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Deine Katze hat Probleme mit den Augen – was tun?

So erkennst Du Augenkrankheiten bei deiner Katze!

Die Augen von Katzen sind besonders stark, von Krankheiten sind sie jedoch deswegen nicht befreit. Genetisch bedingte beziehungsweise angeborene Augenkrankheiten sind aber bei Katzen sehr selten (Perser und Siamkatzen einmal ausgenommen). Damit bleibende Schäden verhindert werden können, muss rechtzeitig etwas gegen die Augenkrankheit unternommen werden. In diesem Artikel sehen wir uns einmal genauer an, welche Symptome auf eine Augenkrankheit hinweisen können, welche Behandlung angebracht ist und wie sich Augenkrankheiten vorbeugen lassen.

Welche Symptome zeigt Deine Katze, wenn sie ein Problem mit den Augen hat?

Wenn sich die Mietze irritiert über die Augen fährt oder diese immer wieder zusammenkneift, können dies schon die ersten Anzeichen auf ein Augenproblem sein.

Aber auch

  • tränende, trübe und/oder rötliche Augen
  • Verkrustungen und Fremdkörper im Augenbereich
  • sichtbare Probleme mit den Augenliedern hervorgerufen durch Schwellungen
  • äußere Blessuren wie Kratzer und Bisse
  • starre und/oder geweitete Pupillen
  • Eiterabsonderungen
  • Augenzittern und/oder ständiges Blinzeln
  • plötzliche lichtscheue

weisen auf ein akutes Augenproblem hin. Teilweise können sogar verschiedene Symptome gleichzeitig auftreten.

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Was sind die am meist verbreiteten Augenkrankheiten bei Katzen?

Augenkrankheiten bei der Katze gibt es einige. Deswegen gilt es schon bei den ersten Symptomen einmal genauer hinzuschauen. Zu den häufigsten gehören

  • Entzündungen der Binde- und Hornhaut
  • Grüner Star (Glaukom) und Grauer Star
  • Eosinophile Keratitis (Dabei wächst eine rosa-weißliche Masse auf der Hornhaut)
  • Chlamydien Infektionen
  • Fehlstellungen der Augenlieder – wird ausgelöst durch Revierkämpfe u. ä.
  • Ektropium der Augenlieder (nach außen grollte Lidränder)
  • Entropium der Augenlieder (Lidränder nach innen grollt)
  • Probleme der Augen ausgelöst durch Katzenschnupfen

WICHTIG Augenprobleme können außerdem verstärkt auftreten, wenn Deine Katze an

  • Diabetes
  • Leukose
  • Herpes
  • Horner Syndrom
  • Nickhautvorfall
  • Wurmbefall
  • Nervenschädigungen
  • Bluthochdruch

Leidet.

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Katze Augenprobleme

Fragen und Antworten

Erste Hilfe – Wie sieht die richtige Behandlung aus?

Je nachdem, welche Symptome gezeigt werden, ist eine andere Behandlung und Vorgehensweise angebracht. Deswegen schauen wir uns zu den einzelnen Symptomen eventuelle Krankheiten an.

Bei Fehlstellungen des Augenliedes (Ektropium & Entropium) kannst Du als Halter selbst nicht viel für Deine Katze unternehmen. Sie entstehen hauptsächlich durch äußere Gewalt oder durch Unfälle. Diese Augenprobleme können nur operativ behoben werden. Sobald Du dieses Augenproblem also bei Deiner Katze bemerkst, solltest Du sofort einen Tierarzt aufsuchen!

Sollte Deine Katze einen Katzenschnupfen haben und dadurch Beeinträchtigungen an den Augen erleiden, dann gilt es ebenfalls so schnell als möglich einen Tierarzt aufzusuchen. Katzenschnupfen ist eine sehr weit verbreitete Krankheit und ist zudem auch noch sehr gefährlich. Die Erreger dieser Krankheit werden oft von Streunern und Freigängern weitergegeben und sorgen dafür, dass sich die Tränenkanäle entzünden. Im schlimmsten Fall wachsen diese zu, wodurch die Tränenflüssigkeit über das Augenlid abgesondert wird. Dabei treten dunkle Verfärbungen im Augenwinkelbereich auf. Im schlimmsten Fall lassen sich sogar ganze Tränenstraßen, die quer über das Gesicht führen, erkennen. Sollte dies zu spät erkannt werden, so lässt sich auch kein chirurgischer Eingriff mehr machen, da diese Gegend sehr zart und empfindlich ist.

Grüner Star (Glaukom) kann bei uns Menschen als auch bei unseren Katzen auftreten. Dies führt im schlimmsten Fall sogar bis zu Erblindung! Frühzeitiges Entdecken dieser Krankheit ist also wichtig. Beim grünen Star wird aus unbekannten Gründen ein erhöhter Druck auf das Auge ausgeübt, was ohne Behandlung bis zum Ausfall des Augenlichts führt. Milchige Hornhäute und starre, geweitete Pupillen weisen auf diese Krankheit hin.

Beim Grauen Star (Katarkat) handelt es sich ebenfalls um ein Augenproblem, das wir als auch unsere Katzen bekommen können. Dabei werden die Augenlinsen getrübt, was von außen gut erkennbar ist. Diese Krankheit kann angeboren sein, aber auch durch ein Glaukom (Grüner Star), Entzündungen oder Diabetes hervorgerufen werden.

Sollte sich Deine Katze eine Chlamydien Infektion (Bakterien) eingefangen haben, dann Nisten diese sich oft in den Schleimhäuten der Augen ein. Dort werden sie nicht vom Immunsystem entdeckt und somit auch nicht bekämpft. Bindehautentzündungen oder Katzenschnupfen können darauf hinweisen. Dies gilt ebenso für einen eitirgen-schleimigen Augenfluss des Katzenauges. Um diese Infektion wieder in den Griff zu bekommen, können bestimmte Antibiotika helfen. Oft verwendet werden dafür Tetracycline oder Chloramphenicol. Verabreicht werden diese meist in Form einer Augensalbe. Sie sind aber auch in Tabletten- und Spritzenform erhältlich.

Binde- und Hornhautentzündungen lassen sich oftmals durch irritationsloses Reiben der Augen, Rötungen, geweitete Pupillen und verstärktem Flüssigkeitsaustritt erkennen. Aber auch ständiges Blinzeln und Lichtscheue deuten darauf hin. Diese Entzündungen können durch Herpesvieren oder Bakterien hervorgerufen werden. Dreck und Fremdkörper, die in das Auge eingedrungen sind können ebenfalls der Auslöser sein. Bei falscher Behandlung können die Vieren immer wieder reaktiviert werden und neue Entzündungen herbeiführen. Bestimmte Medikamente helfen dabei, die Viren zu hemmen und zu beseitigen.

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Wann solltest Du mit einer Katze zum Tierarzt gehen?

Augenprobleme und –krankheiten sind ein ernst zu nehmendes Thema! Deswegen gilt es immer einen Tierarzt aufzusuchen. So werden viele Probleme gar nicht erst zu einer Krankheit und die Augen Deiner Katze bleiben langfristig gesund.

Bestimmte Probleme kannst Du aber selbst behandeln. Bei Verunreinigungen durch Erde kannst Du die Augen auch selbst vorsichtig auswaschen. Damit es aber auch in einem solchen Fall nicht zu langwierigen und gefährlichen Krankheiten kommt, kann eine Nachuntersuchung bei einem Tierarzt Klarheit verschaffen.

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Was solltest Du unternehmen, wenn Deine Katze schlecht sieht?

Wenn die geliebte Katze durch eine Augenkrankheit nicht mehr richtig sehen beziehungsweise gar nicht mehr sehen kann, dann ist das in erster Linie erst einmal ein Schock. Sowohl für Dich als auch für Deine Katze selbst. Brillen oder Kontaktlinsen gibt es für schlecht sehende Katzen nicht. Das gilt ebenso für das Augenlasern. Du solltest jetzt ein paar wichtige Maßnahmen ergreifen, um das Leben Deiner Katze trotz eingeschränkter Sehfähigkeit zu erleichtern.

  • Es sollten sich so wenig störende Möbel wie irgend möglich in der Wohnung befinden. Außerdem sollte die Anordnung dieser nicht geändert werden, damit sich Deine Katze besser orientieren kann.
  • Hohe Katzenbäume müssen gegen Liegemöglichkeiten nahe am Boden getauscht werden. Die Gefahr, dass Deine Katze von einem höheren Baum herunterfällt, ist einfach zu groß.
  • Bei einer schwächeren, beziehungsweise mittelschweren Sehschwäche wird sich Deine Katze wohl häufig vor ungewohnten Dingen erschrecken. Gib Deiner Katze mehr Sicherheit durch eine Alltagsroutine. Neue Dinge sollten langsam und behutsam an sie herangeführt werden, damit sie genug Zeit hat, diese kennenzulernen.

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Augenkrankheiten und Probleme durch eine regelmäßige Augenkontrolle vorbeugen!

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Wie wir jetzt wissen, können Augenkrankheiten ganz schnell sehr gefährlich werden. Im schlimmsten Fall führen sie sogar bis zu Erblindung. Um dies allerdings vorzubeugen, lohnt sich eine regelmäßige Augenkontrolle. Damit Du dies auch ohne weitere Probleme oder Gegenwehr Deiner Schnurrnase erledigen kannst, solltest Du ihr dabei nicht direkt in die Augen sehen. Dies könnte als aggressiv oder angriffslustig gedeutet werden. Am besten Du baust die Sichtkontrolle bei einer unauffälligen Kuschelstunde mit ein. Außerdem können so Ohren und Nase gleich mit auf mögliche Krankheiten untersucht werden!

Kontrolliere die Sehfähigkeit Deiner Katze mit einem Sehtest für Zuhause

Um eine mögliche Kurzsichtigkeit feststellen zu können solltest du:

  • ein Leckerli möglichst schnell werfen, etwa 4 Meter weit
  • Werfe dieses von weiter oben, damit Deine Katze nicht gleich folgen kann
  • Wichtig dabei ist, dass Deine Katze das Leckerli während des Fluges noch sehen kann. Bei unbewegten Gegenständen haben Katzen generell ein Problem, dieses zu erkennen.
  • Für ein realistisches Ergebnis solltest Du dies ein paarmal wiederholen.
  • Sollte sie das Leckerli nach mehrmaligem Wiederholen nicht finden, dann könnte eine Kurzsichtigkeit vorliegen. Lasse Dies von Deinem Tierarzt verifizieren.

Um eine mögliche Weitsichtigkeit feststellen zu können solltest du

  • Eine Maus oder ein anderes Spielzeug an einen Faden anbinden und dieses direkt vor der Katze baumeln lassen
  • Ist es ihr nicht möglich, dieses treffsicher mit dem Maul oder den Krallen zu fangen, dann könnte sie möglicherweise Weitsichtig sein.
  • Bei einem anderen Test lässt Du einen sehr leichten Gegenstand im direkten Sichtfeld deiner Katze fallen und sie muss dieses fangen. Dafür eignet sich eine Feder hervorragend.

Regelmäßig einen Sehtest von einem Tierarzt durchführen lassen!

Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Katzen können eine Sehschwäche in Form von Kurz- oder Weitsichtigkeit haben. Dies ist in der Regel erst einmal kein Grund zur Besorgnis. Sollten allerdings Augenprobleme wie oben genannt auftreten, gilt es schnell zu handeln, da dies ansonsten schwerwiegende Beeinträchtigungen nachsichtziehen kann. Für vollkommene Sicherheit solltest Du in regelmäßigen Abständen eine Augenkontrolle bei einem Tierarzt vornehmen lassen.

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