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Schlafende Katzen soll man nicht aufwecken?!

Eine erwachsene Katze schläft durchschnittlich 12 bis 16 Stunden pro Tag. Abhängig von den Haltungsbedingungen und dem Alter können es sogar mehr als 18 Stunden sein. Wohnungskatzen, die sich nicht so viel bewegen, schlafen beispielsweise öfter und länger als Freigängerkatzen, die draußen herumstromern. Junge und alte Tiere brauchen mehr Schlaf als Katzen in den besten Jahren. Auch gesundheitliche Probleme, schlechtes, „müdes“ Wetter, die sexuelle Stimmung und die Menge der letzten Futterration können die Länge der Schlafphasen beeinflussen.

Warum schlafen Katzen so lange?

Katzen sind Raubtiere und müssen ständig wachsam sein, um die potentielle Beute nicht zu verpassen. Dafür wird die Umgebung immer genau beobachtet, die Katzen pirschen sich an, sprinten los und sind auch bereit vor Fressfeinden zu fliehen. Das bedeutet eine große Anstrengung und Anspannung über den ganzen Tag. Die so verbrauchte Energie holt sich Deine Katze durch ihren ausgiebigen Schlaf zurück. Der Schlaf ist für die Regeneration sehr wichtig. Außerdem verarbeitet sie im Schlaf die gesammelten Eindrücke.

Die Phasen des Schlafes Deiner Katze

Deine Katze schläft natürlich nicht so viele Stunden am Stück, sondern den ganzen Tag über immer mal wieder. Wachphasen und Schlafphasen wechseln sich stetig ab. Freigängerkatzen werden vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv, denn dann sind besonders viele Beutetiere unterwegs. Wohnungskatzen hingegen passen ihre Schlafzeiten in der Regel an ihre Menschen an. Oft kann man dann beobachten, dass die Katze tagsüber eher schläft, um am Abend, wenn Du nach Hause kommst, aktiv zu sein.

Ein Schlafphasenzyklus ist etwa 40 Minuten lang. Davon ist eine knappe halbe Stunde eine leichte und langsame Schlafphase. Deine Katze ist dabei noch angespannt und bemerkt Änderungen in ihrem Umfeld. Dieses Dösen ist für Deine Katze früher lebenswichtig gewesen, denn nur so konnte sie nahende Konkurrenten und Fressfeinde wahrnehmen und rechtzeitig wieder Herr ihrer Sinne werden. Nach der leichten Schlafphase fällt Deine Katze für fünf bis zehn Minuten in den Tiefschlaf. In dieser Zeit entspannt sich der Körper vollständig. Oft sieht man Katzen in dieser Schlafphase zucken, dann träumt die Katze gerade besonders intensiv. Die beiden Schlafphasen des leichten und des Tiefschlafes wechseln sich immer wieder ab. Die Katze wacht erst auf, wenn sie gestört wird, sie Hunger hat oder ähnliches.

Schlafende Katzen aufwecken – was passiert?

Grundsätzlich sollte man es vermeiden die Katze beim Schlafen zu stören. Schließlich mögen wir es auch nicht, wenn wir aus unseren Träumen gerissen werden. Deine Katze braucht ihren langen Schlaf, auch wenn das für Menschen oft unverständlich ist. Wer ein Tier besitzt, sollte auf jeden Fall auf dieses Rücksicht nehmen und es nicht mutwillig wecken.

Allerdings schadet es Deiner Katze auch nicht, wenn sie geweckt wird. Teilweise kann es aber sein, dass die Katze sich erschreckt und gegebenenfalls beißt oder kratzt. Oft genießen Katzen aber auch Streicheleinheiten, die sie sanft aus dem Schlaf holen.

Bei aller Rücksichtnahme sollten sich Katzenbesitzer natürlich nicht in ihrem Alltag komplett einschränken lassen. Nur weil die Katze den ganzen Tag über in der Küche schläft, heißt das nicht, dass man nicht staubsaugen oder Musik hören kann. Wichtig ist nur, dass die Katze einen ruhigen Rückzugsort findet. Bei Freigängern kann das durchaus auch draußen sein, Wohnungskatzen sollten mindestens einen ruhigen Raum zum Schlafen finden.

Wie schläft Deine Katze am besten?

  • Ruhiger Rückzugsort: Wie bereits erklärt, braucht eine Katze einen ruhigen Ort, an den sie sich zurückziehen kann, wenn ihr alles etwas zu viel und zu laut wird. Dieser Platz sollte ruhig sein und dort solltest Du auch die Privatsphäre Deiner Katze akzeptieren. Ein Korb, ein Kratzbaum oder eine Höhle reichen dafür vollkommen aus. Manche Katzen liegen auch einfach gerne auf dem Bett oder auf einem Kissen.
  • Keine Zugluft: Zugluft ist unangenehm und kann dazu führen, dass Deine Katze krank wird. Das gilt es unbedingt zu vermeiden. Plätze an Fenstern, Türen oder anderen luftigen Orten werden zwar von manchen Katzen bevorzugt, allerdings sollten sie immer eine nicht zugige Alternative haben.
  • Warmer Schlafplatz: Für viele Katzen kann es nicht warm genug sein. Vor einem Ofen oder auf der Heizung fühlen sich die Tiere einfach am wohlsten. Wenn es möglich ist, kannst Du Deiner Katze auch ein Stück von der Heizung frei machen oder ihr wenigstens eine warme Unterlage auf den Boden legen.
  • Schlafrhythmus akzeptieren: Auch diesen Punkt haben wir bereits angesprochen. Katzen brauchen ihren Schlaf, deshalb solltest Du nicht mutwillig versuchen die „faule“ Katze zu wecken. Akzeptiere Deinen Vierbeiner so wie er ist.
  • Katze im Bett – ja oder nein? Das ist eine Geschmackssache. Für viele Katzenhalter gibt es nichts schöneres als angeschmiegt an den flauschigen Liebling einzuschlafen und aufzuwachen. Andere wiederum mögen Katzenhaare im Bett gar nicht. Solange Du oder Dein Partner keine Allergiker seid, könnt ihr das frei entscheiden. Schädlich ist die Katze im Bett nicht.
  • Katzenbett – ja oder nein? Die Idee der Katze ein warmes und kuscheliges Bett zur Verfügung zu stellen ist schön. In der Praxis nehmen die Tiere dieses Angebot aber oft nicht an. Im Bett oder auf dem Sofa ist es einfach viel bequemer. Alternativ zum Katzenbett kann auch ein Kratzbaum angeschafft werden. Mit seinen vielen Körben, Höhlen und Liegeflächen ist das ein idealer Schlafplatz. Wichtig ist dabei, dass der Kratzbaum gut abgesichert wird, damit die Katze nicht im Schlaf herunterfällt. Das ist vor allem bei alten und sehr jungen Katzen wichtig.
  • Schlafplätze für Freigänger: Draußen braucht eine Katze eigentlich keine menschengemachte Schlafmöglichkeit. In Scheunen, Gartenhäusern und Schuppen gibt es in der Regel genügend Schlafplätze.

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