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Hilfe, meine Katze hat mich gebissen!

Eine Katze beißt nicht ohne Grund

Katzen sind meist freundliche, zugewandte oder sogar scheue Tiere. Trotzdem kann es passieren, dass sie plötzlich zubeißen. Ein Katzenbiss kann sehr schmerzhaft sein und unbehandelt zu schweren Entzündungen führen. Es ist wichtig, die Gründe für dieses Benehmen zu kennen, damit man im besten Fall erst gar nicht in eine solche Situation kommt. Aber auch einer Katze, die bereits zugebissen hat, kann man dieses Verhalten wieder abgewöhnen. Wichtig ist, sofort zu reagieren. Nur dann weiß die Katze, was sie falschgemacht hat.

Meistens mit Vorwarnung

Meist beißt eine Katze nur leicht zu und warnt sogar vor. Ein erstes Zeichen für einen drohenden Biss ist ein Zucken im Schwanz. Manchmal dreht sie auch ihre Ohren nach hinten. Dann ist Vorsicht geboten.
Kommt der Biss ohne Vorwarnung, will die Katze Deine Aufmerksamkeit. Dann solltest Du ihr keinesfalls geben, was sie möchte. Sie bekommt erst wieder Zuwendung, wenn sie nicht aktiv auf Kontaktsuche ist. Andernfalls nutzt sie das Beißen als Druckmittel.

Beißen aus Liebe

So ungewöhnlich es sich anhört – der Biss einer Katze kann ein Liebesbeweis sein. Manche Tiere geraten beim Kuscheln und Schmusen in eine Art Rausch und versuchen, ihre Zuneigung mit den Zähnen zu zeigen. Auch während des Liebesspiels zwischen Katzen untereinander kommt zu Bissen. So sehr sie Dir damit zeigen will, wie gern sie Dich hat – für Dich ist es sicher kein Vergnügen. Wenn Du sanften Gegendruck ausübst, tust Du der Katze nicht weh. Für sie ist es aber so unangenehm, dass sie aufhört zu beißen.

Genug geschmust!

Manche Menschen können gar nicht genug davon bekommen, mit ihrer Katze zu kuscheln. Katzen sind aber Lebewesen, die ihren eigenen Willen haben. Hat Deine Katze genug, stößt sie Deine Hand mit ihrer Pfote weg, dreht sich in eine andere Richtung oder geht. Erst wenn alles nichts hilft, beißt sie zu. Manche Katzen haben Stellen, an denen sie Berührungen prinzipiell nicht mögen. Bei einigen ist das der Schwanz, bei anderen können das die Pfoten sein. Achte darauf, diese Stellen zu erkennen und dann zu meiden. Übrigens können auch Katzen kitzlig sein. Viele Katzen lieben Berührungen an Kopf oder Rücken. Kraulst Du sie am Bauch, regt das ihren Spieltrieb an. Viele werden dann irgendwann übermütig und beißen zu.

Falls die Katze stark reagiert, wenn Du eine bestimmte Stelle berührst, hat sie vielleicht Schmerzen. Hier kann der Tierarzt weiterhelfen.

Die Katze als Jäger

Schleicht sich die Katze an, um in Hand, Fuß oder Bein zu beißen, geht sie ihrem Jagd- oder Kampftrieb nach. Sie führt „Trockenübungen“ durch, damit sie fit für die Beutesuche bleibt und sich gegen Feinde wehren kann. Besonders einzeln gehaltene Katzen, die ausschließlich in der Wohnung bleiben müssen, können ihre Instinkte oft nicht ausreichend ausleben. Sie schnappen zu, weil kein Beutetier oder Rivale zu finden ist.

In diesem Fall ist es wichtig, nach den Ursachen zu suchen und diese abzustellen. Ist die Wohnung katzengerecht eingerichtet und hat das Tier ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten? Es empfiehlt sich, täglich eine halbe Stunde mit der Katze zu spielen. Vielleicht würde es ihr auch guttun, wenn sie eine Katze als Spielgefährten bekäme.

Rangeln und Toben – nicht mit der Hand!

Streicheln und schmusen ist völlig in Ordnung. Beim Rangeln hingegen sollte niemals eine Hand eingesetzt werden – auch nicht, wenn sie mit einem Handschuh bekleidet ist. Besser ist es, wenn Du ihrem natürlichen Jagdtrieb mit Gegenständen entgegenkommst, der eine Beute simuliert. Du kannst zum Beispiel ein Kuscheltier oder ein Bällchen benutzen, dem sie hinterherjagt. Für Katzen werden zudem Angeln angeboten, an denen Federn hängen. Auch wenn sie bereits zum Beißen neigt – mit diesen Tricks lässt sich die Katze ablenken und umkonditionieren.

Ruhe, bitte!

Ein Umzug, Veränderungen in der Wohnung, Übernachtungsbesuch oder Baustellenlärm an der Straße – viele Dinge können Katzen verängstigen und unter Stress setzen. Es ist sehr wichtig, dass die Katze eine Rückzugsmöglichkeit hat. Hierzu eignen sich Kartons, ein erhöhter Schlafplatz oder ein Zimmer, das nicht den ganzen Tag belebt ist. Allen Familienmitgliedern und Besuchern muss klargemacht werden, dass die Katze an diesem Platz nicht gestört werden darf. In diesen besonderen Bereichen hat die Katze ihre Ruhe – sonst kann das schnell mit einem Biss enden.

Was kann ich tun, wenn ich einen „Beißer“ habe?

Schnappt die Katze nach Dir oder beißt zu, solltest Du Deine Hand nicht ruckartig wegziehen. Die Katze könnte Dich in diesem Moment als Beute sehen und befürchten, dass diese ihr entkommt. Sie würde erneut zubeißen.

Eine freundliche und vor allem konsequente Erziehung erleichtert das Zusammenleben zwischen Katzen und Menschen! Es versteht sich von selbst, dass Schreien und körperliche Gewalt kein Mittel sind, um eine Katze zu erziehen. Ein bestimmtes „Nein“ kann jedoch, wenn es konsequent erfolgt, durchaus ein Erziehungsmittel sein. Manche Menschen fauchen ihre Katze an. Das verstehen sie auf jeden Fall, da sie sich in unliebsamen Situationen damit selbst zur Wehr setzt.

Wie versorge ich einen Katzenbiss?

Katzen haben spitze Zähne, die tief ins Gewebe eindringen können. Oft sieht ein Biss harmlos aus und blutet nur wenig. Er sollte aber trotzdem sehr ernst genommen werden. Im Maul und im Speichel der Katze befinden sich unglaublich viele Keime, die sich vermehren und innerhalb des Körpers verbreiten können. Langwierige und schmerzhafte Entzündungen können dann die Folge sein. Um die Wundheilung nach einem Katzenbiss zu beschleunigen, wende Dich bitte umgehend an einen Arzt. Eventuell muss in diesem Fall auch eine Impfung aufgefrischt werden.

Lerne Deine Katze kennen, achte auf ihre Signale – so kannst Du oft einen Biss vermeiden!

Deine Meinung ist uns wichtig!

Uns interessiert, ob Du selbst schon eine Katze hattest, die öfters gebissen hat. Wie bist Du damit umgegangen?

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