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Mit Futter und Leckerlis die Beziehung zur Katze festigen

„Beiß nicht die Hand, die dich füttert.“ Diesen Spruch haben sich anscheinend auch Katzen zu eigen gemacht. Denn auch wenn es sich vielleicht nicht um einen handzahmen Schmusetiger handelt, wissen Katzen durchaus, wer sie füttert und sie kommen immer wieder zurück an die Orte, an denen sie Futter finden. Sie binden sich in gewisser Weise an die Person, die sie füttert. Je öfter sie gefüttert werden, je öfter können Katzen die Erfahrung machen, dass sie von der fütternden Person nichts zu befürchten haben.

Futter und Leckerlis richtig verteilen

Die Menge, die eine Katze am Tag essen sollte, ist begrenzt. Denn gerade bei kastrierten Katzen und Wohnungskatzen sollte man durchaus aufs Gewicht achten. Alles morgens in den Futternapf zu packen, fördert höchstens die Beziehung der Katze zu ihrem Napf. Sie fördert weder die Beschäftigung der Katze, noch die Bindung zwischen Katze und Mensch. Sinnvoller ist es, die Tagesration in kleinere Portionen zu verteilen und gegebenenfalls teilweise durch Leckerlies zu ersetzen. Diese können versteckt werden, um die Katze zu beschäftigen, als Füllung für Schnüffelteppiche und Katzenspielzeug genutzt werden oder im Clickertraining als Belohnung dienen. Jedes Stück Futter, das eine Katze sich erarbeiten muss, wird die Bindung zwischen Mensch und Katze stärken.

Die Katze im richtigen Moment belohnen

Der richtige Moment ist nicht immer ganz so einfach zu treffen. Das Timing für die Fütterung ist durchaus wichtig. Im Grunde muss es einfach nur schnell gehen. Die Belohnung muss so nah wie möglich am Zeitpunkt der zu belohnenden Handlung liegen. Das klingt im ersten Moment abstrakt. Es ist wahrscheinlich etwas Übung notwendig, um den Moment zu treffen. Hierzu ein Negativbeispiel: Wird die Katze immer wieder in dem Moment gefüttert, in dem sie auf den Tisch springt, wird sie natürlich bei Hunger auf den Tisch springen. Woher soll sie es auch besser wissen. Sie geht davon aus, dass beide Handlungen in einem Zusammenhang stehen. Für die Katze steht Futter dann an, wenn sie auf dem Tisch sitzt, egal ob dieses Verhalten in dem Moment gewollt ist oder nicht. Wird die Katze allerdings gefüttert, wenn sie erwünschtes Verhalten zeigt, wird dieses damit bestätigt. Manchmal hilft es also schon, mit der Fütterung damit zu warten, bis die Katze ruhig vor ihrem Napf sitzt und ohne großes Theater darauf wartet.

Leckerlis dosiert verwenden

Wer mit Leckerlies um sich wirft, der wird sie schnell entwerten. Denn wenn es zu viele davon gibt, ist das einzelne nichts mehr wert. Die Katze wird die Motivation verlieren wirklich schwierige Dinge für ein Leckerli zu tun. Leckerlies müssen verdient werden. Das muss auch eine Katze erkennen. Die kleinen Futterrationen dienen dabei als Belohnung und nicht als Bestechung. Das bedeutet auch, dass nicht jedes erwünschte Verhalten auch belohnt werden muss. Ab einem gewissen Punkt können Katzen durchaus auch einmal einfach nur „arbeiten“ um Herrchen oder Frauchen zu erfreuen und nicht nur deshalb, weil die Dosenöffner ein Leckerli hinhalten. Das kann dadurch erreicht werden, dass irgendwann nur noch jedes zweite Kunststück belohnt wird und die Abstände vergrößert werden.

Katze Klickertraining

Klickertraining

Das Timing ist bei einer Belohnung das A und O. Denn nur wenn die Belohnung richtig getimt ist, versteht die Katze auch, wofür sie belohnt wurde. Schon ein Moment zu spät und der Lerneffekt kann zunichte sein. Mit dem Klicker lassen sich Leckerlies besser timen oder auch irgendwann ersetzen. In vielen Situationen ist es schneller zu klickern, als der Katze ein Leckerli zuzustecken, welches sie im ersten Moment vielleicht nicht sieht oder riecht. Ein akustisches Zeichen, ist schneller wahrzunehmen. Die Katze wird es hören, auch wenn sie noch mit anderen Dingen beschäftigt ist. Bevor sich Leckerlies durch den Klicker ersetzen lassen, muss dieser allerdings erst konditioniert werden. Das ist im Grunde ganz einfach. Es wird über mehrere Tage immer wieder geklickert und sofort danach ein Leckerli gefüttert. Irgendwann wird die Katze begreifen, dass klickern und Belohnung durch Leckerli zusammen hängen. Dann wird die Katze nach dem Klick geduldig auf ihr Leckerli warten.

Bindung durch gemeinsame Beschäftigung und Zeit

Natürlich ist das Futter ein gutes Argument für die Katze ihre Zeit mit Herrchen und Frauchen zu verbringen. Vielleicht ist es bei dem ein oder anderen Stubentiger auch das einzige Argument für gemeinsame Beschäftigung. Hunger lässt auch eine ängstliche Katze über ihren eigenen Schatten springen. Doch im Grunde ist es etwas anderes, was die Bindung zwischen Dosenöffner und Katze wachsen lässt. Es ist die Zeit, die beide miteinander verbringen. Mit jeder gemeinsamen Beschäftigung wird das Vertrauen ineinander und die Freude aneinenander wachsen. Das ist gut für den Bindungsaufbau und bringt das Verhältnis zwischen Mensch und Katze noch einmal auf eine ganz andere Ebene, als die der reinen Abhängigkeit bei Hunger. Egal ob Futterspiele, Clickertraining oder auch nur eine Belohnung für gewolltes Verhalten, diese Interaktionen zwischen Mensch und Katze schaffen eine Bindung. Man lernt sich gegenseitig näher kennen und einzuschätzen.

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