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Clickertraining – Die Katze heranführen (Teil 1)

Katzen sind bekannt für ihren Eigensinn. In der Regel hören sie nicht und sie machen, was sie wollen – und genau das macht die Samtpfoten so sympathisch! Ihre Zuneigung muss sich der Katzenfreund erst verdienen. Schafft er das, kann er sich der Liebe dieser zarten Wesen für immer sicher sein. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Aufbau von Vertrauen. Ist diese Vertrauensbasis erst einmal geschaffen, ist die Katze auch bereit, von ihrem Besitzer zu lernen.

Wer einen Vierbeiner bereits in die Familien aufgenommen hat oder dieses vorhat, kann das Zusammensein mit Spielen und bestimmten Lernprogrammen versüßen. Letzteres ist oft verbunden mit dem sogenannten Clickertraining, das die Katze erziehen soll. Der erzieherische Aspekt ist in diesem Zusammenhang deshalb sinnvoll, weil auch Katzen mal nicht ausgelastet sein können und durchaus die ein oder andere Verwüstung anrichten können. Besonders bei Wohnungskatzen ist das teilweise der Fall.

Ein abwechslungsreiches Programm, das aus Spiel und einzelnen Lerneinheiten besteht, verhilft dem manchmal wilden Gemüt, einen inneren Ausgleich zu finden. Das Clickertraining eignet sich deshalb hervorragend, um diesen Ausgleich zu schaffen. Was aber genau bedeutet Clickern und wie reagiert die Katze darauf?

Clickertraining bei Katzen und Erziehung

Das Clickertraining ist nicht dazu da, den freien Willen der Katze zu brechen. Es bezweckt das Training der geistigen Fähigkeiten, während dadurch auch ein innerer Ausgleich geschaffen wird. Wenn sich die Augen zu verlegenen Schlitzen formen und die Katze mit gespitzten Ohren regungslos da sitzt, dann mag der richtige Zeitpunkt für das Training gekommen sein, den kleinen Freund zu konditionieren.

Ein akustisches Signal, das durch einen sogenannten Clicker erzeugt wird, soll eine Reaktion der Katze provozieren. Erfolgt das bestimmte Verhalten, belohnt der Katzenbesitzer sein Tier mit einem Leckerchen. Den Reiz empfindet die Katze aufgrund der Belohnung als positiv. Dabei dient diese positive Verstärkung dazu, dem Tier den Zusammenhang zwischen dem akustischen Signal und dem Verhalten beizubringen.

Das gesamte Training besteht ausschließlich aus positiven Reizen. Dadurch schafft der Mensch eine solide Basis für eine gute Zusammenarbeit. Die Folge: Die Katze verbindet mit einer bestimmten Verhaltensweise ein positives Erlebnis.

Welche Vorbereitungsmaßnahmen sind zu treffen?

Der Clicker

Um das vierbeinige Familienmitglied zu trainieren, braucht der Tierhalter einen Clicker. Häufig ist das ein handelsüblicher Clicker ähnlich einem Knackfrosch, den viele noch aus Kindertagen kennen, der per Knopfdruck funktioniert.

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Leckerchen

Die Leckerchen sollten in Form von kleinen Häppchen bestehen und in einem kleinen Beutel verstaut werden. Wenn das Training stattfindet, sind sie griffbereit und weit genug von dem Tier entfernt, um keine störende Ablenkung zu sein.

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Die Katze

Das Katzentier darf natürlich nicht fehlen. Das Clickertraining kann im Prinzip mit jeder Katzenrasse funktionieren. Die Reaktionen können allerdings unterschiedlich ausfallen. Die schnurrenden Freunde haben aber nicht immer Lust oder bei der anfänglichen Kommunikation und dem Clicker ist etwas schief gelaufen.

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Verhaltensregeln

Für ein effektives und erfolgreiches Clickertraining solltest Du einige Verhaltensregeln beachten.

So wenig wie möglich sprechen

Wenn Du mit einem Codewort arbeitest, solltest Du nur dieses verwenden und nichts anderes sagen. Verwendest Du einen Clicker, braucht kein Wort gesprochen zu werden, denn das würde die Katze verwirren und ablenken. Bei Ablenkungen versteht das Tier den Sinn der Übung nicht.

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Negative Erlebnisse vermeiden

Geduld beim Clickertraining ist das A und O. Das gewünschte Verhalten zeigt eine noch lernende Katze nicht schon zu Anfang. Deshalb sollte der Trainierende sie nicht mit Gewalt zwingen oder wie ein Militärbefehlshaber auftreten. Dein Projekt wäre von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

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Das richtige Timing

Damit die Katze den Sinnzusammenhang zwischen dem Verhalten und der Belohnung versteht, müssen die Handlungen schnell hintereinander erfolgen. Zwischen dem Verhalten, dem Klick und der Belohnung sollte nur wenig Zeit vergehen. Je mehr Zeit vergeht, desto weniger versteht die Katze den Zusammenhang.

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Motivation

Aus Erfolgserlebnissen entsteht die Motivation. Die erwünschte Verhaltensweise der Katze sollte daher zu Anfang einfach sein. Das Tier fühlt sich sonst schnell überfordert.

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Kurze Trainingseinheiten

Die Trainingseinheiten sollten kurz gehalten werden, denn auch hier kann es zu einer Überforderung des Tieres kommen.

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Wie lernt die Katze den Clicker richtig kennen?

Das Training sollte in einer angenehmen Atmosphäre stattfinden. Sowohl der Trainer als auch die zu trainierende Katze müssen eine innere Bereitschaft zeigen. Die Katze spürt, wenn ein Mensch sich nicht wohlfühlt, oder gestresst ist. Umgekehrt merkt der Katzenbesitzer sofort, wenn das Tier nicht bereit ist.

Zunächst sollte sich Deine Katze an den neuen Gegenstand gewöhnen, indem sie den Geruch wahrnimmt und den Clicker unter die Lupe nehmen darf. Hat sie sich mit dem Gegenstand erst einmal angefreundet, kann das Training beginnen.

Du solltest Dich dabei in einer für Dich gemütlichen Position befinden und die Leckerlis griffbereit halten. Wenn Du es geschafft hast, die Aufmerksamkeit der Katze auf Dich zu lenken, sollten die Aktionen sofort beginnen.

  • Die Katze führt die gewünschte Bewegung aus. Sie steuert auf den Menschen zu und bleibt kurz vor ihm stehen.
  • Sofort erfolgt das klickende Geräusch. Kurz danach folgt die Belohnung in Form von Leckerlis.

Der Standort sollte für das Training immer mal gewechselt werden, damit die Katze das Prinzip versteht. Eine Trainingseinheit sollte aus etwa zehn Wiederholungen bestehen. Nicht immer klappt es zu Anfang wie gewünscht. Aber mit Geduld kommt auch die langsamste Katze ans Ziel. Wichtig ist dabei die Geduld und die Basis des Vertrauens.

Deine Meinung ist uns wichtig!

Welche Erfahrungen hast Du mit dem Clickertraining gemacht? Schreib es uns in die Kommentare.

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