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Katze anschaffen: An diese 7 Dinge solltest Du denken!

Viele Menschen wünschen sich ein Haustier und einer der beliebtesten tierischen Mitbewohner ist die Katze. Doch vor der Anschaffung solltest Du einige Dinge beachten. Denn Katzen werden durchaus 20 Jahre oder älter und Du solltest Dir im Klaren sein, dass man solange die Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Daher im Folgenden 7 Punkte, die Du berücksichtigen solltest, bevor Du Dich für das Haustier „Katze“ entscheidest. Die Katzen sollten passend für deine Lebenssituation ausgewählt werden, damit Du ihren individuellen Bedürfnissen auch gerecht werden kann.

1. Katzen nie alleine halten!

Immer wieder heißt es, dass Katzen Einzelgänger seien. Dieser Gedanke ist so verbreitet, dass es unglaublich viele Leute gibt, die ihre Katze alleine halten. Katzen sind allerdings lediglich Einzeljäger. Ansonsten brauchen sie aber unbedingt einen Artgenossen. Gerade bei kleinen Kitten ist Einzelhaltung absolut nicht artgerecht. Katzen brauchen einander, um zusammen durch die Wohnung zu toben, miteinander zu kuscheln oder sich gegenseitig die Ohren zu putzen. Natürlich kann man einen Teil davon auch als Besitzer übernehmen, aber einen richtigen Katzenkumpel kann man nie ersetzten.

Es gibt allerdings auch bei Katzen Exemplare, die durch fehlende Sozialisierung oder jahrelange Einzelhaltung die kätzische Kommunikation verlernt haben. In diesen Fällen solltest Du dann tatsächlich von einer Vergesellschaftung absehen. Bei Katzen, die immer Kontakt mit Artgenossen hatten, ist eine Vergesellschaftung dagegen oftmals kein Problem. Du solltest allerdings die Katzen so auswählen, dass sie vom Alter, Geschlecht und vor allem vom Charakter ähnlich sind und sie miteinander harmonieren.

2. Kosten

Wenn Du Dich für Katzen aus dem Tierheim oder Tierschutz entscheidest, liegen die Kosten für die Anschaffung meist bei 100 bis 200 € je Katze. Diese Katzen sind allerdings bereits geimpft und meist auch schon kastriert. Bei Rassekatzen kann der Preis durchaus bei mehreren hundert Euro liegen. Auf keinen Fall solltest Du sogenannte „Vermehrer“ unterstützen, bei denen die Katzen viel zu jung und oftmals verdächtig günstig abgegeben werden. Abgesehen davon, dass man so etwas keinesfalls unterstützen sollte, muss man hier die Kosten für die Impfung und die Kastration (die bei jeder Katze, die nicht zur Zucht eingesetzt wird, unumgänglich ist) selber zahlen. Bei der Grundimmunisierung kommt man für zwei Impfungen oftmals schon auf 70 € und die Kastration kostet je nach Geschlecht und Region zwischen 50 und 150 €. Daher kommst Du mit einer Tierheimkatze auf jeden Fall günstiger weg.

Für die Erstanschaffung von Zubehör kommen dann noch einmal Kosten auf Dich zu.
Hier sollten zum Einzug bereits einige Näpfe (idealerweise aus Keramik), mindestens zwei Katzentoiletten (Faustregel: Immer ein Klo mehr als die Anzahl der Katzen), je Katze eine Transportbox, Spielzeuge und ausreichend Kratz- und Klettermöglichkeiten vorhanden sein.
Auch die laufenden Kosten für Futter und Streu sollten immer mit eingeplant werden. Wenn man entsprechende Dosengrößen und Angebote kauft, kommst Du beim Futter auch mit hochwertigen Nassfutter auf ca. 20 € im Monat je Katze.

Nicht zu unterschätzen sind auch plötzlich anfallende Tierarztkosten. Hier solltest Du immer ausreichende finanzielle Rücklagen haben. Alternativ kannst Du auch Krankenversicherungen für Katzen abschließen, dann kannst Du die Kosten besser überblicken.

3. Platzbedarf einer Katze

Vor der Anschaffung von Katzen solltest Du Dir überlegen, ob die Wohnung auch groß genug ist. Denn Katzen brauchen einen gewissen Platz zum Toben und nehmen dabei selten Rücksicht auf Dekorationen. Beim Platzbedarf spielt natürlich auch die Katze an sich eine Rolle. So benötigen größere Katzen wie beispielsweise Maine Coons etwas mehr Platz als kleinere Hauskatzen.

Neben der Quadratmeter-Anzahl ist aber auch der Schnitt der Wohnung nicht unwichtig. Auch bei kleineren Wohnungen kannst Du zusätzlichen Platz schaffen, in dem man in die Höhe baut. So kannst Du durch Klettermöglichkeiten und beispielsweise Regalen an den Wänden eine weitere Ebene für die Stubentiger zugänglich machen und so die nutzbare Fläche vergrößern. Wenn vorhanden, freuen sich Wohnungskatzen auch meist sehr über den Zugang zu einem Balkon. Dieser sollte aber ausreichend gesichert sein, damit die Katze nicht aus Versehen herunterfällt. Auch das Sichern von offenen und gekippten Fenstern ist äußerst wichtig.

4. Wie unterscheiden sich Katzen?

Katzen unterscheiden sich in vielen Punkten. So sagt man, dass Kater eher größere Reviere haben, während Katzen häuslicher sind und sich besser für die Wohnungshaltung eignen. Kater untereinander raufen eher miteinander, während Katzen sich meist lieber nur etwas jagen. Wie verschmust eine Katze ist, lässt sich allerdings kaum am Geschlecht festlegen, dies ist bei jedem Kater oder Katze etwas unterschiedlich. Eine weitere Unterscheidung erfolgt auch beim Alter. Junge Katzen sind natürlich deutlich aktiver und je älter Katzen sind, desto ruhiger werden sie i.d.R. auch. Auch dies solltest Du bei der Wahl Deiner neuen Mitbewohner berücksichtigen.

5. Zeitaufwand bedenken

Vor der Anschaffung von Katzen solltest Du Dir auch über den Zeitaufwand im Klaren sein. Denn neben der regelmäßigen Fütterung brauchen die Katzen auch weitere Aufmerksamkeit, in dem man mit ihnen spielt und mit ihnen schmust. Gerade Langhaar-Katzen müssen zudem regelmäßig gebürstet werden, damit keine Kletten im Fell entstehen. Kurzhaar-Katzen sind bezüglich der Fellpflege dagegen weniger anspruchsvoll.

Hast Du nur eine einzelne Katze, benötigt diese natürlich auch noch mal mehr Aufmerksamkeit. Denn mehrere Katzen beschäftigen sich auch viel selbst zusammen und spielen und kuscheln miteinander. Auch die Zeit, wenn Du im Urlaub bist, sollte frühzeitig geplant werden. Hier solltest Du Dich rechtzeitig um einen Katzensitter oder eine Katzenpension kümmern, damit die Katzen auch in dieser Zeit gut versorgt sind.

6. Wohnungskatze oder Freigang

Ob man seine Katzen nur in der Wohnung hält, oder ihnen Freigang gewährt, hängt in erster Linie von der Wohnsituation ab. Mitten in der Stadt oder in der Nähe von stark befahrenen Straßen solltest Du natürlich keine Freigänger halten. Ist die Gegend für Freigänger geeignet, gibt es für Katzen kaum etwas Schöneres, als draußen durch die Natur zu streifen. Eine weitere Möglichkeit, seinen Katzen Auslauf zu gewähren, ist ein gesicherter Garten oder ein Außen-Gehege. So kann die Katze draußen rum toben, ohne dabei den Gefahren des ungesicherten Freiganges wie zum Beispiel Autos ausgesetzt zu sein.

7. Rassekatzen oder Hauskatze?

Ob man eine Rassekatze oder eine normale Hauskatze haben möchte, hängt natürlich ganz von dem eigenen Geschmack ab. Eine Rassekatze solltest Du allerdings ausschließlich bei seriösen Züchtern erwerben und nicht bei Vermehrern. Bei Züchtern sind die Kitten selbst und auch die Vorfahren gesundheitlich durchgecheckt und fertig geimpft, manchmal auch bereits kastriert.

Vielen Rassen sagt man bestimmte Charakterzüge nach, so sind Bengalen beispielsweise sehr lebhaft, Selkirk Rex Katzen dagegen eher ruhiger. Aber auch hier gibt es natürlich immer Ausnahmen, sodass man den Charakter nicht gänzlich nach Rassen unterscheiden kann.

> Eine Übersicht verschiedener Katzenrassen findest Du hier <

Einigen Katzenrassen sagt man nach, dass diese Allergiker-freundlich sind. Im Speichel dieser Katzen sind von Natur, oder meist durch spezielle Züchtung, weniger Allergene enthalten. Als Allergiker sollte man daher bei einigen Züchtern im Vorwege zum Probe-Kuscheln kommen, um zu sehen, ob man auf die jeweilige Rasse allergisch reagiert oder nicht. Manchmal reagiert man aber auch auf eine bestimmte Katze gar nicht und auf eine andere derselben Rasse dagegen schon. So kann es auch sein, dass man als Allergiker normale Hauskatzen halten kann. Es ist sogar auch möglich, sich beim Arzt auf ein spezielles Tier testen zu lassen. Auf jeden Fall ist eine Allergie kein Ausschlusskriterium, dass man keine Katzen halten kann.

Fazit

In jedem Fall solltest Du Dir bei der Auswahl Deiner zukünftigen Katzen viel Zeit lassen, damit Du die passenden für Dich und Deine Lebenssituation findest und die Katzen sich bei Dir auch wohlfühlen.



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