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Helfen und heilen mit alternativer Medizin für Katzen

Wie ich mit natürlichen Methoden der kranken Katze helfen kann

Katzen sind unabhängige und widerstandsfähige Tiere. Sie sind in der Lage, beginnende Krankheitserscheinungen relativ lange zu verbergen.

Wenn Du als aufmerksamer Katzenbesitzer bemerkst, dass sich Dein Stubentiger im Verhalten verändert hat, solltest Du versuchen, die Ursachen heraus zu finden. Meistens sind es nur Kleinigkeiten, die Deiner Katze missfallen oder ihr Unbehagen bereiten. Verletzungen oder Erkrankungen sollten aber immer zuerst von einem Tierarzt untersucht und behandelt werden, der auch die Methoden der Behandlung festlegt. Viele kleinere gesundheitliche Probleme kannst Du jedoch mit alternativen Heilmethoden behandeln. Aber auch bei schwerwiegenden Erkrankungen können nach Absprache mit dem Tierarzt natürliche Heilmittel zur Stärkung und Unterstützung der Behandlung gegeben werden.

Überblick sanfter Methoden

Homöopathie für Katzen

Homöopathie ist eine sanfte Methode, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu unterstützen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Homöopathische Aufbereitungen gibt es in folgender Form:

  • Alkoholische Tropfen
  • Globuli
  • Milchzuckertabletten

Man liest immer wieder von einer Erstverschlimmerung der Beschwerden. Doch dies ist eine sehr positive Erscheinung, da es anzeigt, dass der Körper auf das Medikament reagiert. Die Symptome der Erkrankung verschlimmern sich für kurze Zeit, um schließlich recht schnell abzuheilen.
Die homöopathischen Mittel gibt es in verschiedenen Potenzen zu kaufen. Meistverwendete Potenzen sind zum Beispiel D12, D6 oder C12. Gemäß Hahnemann, dem Erfinder der Homöopathie, wird durch die Potenzierung (Verdünnung der Urtinktur) festgelegt, wieviel Teile Urtinktur und wieviel Verdünnung in einer homöopathischen Arznei vorhanden sind. Samuel Hahnemanns Lehre basiert auf dem Prinzip: „Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden“.

Praktische Einsatzbeispiele von homöopathischen Mitteln

Deine Katze erbricht sich

Nux vomica D6 kann bei Erbrechen und Magenproblemen helfen. Dafür gibst Du ein bis zwei Globuli zwischen zwei Löffel und zerdrückst das Medikament sehr fein. Es kann nun der Katze seitlich ins Mäulchen gegeben werden oder Du löst es in Wasser oder einer leichten Hühnerbrühe auf und flößt diese Flüssigkeit dem Tier ein. Anwendung bis drei Mal täglich. Sollte das Erbrechen andauern oder das Erbrochene nach Kot riechen, muss die Katze sofort zum Tierarzt, da hier der Verdacht einer Darmverschlingung vorliegt.
Nux vomica – in der Potenz D4 ist angesagt, wenn Deine Katze unter Appetitlosigkeit leidet.

Deine Katze hat sich verletzt

Zunächst solltest Du die Wunde säubern und begutachten, welche Ausmaße die Verletzung hat. Größere und stark blutende Wunden gehören immer in die Hände eines Tierarztes. Bei kleineren Schürfwunden, Prellungen und ähnlichem kann die Gabe von Arnica D3 helfen. Ringelblumensalbe, vorsichtig auf die Wunde gebracht, leistet weitere Hilfe.

Du willst die Abwehrkräfte Deiner Katze stärken

Deine Katze hat eine Krankheit oder viel Aufregung z.B. bei einem Tierarztbesuch oder einer Reise durchgemacht und Du willst ihre Abwehrkräfte stärken. Dafür eignet sich das Mittel Aconitum D12 sehr gut. Viermal täglich ein bis zwei Globuli zerdrückt ins Futter geben.

Wenn Du bemerkst, dass Deine Katze sehr wenig trinkt und schlapp wirkt, dann könnte eine Austrocknung vorliegen. Austrocknungen können lebensgefährlich sein.

Tipp Ziehe das Nackenfell der Katze nach oben. Geht es nur langsam oder sogar sehr langsam in die Ausgangsposition zurück, kann eine Austrocknung vorliegen. Du solltest so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen. Bis dahin flößt man dem Tier mit einem Kaffeelöffel vorsichtig Wasser ein.

Reiki für Katzen

Reiki ist eine sehr alte Heilmethode, die vor etwa 2500 Jahren bereits in Indien beschrieben wurde. Reiki bedeutet übertragen: „Universale Lebensenergie“. Bei einer Erkrankung geraten laut dieser Lehre die Schwingungen des Energiehaushaltes im Körper aus dem Gleichgewicht.
Reiki kann eher als ergänzende Behandlung angesehen werden. Durch ein sanftes Auflegen der Hände auf den Kopf oder den Körper der Katze tritt eine stark beruhigende Tiefenentspannung ein, die hilft, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Mit dieser Maßnahme können Nervosität und Ängstlichkeit ausgeglichen werden. Der Umzug in eine neue Umgebung oder ein neues Herrchen oder Frauchen können besser angenommen werden. Reiki ist als begleitende Behandlung auch bei Rheuma, Hautproblemen oder ähnlichem möglich.

Akupunktur für Katzen

Die Akupunktur ist besonders für ältere Tiere geeignet. Die Behandlung mit Akupunktur kann bei Verspannungen und Muskelproblemen sehr hilfreich sein. Nach einer erfolgten Operation kann Akupunktur den Heilungsprozess unterstützen. Für eine schmerzgeplagte Katze kann diese Behandlungsmaßnahme zu einer wohltuenden Schmerztherapie werden.

Akupunktur kann helfen bei:

  • Angststörungen
  • Stress
  • Schmerzen
  • Reizbarkeit

Eine Akupunktur kann unserem Stubentiger zu einem besseren Wohlbefinden verhelfen.

Bachblüten für Katzen

Der Engländer Edward Bach entwickelte die Bachblüten-Therapie. Diese besagt, dass die Energie der Blüten einen regulierenden Effekt auf die Psyche haben kann. Diese Therapie kann bei Menschen und auch bei Tieren eingesetzt werden.

Beschreibung der Therapie

Zur besten Blütezeit werden die entsprechenden Blüten gesammelt, in Quellwasser eingelegt und dann der Sonne ausgesetzt. Die Energie der Blüten geht ins Wasser über. Damit die Zubereitung länger haltbar ist, wird dem Wasser später Alkohol zugesetzt.

Wie kann ich mit der Bachblüten – Therapie der Katze helfen?

Zunächst solltest Du stets die Rescue Tropfen Mischung im Hause haben. Diese Tropfen, die es für Menschen, aber auch speziell für Hunde und Katzen gibt, können Stress,- Angst- und Anspannungssituationen entschärfen. Z.B. Deine Katze hat sich verletzt, musste in eine neue Wohnung ziehen, oder eine andere sehr unangenehme Erfahrung über sich ergehen lassen. Du kannst ihr helfen, die Angelegenheit leichter zu ertragen, indem Du ihr wenige Notfall – Tropfen für Katzen ins Mäulchen träufelst. Die durchschnittliche tägliche Anwendung liegt bei 4 x 4 Tropfen. Alternativ dazu gibt es im Tierhandel auch Notfall Dragees für Katzen zu kaufen.

Welche Bachblüten sind für welches gesundheitliche Problem hilfreich?

  • Aspen: für sehr ängstliche Tiere. Oftmals hat so eine Katze auch Magenprobleme.
  • Centaury: für die unterwürfige Katze, die alles in oftmals geduckter Körperhaltung erduldet. Diese Katzen haben es häufig mit Störungen des Magens oder des Darms zu tun.
  • Cherry Plum: für temperamentvolle Katzen, die häufig scheinbar unkontrollierbare Wutausbrüche haben. Sie leiden oft unter Unsauberkeit oder struppigem Fell.
  • Gentian: für die Katze mit mangelndem Selbstvertrauen. Diese sehr ängstlichen Katzen leiden recht oft an Magenbeschwerden oder Hautkrankheiten.
  • Holly: für die Katze, die sich sehr gern in den Vordergrund drängelt und Aufmerksamkeit erzwingen will. Sie ist sehr unzufrieden, nachtragend und gegenüber anderen Katzen futterneidisch. Geschwülste und Hautprobleme machen diesen Tieren zu schaffen.
  • Hornbeam: für faule, unzufriedene und missmutige Katzen. Oft leiden diese Tiere an Fettsucht oder Abwehrschwäche.
  • Mimulus: für schüchterne und ängstliche Katzen, die vor lauten Geräuschen, fremden Menschen und vielem anderen Angst haben. Sie sind sehr schmerzempfindlich und nicht gern allein. Gesundheitliche Probleme: laufende Augen und Nase
  • Olive: für Katzen, die eine Erkrankung oder starken Stress hinter sich haben. Gegen Erschöpfung.
  • Rock Rose: für Katzen, die aus geringstem Anlass in Panik davon stürmen. Kein Durchsetzungsvermögen gegenüber Artgenossen. Sie leiden häufig unter Magen – und Darmbeschwerden.

Schüssler Salze für Katzen

Hinter dem Begriff Schüssler Salze verbergen sich mineralstoffreiche Tabletten, die dem kränkelnden Organismus die fehlenden Mineralien zufügen. Der Arzt Wilhelm Schüssler geht in seiner Theorie davon aus, dass ein Wesen – ob Mensch oder Tier – krank wird, wenn die lebensnotwendigen Salze fehlen. Dadurch werden die biochemischen Prozesse im Körper fehlgesteuert. Laut Dr. Schüssler gibt es 12 Lebenssalze, die wichtig sind, damit der Organismus richtig funktionieren kann.
Bei der Behandlung muss dreimal täglich eine dieser Tabletten fein zerstoßen werden und ins Trinkwasser oder ins Futter der Katze gegeben werden. Dabei darf keine Metallschüssel verwendet werden, da dies die Wirksamkeit der Mittel beeinträchtigen kann. Auch hier gibt es, wie in der Homöopathie, potenzierte Salze.

>Eine Übersicht der Schüssler Salze findest Du hier<

Kinesiologie für Katzen

Mithilfe der Kinesiologie können Blockaden gelöst werden. Die Kinesiologie bedient sich hierbei dem sogenannten Muskeltest. Kinesiologie bedeutet übertragen „Lehre von der Bewegung“. Man kann mit dieser Methode unter anderem testen, ob Arzneimittel für das Tier geeignet sind, Ängste und Blockaden auflösen, Allergien und andere Unverträglichkeiten finden. Auch diverse Krankheiten kann man damit positiv beeinflussen.

Du kannst mit Deiner Katze folgenden Test machen lassen:

Ein entsprechend ausgebildeter Therapeut gibt Dir ein Medikament in die Hand, von dem er hofft, dass es das Wirksamste für Dich ist. Gleichzeitig fordert er Dich auf, Deinen anderen Arm oder das Bein gegen den Druck seiner Hand auf dem angestammten Platz zu lassen. Wenn es dem Therapeuten gelingt, Deinen Arm oder das Bein wegzudrücken, ist das für ihn ein Zeichen, dass es das falsche Präparat ist. Ebenso kann der Therapeut exakte Fragen stellen und diesen Test machen. Bei einer richtigen Antwort bleibt Dein Arm oder Bein in der normalen lockeren Stellung.

Dieser Muskeltest kann allerdings in dieser Form nicht bei Deiner Katze gemacht werden. Deshalb gibt es hier folgende Lösung: Da zwischen Dir und Deinem Tier ein energetisches Feld besteht, berührst Du Deine Katze und fungierst praktisch als Surrogat Person. Der Therapeut stellt Dir die entsprechenden Fragen und prüft, ob Dein Deltamuskel im Arm oder Bein locker bleibt oder angespannt ist.

Fazit: Alternative Medizin für Katzen

Mit natürlichen Heilmethoden ist es möglich, Deine Hauskatze zu heilen. Allerdings muss bei unklaren oder schweren Erkrankungen ein Tierarzt hinzugezogen werden. Begleitend können auch vom Tierarzt Medikamente aus dem Bereich der Naturheilmittel eingesetzt werden. Bei einer leichten Erkrankung oder Verletzung kannst Du zunächst versuchen, Deiner Katze mit herkömmlichen Mitteln zu helfen.



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