Skip to main content

Alternative Medizin bei Katzen: Akupunktur kann helfen!

Wie der Mensch kann auch Deine Katze an einer Menge von Krankheiten erkranken, sodass auch für die Tiere ein breites Behandlungsspektrum vorhanden ist. In der menschlichen Medizin haben sich in den letzten Jahrzehnten zahlreiche alternative Behandlungsmethoden etabliert, denn die Schulmedizin bietet nicht für jedes Problem eine optimale Lösung. Da der Katzenkörper ein ebenso komplexer Organismus ist, lassen sich viele Behandlungspraktiken auch auf die Tiere übertragen, wie zum Beispiel die Akupunktur. Schon seit Jahrtausenden in China praktiziert, ist die Akupunktur auch hierzulande schon seit langer Zeit etabliert. Die kleinen Nadeln, die an bestimmten Körperstellen in die Haut gesteckt werden, können auch Katzen bei der Verbesserung gesundheitlicher Probleme helfen.

Fragen und Antworten

Können alle Katzen akupunktiert werden?

Eine Grundvoraussetzung für den Umgang mit Akupunkturnadeln ist, dass Deine Katze nicht zu unruhig beim Tierarzt ist. Sie muss sich anfassen lassen und sollten nicht aggressiv sein. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Nadeln an Ort und Stelle bleiben und keine Verletzungen verursachen. Ein wenig Unruhe ist natürlich normal, da die Katzen oftmals unter Schmerzen und Beschwerden leiden. Nachdem die Katzen punktiert wurden, beruhigen sie sich in aller Regel vollständig, entspannen sich und schlafen teilweise sogar ein. Für unruhige Tiere ist die Laserakupunktur eine mögliche Alternative. Hierbei wird auf Nadeln verzichtet und die Akupunkturpunkte mit einem Laser stimuliert. Die Stimulationszeit beträgt nur 20 Sekunden pro Punkt und die Behandlung ist schnell abgeschlossen. So können auch ängstliche, unruhige und aggressive Tiere von den Vorzügen der Akupunktur profitieren.

Was ist Akupunktur und wie wirkt sie?

Akupunktur stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin und basiert darauf, dass es im Körper Bahnen (Meridiane genannt) gibt, durch die die Lebensenergie, das sogenannte Qi, fließt. Durch Erkrankungen, Stress und ähnliche Faktoren kann der Energiefluss gestört sein und der Mensch leidet an Symptomen und Beschwerden, die entweder keiner Ursache zugeordnet oder nicht behandelt werden können.

In solchen Situationen hat diese besondere Heilpraktik schon vielen Menschen zu Beschwerdefreiheit oder einer deutlichen Linderung geholfen. An vielen Stellen im Körper liegen die Meridiane so dicht unter der Haut, dass sie von außen leicht zu erreichen und teilweise sogar zu fühlen sind. Hier spricht die Lehre von den Akupunkturpunkten. Je nachdem, welche Symptomatik vorliegt, werden hauchdünne Nadeln in die entsprechenden Hautstellen gesteckt und für ca. 20 Minuten dort belassen. Sie sorgen nach kurzer Zeit für ein angenehmes Gefühl der Wärme und Schwere, die den Patienten entspannen lässt und den Fluss des Qi wieder richtig regulieren soll. Jeder Akupunkturpunkt ist mit einer bestimmten Körperregion bzw. einem bestimmten Organ verbunden. Welche Punkte stimuliert werden, hängt von der Art und des Orts der Beschwerden ab.

Übertragung auf die Katze

Auch zur Anwendung bei Tieren ist die Akupunktur in China schon seit Jahrtausenden üblich. Hierzulande gibt es noch nicht sehr viele Tierärzte, die diese Praktik durchführen. Die Tendenz ist aber steigend, denn auch Besitzer interessieren sich immer mehr für alternative medizinische Behandlungen. Akupunkturen werden immer von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker durchgeführt, der eine Schulung in diesem Bereich erhalten hat. Das ist wichtig, denn werden die falschen Stellen angestochen oder die Nadeln nicht richtig verwendet, kann das für das Tier sehr gefährlich werden.

Der Arzt oder Heilpraktiker lernt, an welchen Stellen des Katzenkörpers sich Akupunkturpunkte befinden und mit welchen Organen sie verbunden sind. Die Akupunktur ist in der Tiermedizin typischerweise eine Schmerzbehandlung, die entweder als alleinige Therapie oder begleitend zu schulmedizinischen Maßnahmen erfolgen kann.

Durchführung der Behandlung

Die Lehre der traditionellen chinesischen Medizin gibt eine Übersicht über alle Akupunkturpunkte der Katze und zeigt, wo diese zu finden sind. Natürlich ist nicht jeder Katzenkörper baugleich, sodass der Arzt die endgültige Position der Punkte selbst finden muss. Dazu tastet der die entsprechende Hautregion genauestens ab. Die Akupunkturpunkte befinden sich meist an Stellen, die er mit den Händen gut erreichen kann. Die entsprechenden Punkte fühlen sich dann meist etwas härter oder dichter an und die Katze kann dann auch empfindlich auf Berührungen reagieren. Dann werden die Stellen mit kleinen und dünnen Nadeln punktiert.

Bei Katzen verwenden Heilpraktiker deutlich weniger Nadeln als es bei der Akupunktur beim Menschen üblich ist. Meistens punktiert er zwei bis vier Stellen gleichzeitig. Die Katze muss dann für etwa 20 Minuten ausharren, damit die Nadeln ihre Wirkung auf die Energiebahnen entfalten können. Währenddessen darf die Katze nicht unbeobachtet bleiben. In aller Regel verhalten sich die Tiere ruhig, jedoch sollte die Gefahr der Nadeln nicht unterschätzt werden. Sollte die Katze unruhig werden, kann es passieren, dass sie die Nadeln ungünstig herausreißt oder sich an der Haut verletzt. Je nach punktierter Stelle kann sogar ein Verschlucken passieren, was zu großen Problemen der Katzengesundheit führen würde. Nach erfolgter Behandlung entfernt der Arzt die Nadeln und entsorgt diese. Die Katze kann dann ganz normal von Dir nach Hause gebracht werden. Da sie durch die Behandlung oft müde und schläfrig werden, sollte das Tier zu Hause eine Ruhepause bekommen, in der es sich richtig ausschlafen kann.

Die wichtigsten Akupunkturpunkte der Katze

Bei der Akupunktur werden verschiedene Arten von Punkten unterschieden. Die Punkte, die jeweils mit einem Organ verbunden sind, liegen alle auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule verteilt. Diese sind nicht nur zur Schmerzbehandlung wichtig, sondern können auch für die Findung einer Diagnose hilfreich sein. Reagiert die Katze zum Beispiel auf den Druck eines Akupunkturpunktes mit Schmerzen, kann das ein Hinweis auf eine Erkrankung des betreffenden Organs sein.

Weiterhin gibt es Punkte, die nicht speziell auf ein Organ wirken, sondern auf größere Bereiche und Funktionseinheiten des Körpers. Das können zum Beispiel die Psyche und auch die Verdauung sein. Diese Punkte können sich auch Halter zunutze machen, denn die sie reagieren nicht nur auf die eingestochenen Nadeln, sondern auch auf kleine Massagen oder leichten Druck. Halter können ihrer Katze damit zum Beispiel Ängste nehmen und ihr zu mehr Entspannung verhelfen.

Eine dritte Art von Akupunkturpunkten sind die sogenannten Notfallpunkte. Diese können stimuliert werden, wenn die Katze in einer Notsituation ist, zum Beispiel durch Verletzungen, Krankheit oder nach einem Unfall. In der Zeit, bevor die Behandlung erfolgen kann, lässt sich der Kreislauf stabilisieren und die Katze beruhigen, indem die Notfallpunkte gerieben werden. Sie befinden sich an den Ohrenspitzen, an der Spitze des Schwanzes und unterhalb der Nasenlöcher.

Hinweis Akupunktur kann eine medizinisch Behandlung Deiner Katze nicht ersetzen sondern nur ergänzen. Wende Dich zunächst immer an Deinen Tierarzt, wenn Deine Katze erkrankt oder verletzt ist. Er wird Dich zu den Möglichkeiten der Akupunktur bei Deiner Katze beraten.



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Beitrag? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *