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Die Hass-Liebe zu Katzengras

Ich habe das Gefühl, dass das Thema „Katzengras“ ein sehr Umstrittenes ist. Manche Katzenbesitzer finden es total toll, andere verstehen den Nutzen nicht wirklich und dann kommt es natürlich auch noch auf die Vorlieben der Katze an: Mag sie das Gras oder guckt sie das grüne Zeug mit dem Popo nicht an? Ich dachte mir, ich erzähle Dir mal meine Sichtweise auf das Thema Katzengras und wie meine beiden Stubentiger darauf reagieren, wenn bei uns ein neuer Pott mit der Pflanze steht.

Deswegen kannst Du Deiner Katze gerne etwas Katzengras hinstellen:

Viele positive Eigenschaften, die dem Katzengras zugeschrieben werden, sind leider nicht belegt. Worin sich aber viele einig sind ist, dass der Verzehr von Katzengras es unseren Katzen leichter macht, Haare zu bündeln und wieder herauszuwürgen, die sie vorher beim Putzen oder durch das Essen von Beutetieren aufgenommen haben. Du kannst oft bei Hunden, aber auch bei Katzen sehen, dass sie Gras fressen, wenn sie zum Beispiel Bauchschmerzen haben.
Sollten sich zu viele Haare im Magen befinden, kann es bei Katzen zu Bauchschmerzen kommen. Im schlimmsten Fall kann sich sogar ein Darmverschluss entwickeln und das ist alles andere als lustig, nämlich sehr gefährlich.

Weitere gute Eigenschaften von Katzengras sollen sein, dass unsere Stubentiger pflanzliche Nährstoffe aufnehmen und sich außerdem mit dem Fressen die Zeit vertreiben können – das Fressen ist nämlich gar nicht so einfach 😀 Für viele Katzen ist das Katzengras auch wie eine kleine Nascherei.

So kamen Frieda und Karl auf den Geschmack

Meine beiden Katzen fanden das grüne Zeug anfangs total langweilig und haben es nicht beachtet. Als Frieda noch ein kleines Kätzchen war, habe ich ihr oft Katzengras angeboten, sie fand es aber einfach nicht interessant, außer ich habe sie mit den Grashalmen geärgert 🙂 Irgendwann habe ich meine Versuche dann aufgegeben und ihr kein Gras mehr hingestellt. Ein halbes Jahr später habe ich aber gemerkt, wie meine Katze immer wieder an meiner Aloe Vera Pflanze im Bad geknabbert hat, das fand ich natürlich nicht so witzig, auch wenn es für Frieda harmlos war. Mir kam dabei jedoch der Gedanke, dass mein Stubentiger vielleicht das Bedürfnis nach Gras verspürt und vielleicht Bauchschmerzen hat oder einfach auf etwas anderem herumkauen möchte als auf ihrem Futter. Und so startete die zweite Mission „Katzengras“ und sie war ein voller Erfolg!

Ich weiß nicht, ob Frieda aus Langweile an dem Gras herumzupft oder weil es ihr gut schmeckt, aber es lohnt sich immer wieder, etwas Gras groß zu ziehen (was übrigens super einfach ist) oder einen neuen Topf vom Gärtner nebenan mitzubringen.

Karl hatte Startschwierigkeiten

Auch Karl fand das Gras als kleiner Kater eher seltsam. Er hatte mehr Spaß daran, die Halme im Ganzen mit Wurzeln aus der Erde zu ziehen und mir meine Fensterbank einzusauen, als das Gras auch tatsächlich zu fressen. Inzwischen hat er den Dreh jedoch raus und erfreut sich auch an der grünen Pflanze. Da Karl eigentlich immer hungrig und auf der Suche nach Futter ist, nehme ich an, dass ihm das Katzengras zum Einen ganz gut schmeckt und zum Anderen auch den Magen füllt. Außerdem hat Karl so immer etwas zu tun und die Halme wackeln auch so lustig, wenn man mit der Pfote hineingreift. Win-Win also 😀

Wie ist Deine Einstellung zu Katzengras?

Wie sieht es bei Dir aus? Katzengras-Fan oder eher doch nicht? Ich finde, wenn die Katze kein Freigänger ist, so wie meine beiden, dann sollte man ihnen die Möglichkeit geben und ihnen etwas Katzengras hinstellen. Und aus Erfahrung kann ich sagen: Wenn es heute nicht angenommen wird, versuch es in ein paar Monaten noch einmal. Vielleicht ist Deine Katze bis dahin ja auf den Geschmack gekommen 🙂



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