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Mensch auf Reisen, wohin mit Deiner Katze?

Katzen sind keine Einzelgänger – was bei der Urlaubsplanung wichtig ist

Fernweh? Ein Urlaub kann wunderschön sein, für die meisten Katzenbesitzer ist er es jedoch nur, wenn es der eigenen Katze zu Hause auch gut geht.

Katzen sind Einzelgänger und andere Mythen

Oft hört man von Leuten den Spruch: Katzen sind Einzelgänger, die fühlen sich alleine sehr wohl. Das stimmt so nicht. Auch wenn Katzen ihren Freiraum brauchen, sind sie sehr soziale Wesen. Daher empfehlen Tierheime auch die Haltung von mehreren Katzen. Ihr Sozialverhalten erfordert Zuwendung und das betrifft auch die Urlaubsplanung.

Verantwortungsvolle Tierbesitzer fragen sich daher: Wohin mit meiner Katze im Urlaub? Ein längerer Urlaub kann wunderschön sein, erfordert aber auch eine Planung für die eigene Katze. Grundsätzlich sollten Katzen ohne spezielle Zuwendung wie einen Katzensitter nicht länger als zwei oder drei Tage allein gelassen werden. Das ist aber von Katze zu Katze unterschiedlich. Eine Wohnungskatze langweilt sich vielleicht schon nach acht Stunden, während ein Freigänger gerade fröhlich nach Vögeln jagt und gar nicht ans Herrchen denkt.

Auch die Anzahl der Katzen, die gehalten werden, kann einen Einfluss darauf haben, wie lange sie alleine gelassen werden dürfen. Bei einem längeren Aufenthalt außerhalb der eigenen vier Wände ist am ehesten ein eigener Katzensitter zu empfehlen. Bringt man die Katze aus ihrem gewohnten Umfeld, bedeutet das gleich noch mehr Stress für die Samtpfote – und das Ziel sollte doch eigentlich sein, den Stressfaktor so niedrig wie möglich zu halten. Erst bei einem wirklich langen Urlaub oder einem Studienaufenthalt im Ausland sollte an ein kurzfristig neues Zuhause für die Katze nachgedacht werden.

Jede Katze ist unterschiedlich

Jede Katze hat ihren eigenen Charakter. Wie eine Katze auf das Alleinlassen reagiert, kann man pauschal nicht sagen. Es gibt sie tatsächlich, die mürrischen Einzelgänger, die nach etwas Zeit alleine voll aufzublühen scheinen. Es kann auch sehr entspannend sein, wenn Herr- und Frauchen nicht ständig beim Schlafen stören.

Doch die meisten Katzen genießen unsere Gegenwart. Sie sind auch Gewohnheitstiere und ihre Gewohnheit sagt ihnen:

Morgens und abends gibt es eine Mahlzeit für mich und dazwischen werde ich ganz oft gestreichelt. Je nachdem, wie anhänglich eine Katze ist, kann sie sich sogar schon nach 24 Stunden vernachlässigt fühlen. Das kann üble Konsequenzen haben – manche Katzen verwüsten dann das Wohnzimmer, verrichten ihre Notdurft in der Wohnung oder zeigen auf andere Art ihre Unzufriedenheit. Die Rasse der Katze kann dabei aufschlussreich sein: Angora Katzen, Europäische Kurzhaarkatzen oder Katzen der Rasse Russisch Blau gelten als eher selbstständig. Andere Rassen wie die Perser Katzen, Bengals oder die Riesenkatze Maine Coon gelten dagegen als eher anhänglich. Aber auch innerhalb der einzelnen Rassen ist die Stufe der Anhänglichkeit unterschiedlich.

Was tun bei Freigängern?

Bei Freigängern ist die Situation noch einmal schwieriger. Sie sind Bewegung und Freigang gewohnt, können die großen Weiten der Nachbarschaft miauend erkunden. Umso trauriger sind sie, wenn sie dann plötzlich keine Möglichkeit mehr dazu haben. Dann ist die Katze nicht nur gestresst, weil ihre Bezugsperson plötzlich fehlt, sondern sie fühlt sich auch eingesperrt. Das solltest du auf jeden Fall vermeiden.

Für Freigänger solltest Du auch schon bei kürzeren Abwesenheitszeiten einen Katzensitter besorgen, für das Gewohnheitstier Katze kann so nämlich schon nach eineinhalb oder zwei Tagen große Langeweile und Frust entstehen.

Das Problem dabei:

Wie ist es möglich, der Katze während dieser Zeit Freigang zu verschaffen?

Eine Option sind elektrische Katzenklappen. Diese Klappen werden zum Beispiel per Fernbedienung gesteuert und euer Katzensitter kann sie zum Beispiel tagsüber öffnen und abends zur Fütterungszeit wieder schließen. Oder eine Katzenklappe, die sich per Chip an der Katze von selbst öffnet, ist oft eine gute Lösung.

Hilfreiche Produkte für die Urlaubsplanung

Eine einsame Katze kann man nicht mit gekauften Produkten trösten. Dazu braucht es eine bessere Lösung wie einen Katzensitter. Aber es gibt Erfindungen, die bei Abwesenheitszeiten hilfreich sein können, ein paar davon wurden schon angesprochen.

Katzenklappen* sind eine wunderbare Möglichkeit, den Freigängern ihren Freiraum zu geben, ohne ständig als Türsteher tätig sein zu müssen. Fütterungsautomaten* sind für den kurzen Wochenendtrip Gold wert. Wer nur einen kurzen Trip plant und niemanden zum Füttern gefunden hat, wird dadurch gerettet! Übrigens sollten Katzen vor der Reise nicht auf einmal das komplette Futter hingestellt bekommen. Die Katze weiß nicht, bis wann sie sich die Portion rationieren soll und frisst sich daher oftmals schon bei der ersten Gelegenheit den Bauch voll. Außerdem kann das Futter nach einiger Zeit auch unangenehm zu riechen beginnen oder sich verfärben – wählerische Katzen essen das Futter dann nicht auf.

Reichleich Platz zum Spielen, zum Beispiel auf einem Kratzbaum, ist für Katzen generell wichtig, kann vor allem in Zeiten der Einsamkeit aber noch wichtiger werden. Beispielsweise dann, wenn es um Wohnungskatzen geht. Ist kein Platz zum Austoben vorhanden, sucht sich die Katze in der Regel selbst einen!

Tipp: Im Internet gibt es zahlreiche Homepages, auf denen ihr günstige Katzensitter erhalten könnt. Manche Portale sind auch kostenfrei – dort müsst ihr euch aber auch einverstanden erklären, im Gegenzug auf Katzen anderer User aufzupassen.

Deine Meinung ist uns wichtig!

Welche Erfahrungen habt ihr bislang mit euren Katzen während der Urlaubszeit gemacht? Haben sie euer Haus auf den Kopf gestellt oder waren sie artig? Schreibt eure Erfahrungen in die Kommentare!

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Kommentare

Nina 14. März 2019 um 15:40

Vielen Dank für diesen ausgiebigen Ratgeber… Ich werde die Tipps mal umsetzten!


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