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Ständiger Krampf beim Kämmen und Bürsten Deiner Katze

Viele Besitzer langhaariger Stubentiger kennen das Problem nur allzu gut: die Katze möchte sich entweder überhaupt nicht bürsten lassen, oder wird nach kurzer Zeit schon mürrisch oder gar aggressiv. Mit ein paar Tricks und der nötigen menschlichen Ruhe können selbst die widerspenstigsten Katzen doch noch umgestimmt werden.

3 Gründe warum Katzen sich nicht bürsten lassen wollen

1. Die Katze hat schlechte Erfahrungen mit der Bürste gemacht

Hast Du eine Katze aus dem Tierheim adoptiert oder von einer anderen Person übernommen, ist es gut möglich, dass die Katze schlechte Erfahrungen mit Menschen, Bürsten oder beidem gemacht hat. Lässt sich eine Katze vom Menschen generell anfassen und kann das genießen, sollte auch das Bürsten langfristig gelingen.

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2. Du hast schlechte Erfahrungen mit dem Bürsten gemacht

Häufig ist es insgeheim der Mensch, der keine Lust auf das Bürsten hat oder denkt, die Katze wolle oder möge das nicht. Entweder hast Du bereits schlechte Erfahrungen mit einer anderen Katze gemacht oder Du magst das Katzenbürsten aus irgendeinem anderen versteckten Grund nicht.

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3. Das Bürsten tut ihr weh bzw. ist unangenehm

Jedes Tier ist anders und grundsätzlich sind Katzen sehr sensible Tiere. Benutzen Menschen die falschen Hilfsmittel oder sind zu grob, hektisch oder angespannt, so kann ein kleiner Teufelskreis entstehen, dem man mit etwas Achtsamkeit und Geduld auch wieder entkommen kann.

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Geduld und Ruhe lernen

Katzen und Tiere generell sind die perfekten Lehrmeister des Menschen, sich selbst zu zentrieren, zu entspannen und die eigenen Gedanken und Emotionen kennen zu lernen. Häufig liegt es gar nicht so sehr am Tier selbst, wenn Probleme auftauchen, viel mehr stehen Negativprojektionen und Hektik des Menschen dem gemeinsamen Erfolg im Wege. Beobachte Dich selbst: was geht in Dir vor, wenn es ans Bürsten geht? Was denkst Du und wie wirken sich Deine Emotionen aus? Verfällst Du sofort in Hektik und willst das leidige Bürsten so schnell wie möglich hinter Dich bringen? Dann lass es besser sein und bürste Deine Katze zu einem anderen Zeitpunkt!

Den richtigen Zeitpunkt finden

Regelmäßigkeit ist wichtig und natürlich sollte bei Stubentigern, deren Fell zum Verfilzen neigt, am besten schon im Vorfeld gepflegt werden. Neigst Du dazu, das Bürsten der Probleme wegen aufzuschieben, brauchst Du als erstes etwas Disziplin. Beobachte Deine Katze, wann sie gute Laune hat und offen für Kontakt mit Dir ist. Außerdem solltest Du Dich dem Bürsten nur dann widmen, wenn auch Du ruhige Minuten hast und nicht unter Termindruck stehst oder eigentlich etwas ganz anders machen möchtest. Die Katze „riecht“ Deine eigentliche Absicht nämlich sofort.

Ganz neu anfangen

Haben Du und Deine Katze ein wirklich ernsthaftes Bürst-Problem, das mit Verletzungen und Kämpfen einhergeht, empfiehlt sich ein kompletter Neuanfang. Versuche am besten komplett anders und mit etwas Kreativität an die Sache heran zu gehen. Achte einmal auf Deine bisherige Vorgehensweise und überlege Dir dann, ab wo der Stress für Euch beide begann! An genau diesen Punkten solltest Du komplett neue Verhaltensweisen einbauen. Du kannst Dich der Katze zum Beispiel ganz anders nähern, die Bürste auch einmal mit der linken Hand halten (wenn Du Rechtshänder bist) oder auch eine komplett neue Bürste verwenden.

Auf Gedanken und Gefühle achten

Versuche Ernsthaftigkeit und Druck aus der Sache zu nehmen und selbst wenn Deine Katze gerade ein laufender Filzhaufen ist, so ist das wahrscheinlich unangenehm, dennoch nicht akut lebensbedrohlich. Bist Du es, der oder die zuerst in den Stress verfällt, dann versuche nicht, diesen zu überspielen und trotzdem Deine Katze gegen ihren Willen zu bürsten. Deine Körpersprache verrät Dich sofort und bei Deinem Tier löst Du mit dieser widersprüchlichen Ausstrahlung dann immer eine ablehnende Haltung aus. Will es Dir aber auch partout nicht gelingen, mit der Vision einer angenehmen Bürst-Session auf Deine Katze zu zugehen, dann denke an etwas ganz anderes Positives, um Dich in eine angenehme Stimmung zu versetzen.

Schritt für Schritt

Bei Katzen, die alleine beim Anblick einer Bürste schon das Weite suchen, ist es ratsam zuerst eine andere Bürste zu kaufen und es damit zu versuchen. Greife zu einem ganz anderen Modell eventuell auch zu einer aus dem menschlichen Zubehör, oder dem einer anderen Tierart. Dann solltest Du diese Bürste ganz nebenbei allgegenwärtig sein lassen: zum Beispiel beim Fressengeben in der Hand halten, auf den Schlafplatz legen und einfach nur so mit dem Teil hantieren ohne etwas von der Katze zu wollen. So unterbrichst Du übrigens auch bei Dir den Negativfilm, der womöglich mit dem Griff zur Katzenbürste normalerweise einsetzt.

Anfangs sollte die Katze nur leicht mit der Bürste berührt und später oberflächlich über das Fell gefahren werden. Lob und Leckerli haben sich bewährt, ebenso wie das Clickertraining. Wichtig ist es, das Timing für das Aufhören im besten Augenblick zu bekommen. Das ist immer dann, wenn sich die Katze entspannt und ihren Kopf beispielsweise leicht zur Seite neigt oder generell dann, wenn ihr einen neuen Schritt geschafft habt.

Pflegehandschuhe oder Hände alleine

Für besonders sensible Stubentiger eigenen sich auch weiche Pflegehandschuhe aus Lammfell* oder Mikrofasern. Letztere gibt es auch mit speziellen Putzseiten, die etwas längere Kunststoffhärchen haben, die tief ins Fell eindringen und sanft den Katzenpelz von abgestorbenen Haaren, Staub und kleinerem Unrat befreien. Starke Verklebungen, Filz und Kletten bekommst Du so natürlich nicht aus dem Fell, diese sollten unter Umständen aber auch besser vorsichtig mit einer abgerundeten Schere heraus geschnitten werden. Bei der Gewöhnung der Katze an die Schere gehst Du ähnlich vor, wie bei der Bürste. Viele Katzen, die es nicht mögen, wenn ein Fremdkörper an sie heran geführt wird, können ganz wunderbar mit den Händen gepflegt werden. So manche bürstenunwillige Katze nimmt die Handpflege bereitwillig an. Um Verfilzungen aus dem Fell zu lösen, ziehst Du einfach die intakten Härchen am Rand oder darunter in kleinen Stückchen nach und nach heraus. Der Knoten sollte sich so langsam vom restlichen Fell lösen.

Lässt sich Deine Katze ohne weiteres Bürsten oder hast du Schwierigkeiten damit? Schreib es uns in die Kommentare!

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