler und Gendefekte kann es bei der Thai Katze zu Augenkrankheiten und zum Schielen kommen. Auch leiden Thai,- aber auch Siamkatzen vermehrt unter einem Netzhautschwund. Auch Herzfehler und Stoffwechselerkrankungen kommen bei diesen asiatischen Samtpfoten etwas häufiger vor als bei anderen Katzenrassen. Die kleinen Thais erkranken auch vermehrt an einer Verhaltensstörung, die unter dem Namen Pica Syndrom bekannt ist. Hier frisst die Katze einfach alles, schluckt Wolle, Kunststoff und Unverdauliches und leidet hinterher an massiven Verstopfungen, die in vielen Fällen sogar operativ beseitigt werden müssen.

Charakter und Wesen der Thai Katze

Die Thaikatze ist ein sehr auf den Menschen bezogener Vierbeiner. Sie liebt die Gesellschaft und ist nicht gerne alleine. Thai Katzen begleiten Herrchen und Frauchen durchs ganze Haus und sitzen auch gerne am Badewannenrand und leisten ihren Menschen Gesellschaft. Thai Katzen verstehen sich auch mit anderen Katzen und sogar mit Hunden sehr gut. Voraussetzung ist natürlich immer eine Sozialisierung, am besten im jungen Alter.

Thai Katzen sind fordernd und bestehen auf ihre Streicheleinheiten. Sie sitzen gerne auf dem Schoss von Frauchen oder Herrchen.

Tipp: Die Thais sind sehr treu und intelligent. Diese Samtpfoten sind lernfähig und lassen sich beinahe so gut wie Hunde trainieren.

Pflege und Haltung einer Thai Katze

Wegen des kurzen Fells ist die Pflege einer Thai Katze absolut simpel. Es reicht, die Katze einmal pro Woche ordentlich zu bürsten. Auch kann diese Rasse gerne einige Stunden alleine zu Hause bleiben. Jedoch benötigt die Thai Katze eine ordentliche Auslastung. Ausgiebige Spiele vor oder nach dem Alleine-sein, ein ansprechender Kratzbaum, eine gute Aussicht, welche die Neugierde befriedigt, oder im besten Fall ein Spielkamerad sind obligatorisch.

Für wen ist eine Thai Katze geeignet?

Bei dieser Rasse handelt es sich um ausgesprochen gute Familienkatzen. Die Thai Katze spielt gerne mit Kindern und liebt die Abwechslung. Nur streicheln, fressen und schlafen ist der Exotin aus Thailand zu wenig.

Wer sich gerne ausgiebig mit seiner Samtpfote beschäftigt, ist mit einer Thai Katze bestens beraten. Diese Katzen sind tolle Wohnungskatzen, benötigen jedoch Freiraum um zu spielen, zu jagen und zu klettern.

Tipp: Als Freigänger sind Thai Katzen wenig geeignet. Da sie sehr freundlich und neugierig sind, ist die Gefahr zu groß, dass sie von Fremden einfach behalten werden. Der Balkon, die Terrasse oder der Garten sollten unbedingt gut gesichert sein. Thai Katzen lieben auch Ausflüge mit ihren Menschen und gewöhnen sich schnell an eine Katzenleine.

Schon gewusst?

Thai Katzen sind sehr besitzergreifend und können durchaus eifersüchtig reagieren. Diese Rasse hat meist in der Familie eine starke Bezugsperson. Dieser folgt sie beinahe wie ein Hund – absolut loyal uns treu. Thai Katzen werden häufig auch als „von innen Hund und von außen Katze“ bezeichnet.


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