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FIV Bei Katzen – Schutz vor Katzen Aids ist wichtig!

FIV ist mit dem HI-Virus verwandt

Im Jahre 1987 identifizierten Tiermediziner bei Katzen erstmalig das „Feline Immundefizienz Virus“ (FIV), das eng mit dem HI-Virus beim Menschen verwandt ist. Dieser gilt als Aids Erreger und sorgt bei Menschen für eine HIV-Infektion. FIV wird daher als Katzen-Aids bezeichnet. Die ansteckende Infektionskrankheit betrifft weltweit rund 1,5 % der gesamten Katzenpopulation. Das gefährliche Virus schädigt dauerhaft das Immunsystem der Katze. Deshalb tritt das Krankheitsbild über facettenreiche klinische Merkmale hervor, die häufig mit den charakteristischen Merkmalen von „FeLV“ sowie „ FIP“ verwechselt werden. Die anfänglichen FIV- Symptome weisen entsprechend starke Parallelen zu den Anzeichen von „FeLV“ und „FIP“ auf. Primär wird das Virus durch Katzenbisse übertragen. Trotz der Strukturähnlichkeit zum HI-Virus, können Übertragungen auf den menschlichen Organismus kategorisch ausgeschlossen werden. Analog zum HI-Virus kennt die moderne Veterinärmedizin derzeit keine heilsame Therapie und keinen Impfstoff gegen die Infektion. Lediglich die Symptome der Sekundärinfektionen sind behandelbar. Diese müssen frühzeitig behandelt werden, da die Beschwerden aggressiver als bei gesunden Tieren bekämpft werden müssen.

Nachfolgend erhältst Du wertvolle Informationen zu Katzen-Aids, die Dich für dieses bedeutende Thema sensibilisieren. Außerdem versorgen wir Dich mit kostbaren Tipps, die Dich dabei unterstützen, Dein Tier vor einer Infektion mit Katzen-Aids zu schützen.

FIV bei Katzen

Fragen & Antworten zu FIV

Was ist FIV?

Das „Feline Immundefizienz Virus“ gehört wie das HI-Virus zu den „Lentiviren“, die als langsame Viren klassifiziert werden und der Familie der Retroviren zuzuordnen sind. Lentiviren forcieren bei Affen, Katzen und Menschen eine Schwächung des Immunsystems. Die Erreger heften sich an spezielle Rezeptoren, die dem Virus das Durchdringen in den Zellkern ermöglichen. Der FIV-Erreger setzt dort sein Erbgut frei und überschreibt den ursprünglichen DNA-Code der gesunden Zelle mit seiner Virus-Information. Dieser Zyklus wird millionenfach wiederholt bis die Infektion die Abwehrzellen des Blutes befällt. Diese können ihre eigentliche Verteidigungsfunktion nicht mehr ausüben, da sie als „Sklave“ des Erregers jetzt FIV-Viren produzieren. Der defizitäre Schutzmechanismus wird von unterschiedlichsten Bakterien, Pilzen und auch anderen Viren ausgenutzt, um lebensgefährliche gesundheitliche Komplikationen hervorzurufen. Dieser Prozess mündet in einen Zusammenbruch aller Organfunktionen, wodurch eine FIV- infizierte Katze an Organversagen meistens stirbt. Lentiviren schreiten anfangs verhältnismäßig langsam voran. Andere Erreger befeuern diesen Vorgang maßgeblich und beschleunigen den Krankheitsverlauf.

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Wie kommt es zur FIV-Infektion ?

Laut Tiermedizinern erfolgt die Ansteckung mit dem FIV-Erreger vorwiegend durch direkte Bisse infizierter Katzen. Über den Speichel dringen die Viren in die Blutbahn der verletzten Katze. Nachdem die Erreger über die jeweilige Bisswunde in die Blut- und Lymphbahnen eingedrungen sind, gelangt das Virus zu den Lymphknoten und befällt diese mitsamt den T- Lymphozyten bzw. den körpereigenen Abwehrzellen. Wenige Wochen oder Monate nach der Infektion tritt typischerweise ein Fieber auf, das vereinzelt von Schwellungen der Lymphknoten begleitet ist. Der Organismus produziert in der Folge zu wenige weiße Blutkörperchen. Da ebenfalls ein signifikanter Mangel an T- Helferzellen hervortritt, ist der Organismus des kranken Tieres nicht mehr in der Lage sich gegen bakterielle Infektionen zu verteidigen. Die Abwehrkräfte brechen daher langfristig ein.

Katzenpopulationen bei denen eine unkontrollierte Fortpflanzung beobachtet werden kann, geben das Virus dabei relativ häufig transplazentar weiter. Demnach infizieren sich Katzenwelpen oftmals im Leib ihrer Mutter mit dem heimtückischen Erreger. Eine Übertragung während des Geschlechtsverkehrs ist nach Aussage renommierter Tiermediziner  aber wohl auszuschließen. Als Überträger von FIV gelten in erster Line Freigänger. Insbesondere männliche Tiere infizieren im Zuge von Revierkämpfen andere Katzen. Um Deinen Liebling zuverlässig vor einer FIV- Infektion zu schützen, solltest Du Dein Tier nicht unkontrolliert frei laufen lassen. Kastriere Dein Tier. Dies senkt das natürliche Aggressionspotential Deiner Katze und damit auch die Wahrscheinlich sich bei anderen Katzen zu infizieren.

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Wie erkennst Du FIV-Indikatoren?

Im Anschluss werden Indikatoren für die Abwehrschwäche (Immundefizienz) der Katze erkennbar. Ursprünglich ungefährliche Einzeller, Viren, Bakterien und Pilze, die natürlich in der Umgebung der Katze vorkommen, avancieren zur anhaltenden Gefahr für das immungeschwächte Tier. Die gewöhnliche Mundflora der Katze ist mit Millionen von Mikroorganismen durchsetzt, die zur Gesunderhaltung der Maulhöhle dienen. Durch das Virus stuft das Abwehrsystem diese Organismen fälschlicherweise als schädliche Eindringlinge ein. Die Katze entwickelt in der Folge ausgeprägte Entzündungsreaktionen des Zahnfleisches und der Maulhöhle.

Charakteristisch für die schwerwiegenden Defizite des Immunsystems sind zudem eine schlechte Wundheilung und vermehrt auftretende Entzündungen der Haut. Infektionen von Harnleiter und Atemwegen sind ebenso Kennzeichen für eine sich manifestierende FIV- Erkrankung des Tieres. FIV- erkrankte Vierbeiner besitzen wegen ihrer anhaltenden Immunschwäche einen schlechten Zustand des Haarkleides. Apathie, Appetitlosigkeit und Abmagerung unterstreichen die klägliche physische Verfassung der Katze. Zusätzlich werden konzentriert chronische Krankheiten erkennbar, die den tierischen Organismus weiter ausmergeln. Die furchtbare gesundheitliche Konstitution führt langfristig zu einem Zusammenbruch, der mit Organversagen und dem Tod der FIV- erkrankten Katze endet.

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Wie beugst Du FIV effektiv vor?

Eine zuverlässiger FIV- Impfung existiert derzeit leider noch nicht, weshalb Du den Fokus auf Prophylaxe- Maßnahmen lenken solltest. Hältst Du Dein Tier lediglich in Deinem Haus bzw. Deiner Wohnung und vermeidest den Kontakt mit Streunern, hat Deine Katze nahezu kein FIV- Risiko. Das Virus zeichnet sich durch seine Instabilität aus. Außerhalb seines Wirtes wird der Erreger innerhalb von einigen Stunden inaktiviert. Haushaltsreiniger und Desinfektionsmittel töten die Viren bereits schnell und effektiv ab. Hohe hygienische Standards minimeren deshalb das FIV- Risiko.

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Schutz vor Katzen AIDS (FIV)-2

Diagnosestellung und Therapie bei FIV

Eine FIV- Diagnose geht mit einem konstant erhöhten Risiko für eine Tumorbildung einher. Allerdings ist das Tumorrisiko bei FIV- erkrankten Katzen im Verhältnis zu FeLV- infizierten Tieren objektiv geringer. Häufig zeigen FIV- infizierte Vierbeiner plötzlich veränderte Gemüts – und Geisteszustände in Verbindung mit Störungen des zentralen Nervensystems. Registrierst Du bei deinem Liebling auffällige Abweichungen von gewöhnlichen Verhaltensmustern und eine schlechte gesundheitliche Verfassung, hinterfrage umfassend ob mögliche andere Indikatoren für FIV vorliegen. Blutbildungsstörungen und Blutarmut können Hinweise auf eine fortschreitende FIV- Erkrankung sein. Lasse Deine Katze bei jedem Verdachtsmoment auf FIV bei einem Tierarzt untersuchen.

Die Diagnose stützt sich neben der Summe der klinischen Symptome und der individuellen Krankengeschichte auf den Nachweis von FIV- Antikörpern im Blut des Tieres. Nach erfolgter Infektion bildet der infizierte Organismus innerhalb von 8 bis 12 Wochen Antikörper, die nach diesem Zeitfenster über eine Blutprobe nachweisbar sind. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass die Katze das „Katzen-Aids-Virus“ in sich trägt und lebenslang als potentieller Überträger fungiert. Die durchgeführten Tests sind relativ sicher. Demnach liefert das Verfahren selten „falsche positive“ Befunde. Um das diesbezügliche Risiko einer vermeintlichen Fehldiagnose ausschließen zu können, solltest Du 8 bis 12 Wochen nach dem ersten Test aber ein zweites Verfahren durchführen lassen. Insbesondere bei Katzenwelpen können Tests positive Ergebnisse hervorbringen, obwohl tatsächlich keine Infektion der Tiere vorliegt. Ist die Mutter der Jungtiere mit FIV infiziert, können FIV- Antikörper auf die Katzenwelpen übertragen werden. Nach einem vierwöchigen Zeitfenster sind diese Stoffe bei gesunden Welpen vollständig abgebaut. Fällt der FIV- Test bei deinen Welpen positiv aus, gebe nach 6 bis acht Wochen eine Wiederholungsprüfung in Auftrag. Ein negatives Ergebnis, verdeutlicht ein Fehlen der Antikörper im Blut der untersuchten Tiere. Eine FIV- Erkrankung ist in diesen Fällen dann nicht gegeben.

Im Zuge der Therapie setzt die Tiermedizin auf ähnliche Maßnahmen, die beim Menschen gegen eine HIV- Infektion eingesetzt werden. Demnach erhalten infizierte Katzen spezifische Medikamente, die die Virusvermehrung eindämmen. Produkte wie z.B. „ AZT“ zeigen in diesem Kontext gute Therapieerfolge. Ergänzend lindern immunmodulierende Präparate, Antibiotika sowie innovative Anti- Pilzmittel die Symptome des Virus. Eine Heilung erzielen die Mittel aber nicht. Die Therapie ist sehr kostenintensiv und umfasst eine engmaschige und strikte Überwachung durch den jeweiligen Tierarzt. Ist Dein Tier FIV- infiziert lege höchste Priorität auf eine hochwertige, gesunde und vitalstoffreiche Ernährung, um die gesundheitliche Verfassung Deines Lieblings zielgerichtet zu stärken. Separiere Deine Katze von kranken Artgenossen, um den Infektionsdruck für Dein Tier zuverlässig zu senken. Reagiert das Tier aggressiv auf andere Katzen, unterbinde den Kontakt. Auf diese Weise sorgst Du dafür, dass sich das Virus nicht weiter ausdehnt.

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