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Wie alles begann 2.0 – Als Karl bei uns einzog

Jetzt weißt Du ja schon, wie Frieda in unser Leben getreten ist und damit Karl sich nicht vernachlässigt fühlt, kommt hier der zweite Teil von „Wie alles begann“, Version 2.0 quasi.

Eine Katze ist nicht genug

Das dachten wir uns zumindest, nachdem Frieda fast eineinhalb Jahre bei uns gewohnt hat. Dadurch, dass Frieda immer anhänglicher wurde, hatten wir etwas Sorge, dass sie doch einsam ist, wenn sie über längere Zeit alleine zuhause ist. Normalerweise macht man sich bei Katzen ja keine Gedanken, denn sie können sich gut alleine beschäftigen und „brauchen“ uns Menschen nicht so dringend wie ein Hund zum Beispiel. Frieda ist da etwas anders.

Gerade, wenn ich den Tag über nicht zuhause war und dann abends heimkam, brauchte Frieda erst einmal mindestens zehn Minuten Streicheleinheiten. Zum Glück gehört sie nicht zu den Katzen, die aus Frust auf das Sofa machen oder ähnliches, aber ich habe mich doch manchmal schlecht gefühlt, wenn wir viel unterwegs waren. Das war der eine Grund dafür, dass wir Karl zu uns geholt haben.

Der kleine Karl <3

Der andere Grund war, dass es das Beste für Karl war. Wir haben von Bekannten von Bekannten, also um fünf Ecken, erfahren, dass ein kleines Katerchen existiert, seine Mutter leider aber vier Wochen nach der Geburt nicht mehr auffindbar war. Die Besitzer von Karl haben seine Mama scheinbar sehr früh nach der Geburt wieder aus dem Haus gelassen und sie ist nicht wiedergekommen.

Die Geschwister von Karl wurden kurz darauf ebenfalls weggegeben und unser Kater war mit sechs Wochen ganz alleine. Nun ist es so, dass Katzen mindestens neun, wenn nicht sogar besser zwölf Wochen bei der Mutter sein sollten, bevor sie in ein neues Zuhause kommen. Du kannst Dir wahrscheinlich schon denken, wieso es dann die beste Option für Karl war, zu uns zu kommen, auch wenn er erst sechs Wochen alt war.

Große Schwester Frieda

Unsere Frieda hat ein sehr ruhiges Wesen, weswegen wir gehofft haben, dass sie schnell Muttergefühle für Karl entwickelt und sich gut um ihn kümmern wird. Es hat zwar fast zwei Tage gedauert, bis sie sich näher an ihn herangetraut hat, aber ab diesem Zeitpunkt war sie wie eine große Schwester für ihn. Sie hat mit dem kleinen Karl gespielt, ihn geputzt und neben ihm geschlafen. Gerade auf dem Foto unten, auf dem die beiden gemeinsam zu sehen sind, kannst Du erkennen, wie winzig Karl war.

Nur Flausen im Kopf

Karl hat sich seitdem super entwickelt und hält uns immer wieder auf Trapp. Gerade mit seiner „großen Schwester“ spielt er auch heute noch gerne. Das Einzige, was Karl nie wirklich gelernt hat, ist das Teilen. Frieda hat ihm bisher nie Anlass gegeben, Angst um seine Sachen zu haben, aber egal ob Futter oder Spielzeug, Karl will alles für sich selbst haben. Da ist es gut, dass Frieda nicht nachtragend ist und sich einfach eine andere Ecke zum Spielen sucht. Gerade Karls „dolle fünf Minuten“ haben uns schon oft ein Lachen aufs Gesicht gezaubert und seine Erscheinung sah vor allem damals recht komisch aus.

Eine kleine Fledermaus

Schon der Tierarzt hat mir beim ersten Besuch mit Karl erzählt, dass seine Ohren viel zu groß für seinen Körper sind. Auch waren seine Beine unglaublich lang. Inzwischen ist Karl in seine Ohren „reingewachsen“, auch wenn sie immer noch groß und dadurch sehr weich sind. Die Beine sind auch immer noch etwas überproportioniert. Deswegen wird er oft Fledermaus oder Giraffe genannt. Alles in allem bestand zwar ein kleines Risiko, den kleinen Karl mit der großen Frieda bekannt zu machen, wir bereuen unsere Entscheidung aber kein bisschen und freuen uns, dass Karl ein Teil unserer Familie geworden ist.

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