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Clickertraining – Katze folgt auf Zuruf (Teil 5)

Deine Katze ist nach den letzten Trainingseinheiten fast schon zirkusreif, aber es fehlen noch einige Schritte. Wurde der Targetstab im letzten Teil durch die Hand ersetzt, folgen nun verbale und nonverbale Signale. Dein lernwilliger Schmusetiger hält dafür nicht mehr nur das Näschen in Richtung Zeigefinger, er muss jetzt auch die Ohren spitzen. Du als Katzen-Coach arbeitest nämlich fortan mit Deiner Stimme, die den täglichen Umgang mit Deinem vierbeinigen Mitbewohner prägen sollen. Dabei ist das Können des Tricks „Katze folgt auf Zuruf“ von Vorteil. Dennoch solltest Du auch beim Training mit dem Signalwort immer Schritt für Schritt vorgehen.

Das Signal als Stimme in Verbindung mit Wörtern

Mit dem Signal soll ein bestimmtes Verhalten ausgelöst werden, indem es im Gehirn des Tieres als sogenannter Stimulus wirkt. Das Signal stellt im Training einen Zuruf dar, dem das Katzentier folgt. Der verbale Zuruf sollte jedoch nicht den Klang eines Befehles oder Kommandos haben, weil damit die Gewalt über einen freien Willen zum Ausdruck käme.

Arbeitet der Katzentrainer mit verbalen Signalen, signalisiert er eine gewünschte Zusammenarbeit – Teamwork eben. Rufst Du z. B. “Hoch!”, dann sollte das Resultat der Übung „Mach Männchen“ sein. Um das Kommen des Tieres zu trainieren würde der Zuruf z. B. “Katze, komm!” lauten. Der Katze „Mach Männchen“ und „Katze komm“ beibringen, ist ein recht leichtes Unterfangen, wenn Geduld und eine ruhige Hand im Spiel sind.

Zusammen mit dem Handzeichen, dem Clickern und den Leckerchen zeigt Deine Katze das bestimmte Verhalten, weil sie es als eine freiwillige Aufgabe versteht. Natürlich kann und darf sie sich auch anders entscheiden. Auch Stubentiger können mal einen schlechten Tag haben oder sie entscheiden sich, einfach mal faul zu sein.

Die Katze folgt auf Zuruf – Deinem Stubentiger „Katze komm“ beibringen

Möchtest Du, dass Deine Katze dem Zuruf folgt, brauchst Du zunächst ein geeignetes Handzeichen. Viele Katzentrainer nehmen dafür den Finger, den sie in einer etwas größeren Entfernung bewegen. Die Vor- und Rückbewegung des einzelnen Fingers signalisiert der Katze, dass sie der Person bzw. dem Finger folgen soll. Dabei wirkt die Stimme mit den Worten “Katze, komm!” mit.

Katze nicht überfordern

Um die Katze am Anfang der Übung nicht zu überfordern, sollten die Einheiten aus dem vorherigen Teil zwei bis dreimal wiederholt werden. Auf diese Weise gibst Du Deiner Katze die Möglichkeit, erst einmal warmzulaufen. Dann kann das eigentliche Training beginnen.

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Katze gewöhnt sich an Zuruf

Die Katze ist gewohnt schon den Weg anzutreten, wenn es die Bewegung des Handzeichens erblickt. Sie soll sich im Laufe des Trainings an den Zuruf gewöhnen. Dafür muss der Katzencoach – während sich die Katze auf ihn zubewegt – die Signalwörter nennen und zeitnah mit dem Clickern und der positiven Verstärkung arbeiten.

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Entwöhnung vom Clickern

Damit sich Deine Katze ganz auf das verbale Signal konzentrieren kann, sollte dieses in einem weiteren Schritt immer früher vor dem Clickern einsetzen. Sodann lernt das Kätzchen, dass nur noch der Zuruf belohnt wird. Macht sich das Tier für den Moment auch ohne eine solche verbale Verlautbarung auf den Weg zum Menschen, darf kein Clickern von Dir erfolgen. Deine Katze versteht, dass sie die Aufgabe nicht richtig erfüllt hat. Bei mehreren Wiederholungen begreift sie es schließlich komplett. Allerdings darf die Übung nicht in Frustration enden. Dann macht das Tier nicht mehr das, was gewünscht ist.

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Entwöhnung vom Handzeichen

In einem weiteren Schritt gewöhnst Du Deinem Stubentiger ab, auf das Handzeichen zu reagieren. Auch hierfür erfolgen das Fingerzeichen bzw. die Fingerbewegungen und das verbale Zurufen zeitlich versetzt bis das Handzeichen ganz entfällt.

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Tipps und Ratschläge

  • Zuruf immer auf die gleiche Weise. Dein Zuruf muss immer auf die gleiche Weise erfolgen. Gleiche Tonlänge, gleiche Stimmlage, gleiche Lautstärke. Die Lauscher des Vierbeiners erfassen diese Klangwellen und speichern sie mit der Bewegung, die sie machen soll, ab. Natürlich haben Tiere generell kein Wortverständnis, das brauchen sie dafür aber auch nicht.
  • Immer nur ein Kriterium. Du als Katzen-Coach darfst immer nur ein Kriterium gleichzeitig mit der Katzenbewegung einführen bzw. entwöhnen.
  • Bei Ablenkungen kein Signal geben. Bei Ablenkungen der Katze darf kein Signal erfolgen. Die Ohren der kleinen Mitbewohner hören alles. Sie könnten sich im Moment eines fremden Geräusches nicht mehr auf das Signal konzentrieren. Dafür sind die Samtpfoten viel zu neugierig. Das Training darf deshalb nicht leichtfertig gehandhabt werden.

Wie auch für die zuvor beschriebenen Trainingseinheiten zum Clickertraining gelten auch hier die Regeln der Zusammenarbeit. Diese funktioniert nur auf Basis gegenseitigen Vertrauens und stets absolut frei von Gewalt und Zwang.

Deine Meinung ist uns wichtig!

Auf welchen Zuruf reagiert Deine Katze? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Schreib es uns in die Kommentare.

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