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Clickertraining – Katzen mit Target Stab trainieren (Teil 3)

Die Katze ist nun an das Clickern gewöhnt und das „Shaping“ hat gefruchtet. Jetzt möchte der menschliche Mitbewohner seinen schlauen Vierbeiner z.B. ohne Probleme in die Transportbox locken, um den Weg zum Tierarzt vorzubereiten. Dabei ist die Box nicht immer beliebt bei Katzen – und schon gar nicht der Arztbesuch. Eine kleine Hilfestellung ist deshalb umso wünschenswerter. Das sogenannte Targettraining kann dafür sehr nützlich sein.

Darüber hinaus ermöglicht das vielversprechende Training mit einem Targetstab bzw. einem Targetstick auch unterschiedliche Tricks, die viele Menschen nur in Verbindung mit Hunden kennen. Doch z.B. „Männchen machen“ können auch Katzen, so eigenwillig sie auch sein mögen. Das überaus autonome Naturell ist nämlich sehr lernfähig.

Warum ist das Targettraining sinnvoll für eine Katze?

Das Targettraining animiert die Katze zu bestimmten Bewegungen auf eine behutsame Weise. Wer die Katze nicht auf dem Esstisch oder auf der Küchenablage sehen möchte, kann sie mit dem Targetstick weglocken. Ein lautes Klatschen in die Hände oder das Herunterschieben mit der Hand ist dann nicht mehr nötig. Das Zusammenspiel aus unabhängigen Bewegungen und gezieltem Einsatz kontrollierter Aktionen ist für den eigenwilligen Vierbeiner sehr viel angenehmer, denn die Hand des Menschen soll das Tier streicheln und nicht wegstoßen.

Neben der Möglichkeit, besser mit Situationen, die der Katzenbesitzer nicht mag, umzugehen, wird das Training mit dem Targetstab natürlich auch dafür eingesetzt, die geistigen Fähigkeiten der Katze zu fördern. Tricks, die die meisten Menschen nur bei Hunden sehen, sind aber auch Inhalt des Trainings mit den Samtpfoten. Hierdurch schafft der Katzencoach Abwechslung auch im Alltag des Tieres, denn auch das Katzenspielzeug wird ja irgendwann mal langweilig.

Besonders bei Wohnungskatzen, die keinen Artgenossen zum Spielen haben, macht das Targettraining Sinn. Es hält sie beschäftigt, trainiert das Gehirn und schafft eine engere Bindung zwischen Mensch und Tier, denn das erreichte Ziel ist das Resultat einer gemeinsamen Arbeit. Das spürt auch der haarige Mitbewohner.

Was ist ein Targetstick und was bringt dieser?

Bei einem Targetstick oder auch Targetstab handelt es sich – wie der Name schon sagt – um einen kurzen Stab mit einer auffälligen Spitze. Oft hat sie die Form einer gefärbten Kugel. Diese stellt einen Berührungspunkt dar. Beim Training soll die Katze nämlich lernen, die Spitze des Stabes mit dem Näschen zu berühren. Hat sie es begriffen, kann die Hand mit dem Stab die Katze in jeder Situation gewaltfrei lenken.

Die im Handel erhältlichen Targetstäbe haben teilweise auch einen eingebauten Clicker. Für das Training bedeutet das eine sehr viel leichtere Handhabung. Es geht natürlich auch unkonventioneller, indem nur eine Hand einen Stift und einen separaten Clicker hält. Beim Training ist das etwas umständlich bzw. schwierig, denn die andere Hand muss für das Austeilen des primären Verstärkers (Leckerchen) frei bleiben.

Tipp: Wenn Du keinen handelsüblichen Targetstick verwendest, solltest Du zwischen den Stift und dem Clicker-Gerät einen Finger legen, damit sich die Vibration beim Clickern nicht auf den Stift überträgt. Das spürt die Katze und irritiert sie sonst.

Wie läuft das Targettraining ab?

Target Stick und Katze – mehr brauchst Du nicht. Beim Training gilt: Es wird immer nur ein bestimmtes Verhalten trainiert, niemals mehrere Verhaltensweisen gleichzeitig. Auch wenn die große Aufgabe im Kopf bereits fertiggestellt ist – die Hinführung darf nur in einzelnen Teilschritten erfolgen.

Berührung mit dem Targetstick

Mit dem Clicker und dem primären Verstärker führst Du die Katze zur Berührung mit dem Stick. Mehrere Wiederholungen festigen den Vorgang im Kopf der Katze. Nicht lange, und die Katze zeigt die Berührung mit dem Stick in mehreren Positionen (z. B. gestreckt oder geduckt).

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Schon die ersten Zuwendungen beachten

Du solltest auch all jene Zuwendungen clickern, die zunächst aus der Ferne entstehen. Der Stick stellt für die Katze einen neuen Gegenstand dar, an den sie sich erst gewöhnen muss.

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Die Katze folgt dem Stab

Wenn Dein kleiner Mitbewohner verstanden hat, dass die Spitze des Stabes berührt werden soll, kannst Du zum nächsten Schritt übergehen: Die Katze soll dem Targetstick folgen.

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Wenn sich die Katze an den Stick gewöhnt hat, ist es möglich andere Ziele zu wählen. Die Katze muss dem Stick nicht immer in Schritten folgen. Auch kannst Du ihr Kunststücke beibringen.

Was für Targetarten gibt es?

Es gibt unterschiedliche Targetarten. Hier sind nur einige Beispiele aufgelistet:

  • Nasentarget. Die Katze berührt mit ihrem Näschen die abgerundete Spitze des Stabes.
  • Mach Männchen. Die Katze macht Männchen genauso wie das ein Hund kann.
  • Spin. Die Katze dreht sich um die eigene Achse
  • Pfotentarget. Die Berührung des Targets erfolgt mit einer oder mehreren Pfoten.

Viele exotische Tricks lassen sich mit dem Targetstab erlernen. Mit viel Geduld und regelmäßigen Wiederholungen und Übungen kann die Katze nahezu jedes Ziel erreichen. Ohne Zwang und Gewalt lernt sich das Tier kooperativ zu verhalten.

Deine Meinung ist uns wichtig!

Welche Tricks hast Du Deiner Katze mit dem Targetstab beigebracht? Schreib es uns in die Kommentare.

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