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Senioren Katzen brauchen viel Liebe

Der richtige Umgang mit Senioren Katzen

Gehört Deine Samtpfote schon zu den Senioren? Nach und nach ändern sich die Bedürfnisse Deiner Katze. Darauf kannst Du Dich aber rechtzeitig einstellen und das Zusammenleben mit ihr auch weiterhin genießen.

Ist Deine Katze ein Senior mit ausgeprägtem Schmusebedürfnis oder gehört sie zu den Draufgängern, die selbst mit 14 Jahren noch wie ein Blitz durch die Gegend sausen und herumtollen? Und wann hat sie nur grade eine ausgeprägte Ruhephase oder ist es tatsächlich der Beginn eines altersbedingten Zurückschraubens der Aktivität?
Wenn man bedenkt, dass bis vor einigen Jahren eine Katze schon ab 8 Jahren zu den Senioren gezählt wurde, haben sich mittlerweile sowohl die Lebenserwartung wie auch die Beibehaltung der Aktivität erheblich gesteigert. Vor allem Wohnungskatzen können bis zu 20 Jahren alt werden. Das ist eine lange, wunderbare und verantwortungsvolle Zeit.

Rücksicht nehmen auf den Katzen Senior – was ändert sich?

Auch bei einer älteren Katze musst Du auf Spieleinheiten nicht verzichten. Du solltest aber die Art und Weise anpassen, wie Du mit ihr spielst. Wilde Hetzjagden und Sprünge nach Federpuscheln oder Laserpunkten, die den Puls und die Atmung in die Höhe treiben, solltest Du durch ruhigere Spielvarianten und „einfaches“ Spielzeug wie Stoffmäuse* oder Klapperbälle* ersetzen. Lass Deine Katze selber entscheiden, ob sie die wilde Jagd anstimmt, oder ihr Spielzeug nur mit der Pfote durch die Gegend schubst. Ist sie hinterher aber immer völlig außer Atem, solltest Du tierärztlich abklären lassen, woran es liegen könnte.

Schau Dir Deine Wohnung einmal aus Sicht Deiner Katze an. Schafft sie noch den Sprung auf die die Fensterbank, oder möchte sie von Dir hochgehoben werden?
Versuche zu vermeiden, dass Deine Katze – egal wie fit sie ist – Sprünge aus großer Höhe machen muss. Der Kratzbaum hat vielleicht auch Platz neben der Couch, so dass Deine Samtpfote nicht aus knapp 1,50 oder 2 m direkt auf den Fußboden springen muss. Du solltest ihr auch den Zugang zu beliebten Aussichtsplattformen erleichtern. Zusätzlich können Hindernisse, die bis jetzt immer problemlos übersprungen wurden, irgendwann zur Verletzungsgefahr werden, weil die Sprungkraft mit der Zeit doch nicht mehr ganz reicht.

Die Katzentoilette*, besser sogar noch, falls es die Räumlichkeiten zulassen, eine zweite, stellst Du am besten an einem ruhigen, leicht erreichbaren Ort auf. Sie soll stabil und mit niedrigem Einstieg ausgerüstet sein. Deine Katze mag Hektik immer weniger und freut sich, wenn sie ihr Geschäft in Ruhe erledigen kann. Im Alter nimmt die Schreckhaftigkeit gegenüber Lärm ebenfalls zu und kann dazu führen, dass wenn z.B. die Katzentoilette an einem Ort mit großer Lärmbelästigung steht, für das Geschäft ein ruhigerer Platz einfach woanders aufgesucht wird.

Ernährung im Alter

Im Fachhandel gibt es eine sehr große Bandbreite an verschiedensten Katzenfuttersorten. Darunter auch spezielles Futter, das auf die Bedürfnisse älterer Katzen abgestimmt ist. Es gibt allerdings kein festes Alter, ab wann eine Katze zu den Senioren gehört. Manche Katzen sind auch mit 11 oder 12 Jahren noch topfit. Beobachte Deine Katze – wie bewegt sie sich, wie viel Ausdauer hat sie? Einer aktiven Katze solltest Du auf keinen Fall die Kalorienzufuhr kürzen, nur weil sie ein bestimmtes Alter erreicht hat. Wer sich mehr bewegt, braucht entsprechende Nahrung und keine Diät. Vor allem, wenn keine Gegenanzeigen wie chronische Erkrankungen bestehen, die u. U. ein Spezialfutter erforderlich machen.

Falls Du Dir nicht sicher bist, ob Das Futter Deiner Wahl immer noch das richtige ist, sprich Deinen Tierarzt darauf an. Z.B. beim Check, der die jährlichen Impfungen begleitet. Größere Praxen bieten sogar auch extra Ernährungsberatung an. So kannst Du auch herausfinden, welche Nahrungsergänzungsmittel für Deine Katze geeignet sind, und in welcher Menge Du sie geben sollst.

Ein zweiter essentieller Punkt ist das Trinken. Ausreichend Flüssigkeit ist immer ein wichtiges Thema. Deine Katze sollte jederzeit Zugang zu frischen Wasser haben. Optimal ist es, wenn Du den Wassernapf an einer Stelle platzierst, die Du gut im Auge behalten kannst. Dann hast Du die Kontrolle, wie viel Dein Katzensenior tatsächlich trinkt bzw. es Dir rasch auffällt, wenn er ständig am Wasserschlabbern ist. Denn vermehrtes Trinken kann z.B. ein Hinweis auf Diabetes sein. Lass solche Hinweise so schnell wie möglich abklären. Genauso, wie wenn wenig oder gar keine Flüssigkeitsaufnahme über den Wassernapf mehr stattfindet. Zumal Katzen sehr schnell dehydrieren oder es zu Nieren- bzw. Stoffwechselproblemen kommen kann.

Welche Alterserkrankungen können auf meine Katze zukommen?

Im Alter nehmen die Wehwehchen zu und auch typische, altersbedingte Erkrankungen wie Diabetes, Nierenprobleme, Schilddrüsenstörungen, Arthritis, Zahnerkrankungen oder Augenprobleme. Aber wohlgemerkt – es kann, muss aber nicht bei jeder Katze der Fall sein und auch nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt. Manche Kater haben bereits in der Jugend Probleme mit Harngries und müssen Zeit ihres Lebens eine Spezialdiät halten. Beobachte Deine Katze. Wie benimmt sie sich? Verhält sie sich anders, zieht sie sich zurück, wird sie unsauber, frisst sie kaum noch? Bei diesen Anzeichen solltest Du sofort einen Tierarzt konsultieren. Darüber hinaus gilt, neben Deiner persönlichen Einschätzung des Verhaltens Deiner Katze, dass regelmäßige Check-ups beim Tierarzt helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.

Altersdemenz ist auch bei Katzen bekannt und bedarf der besonderen Fürsorge und Unterstützung. Alles Bekannte ist für sie mit einmal völlig fremd. Sie weiß nicht mehr wo Katzentoilette und Futterplatz sind und Du hast den Eindruck, dass sie Dich nicht mehr erkennt und sich Dir gegenüber wie einem fremden Menschen verhält.

Zahnkontrolle – wichtiger Check-up

Nicht zu unterschätzen ist eine regelmäßige Zahnkontrolle und Zahnsteinentfernung durch den Tierarzt. Manche Appetitlosigkeit rührt davon her, dass ein oder mehrere Zähne schlicht kaputt sind und jetzt Schmerzen verursachen. Diese werden vom Tierarzt fachgerecht gezogen. Aber auch mit weniger Zähnen musst Du Dir keine Sorgen machen, dass Deine Katze nicht mehr richtig fressen bzw. sich verteidigen kann. Bei ersterem kannst Du nachhelfen, in dem Du Trockenfutter leicht einweichst, ggf. in selbstgekochter, ungewürzter (salzfreier!) Hühnerbrühe. Falls Deine Katze ob der ungewohnten Konsistenz erstmal die Nase rümpft muss sie sich erstmal daran gewöhnen. Oder Du wählst Nassfutter, welches eine besonders weiche Struktur hat und verzichtest stattdessen auf Varianten mit größeren Stücken.

Fazit

Alles im allem ist eine älter werdende Katze nichts, wovor man Angst haben muss. Ganz im Gegenteil. Das Zusammenleben mit Deiner Katze wird gemütlicher, ruhiger und sie gibt Dir viel Liebe. Auch wenn Deine Samtpfote jetzt zu den Senioren gehört, ist es eine wunderbare und wertvolle Zeit, die ihr gemeinsam verbringt.



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