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Erfahre warum das Bürsten für Katzen so wichtig ist

Katze bürsten

Katzen bürsten – Das A und O einer guten Katzenbeziehung

Katzen bürsten gehört einfach dazu! Und schon mit diesem Satz kann man sich bei vielen Katzenbesitzern ins Aus schießen. Denn sie sind der landläufigen Meinung erlegen, dass Katzen das Putzen schon selber übernehmen. Und zwar viel besser als es irgendein Mensch machen könnte. Nun, vielleicht haben sie damit sogar recht, allerdings nur in dem Punkt, dass Katzen sich häufig und ausgiebig putzen. Trotzdem sollte man sich das Bürsten einer Katze nicht entgehen lassen. Denn außer des eigentlichen Putzens hat das Bürsten noch andere Funktionen, die wir hier näher beleuchten wollen.

Welche Bürste wird bei Langhaar, bei Kurzhaar, mit oder ohne Unterwolle eingesetzt?

Was auf den ersten Blick verwirrend klingt, ist es gar nicht. Denn es ist wie bei uns Menschen: Mit langem Haar benötigt man einfach ganz anderes Werkzeug, um sich durch die Haarpracht durcharbeiten zu können.

Die Softbürste* ist gewissermaßen die Alltagsbürste für Langhaarkatzen. Sicherlich können auch Kurzhaarkatzen mit ihr gebürstet werden. Oftmals mögen sie es aber einfach nicht. Sie bevorzugen die Bürste mit Borsten. Man kann mit der Softbürste das Fell bürsten, wenn es stark beansprucht wurde, aber auch, wenn man einfach nur einmal leicht drüber gehen möchte, um alle losen Haare aufzunehmen. Es empfiehlt sich ebenfalls, sich für diese Bürste einen Bürstenreiniger anzuschaffen. So kann man sie leichter reinigen.

Es kommt ein wenig auf die Rasse und den Fellwuchs des Tieres an, ob ein Kamm* notwendig ist oder nicht. Es schadet aber nicht, wenn er vorhanden ist. Zudem sollte auch ein Flohkamm immer vorhanden sein, wenn es sich um Freiläufer handelt. Bei ihren ebenfalls freilaufenden Freunden können sie sich ganz leicht einige Ektoparasiten einfangen.

Sie ist die optimale Bürste* für Kurzhaarkatzen. Sie lieben es, sich mit den Borsten leicht massieren zu lassen. Die losen Haare werden ganz nebenbei aufgenommen. Möchte man diese Bürste bei Langhaarkatzen anwenden, sollte man wissen, dass man damit mehr das Oberfell bearbeitet und zum Glänzen bringt. Gerade aber wenn starkes Unterfell vorhanden ist, kann sie meist nicht durch die Haarmassen hindurch kommen.

Diese Bürste* kann das Unterfell reduzieren. Dies ist insbesondere zur Zeit des Fellwechsels notwendig. Wird in diesem Zeitraum das Fell nicht durch Reduzieren des Unterfells optimal belüftet, kann es zur Bildung von Bakterien kommen. Diese können dann zu Juckreiz und Unwohlsein der Katze führen.

Katze bürsten

Fragen und Antworten

Wie oft sollte eine Katze gebürstet werden?

Freigänger, also die Katzen, die freien Ausgang haben, sollten immer gebürstet werden, wenn sie zum Füttern im Haus sind. Die Gelegenheit solltest Du am Schopf packen.
Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, sollten einmal täglich gebürstet werden.

Was macht das Bürsten so besonders?

Das Bürsten sollte aus zwei Perspektiven gesehen werden:

  1. Als Ritual: Gerade Stubenkatzen sind es gewohnt, bestimmte Streicheleinheiten zu erhalten. Oftmals ist dies der Zeitraum, wenn der Besitzer nach Hause kommt und sich ein bisschen Zeit für den Stubentiger nimmt. In dieser Zeit wird gespielt, gekuschelt und natürlich auch das Fell gebürstet. Natürlich kann diese Zeitspanne eingeplant werden, wie es am besten in den Alltag passt. Wichtig ist nur, dass Mensch und Tier sich diese Auszeit bzw. dieses Ritual täglich gönnen.
  2. Als Verstärkung der Bindung zwischen Mensch und Katze: Je mehr man sich mit dem Tier beschäftigt, auch durch das Bürsten, desto stärker wird die Bindung zwischen Katze und Mensch. Je stärker diese ist, desto besser lässt sich die Katze handhaben.

Warum muss man Katzen eigentlich bürsten?

Die Frage kommt nicht von ungefähr, sieht man Katzen doch überall sitzen und sich ausgiebig putzen. Und doch ist das Bürsten wichtig, um unter anderem die losen Haare, die sich immer im Fell befinden, zu entfernen. Nimmt eine Katze, beim eigenständigen Putzen, die Haare dagegen selber auf, kommt es oft zur Haarballbildung im Magen des Tieres. Im Idealfall kann die Katze diesen Haarklumpen wieder auswürgen. Im schlimmsten Fall jedoch macht der Klumpen sich auf den Weg durch den Verdauungstrakt und kann eventuell sogar zu einem Darmverschluss führen.

Ein weiterer Grund für regelmäßiges Bürsten ist der optische Gesundheitscheck. Hat man die Katze durch das Bürsten „in der Hand“, kann sie gleich auf Blessuren und andere Krankheitsmerkmale untersuchen. Das gelingt besonders gut, wenn man es einige Male gemacht hat. Die Katze selber bemerkt nur das Bürsten.

Was passiert, wenn nicht gebürstet wird?

Zum einen kann das Tier, wie bereits erwähnt, an zu viel geschluckten Haare, die es beim Putzen aufnimmt, Probleme mit dem Verdauungstrakt bekommen. Zum anderen ist es bei Langhaarkatzen essentiell, dass sie in regelmäßigen Abständen gebürstet werden. Geschieht dies nicht, kann das Fell ganz leicht verfilzen. Gerade bei Freigängern ist das Problem gut bekannt. Ist es über einen Punkt hinaus verfilzt, hilft es meist nur noch das Haar abzuschneiden. Und das möchtest Du wohl nicht: Weder die Langhaarkatze noch deren Besitzer. Des Weiteren verteilen die Tiere das von der Haut produzierte Öl durch das Selbstbelecken über das gesamte Fell, auf dem gesamten Körper. Über dieses Öl wird mit Hilfe von Sonnenstrahlen Vitamin D produziert. Das Bürsten hilft also auch, dieses so wichtige Öl zu verteilen. Auch für Katzen gibt es Stellen, an die sie nicht ganz so leicht herankommen. Dies gelingt dagegen mit der Bürste gut.

Gibt es einen Unterschied zwischen Sommer- und Winterfellpflege?

Wie bei den meisten Tieren entwickeln auch die Katzen ein schützendes Winterfell. Somit ist es dicker und wärmer. Bei Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, dürfte das Winterfell etwas dünner ausfallen. Aber sie haben es auch. Man bemerkt es eher beim Fellwechsel im Frühjahr, wenn sie die überflüssigen Haare wieder verlieren.
Freigänger weisen teilweise ein starkes Fell, mit einem ausgeprägten Unterfell auf. Kein Wunder, müssen sie doch oft bei sehr kalten Temperaturen draußen gut gewärmt sein.

Beim Fellwechsel zum Herbst kann es hilfreich sein, das Fell einmal täglich leicht zu bürsten, um das Wachstum anzuregen. Wichtig ist aber die Unterstützung im Frühjahr, wenn die Wolle wieder abgegeben werden will. Je älter die Katzen werden, desto schwerer fällt ihnen dieser Fellwechsel. Eine menschliche Unterstützung mit Hilfe einer guten Bürste und einer Unterwollbürste ist daher sehr wichtig, um auch den ganzen, warmen Pelz möglichst zügig ablegen zu können.

Kann häufiges Bürsten helfen, wenn ein Mitbewohner eine leichte Katzenhaarallergie aufweist?

Die klare Antwort ist hier ein „JEIN“. Denn eines sollte sowohl dem Katzenbesitzer als auch dem Mitbewohner klar sein: Auch wenn man mit der Bürste und dem Staubsauger noch so hinter den Katzenhaaren hinterher ist, wird man sie nie alle erreichen.

Aber am wichtigsten ist der Aspekt, dass sich der Stoff, auf den Katzenhaarallergiker reagieren, im Speichel befindet, der sich natürlich durch das Selbstputzen der Katze nun an jedem einzelnen Haar befindet. Fliegen diese durch die Wohnung, hinterlassen sie überall mikroskopisch kleine Spuren. Diese werden vom Allergiker natürlich aufgenommen. Ob man sich diesem Selbstversuch aussetzen möchte, muss individuell entschieden werden. Je nach Ausprägung der Allergie sollte dieser Selbstversuch vielleicht besser nicht stattfinden.


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