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Die 7 wichtigsten Regeln für Freigängerkatzen

Freigang: Ja oder Nein?

Das Thema Freigang bei der Katze beschäftigt viele Katzenbesitzer und Solche, die es noch werden möchten, da man ja schließlich nur das Beste für seinen Liebling möchte. Ob man seiner Katze den Freigang ermöglichen sollte, oder ob sie doch als Stubentiger besser aufgehoben ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Wohnsituation ab. In diesem Artikel erfährst Du die 7 wichtigsten Regeln für Freigängerkatzen und damit nützliche Informationen, Tipps und Tricks zum Thema Freigang bei Katzen.

Katze chippen für Freigang

1. Die Wohnsituation ist entscheidend

Der wohl wichtigste Faktor bei der Frage, ob Deine Katze künftig als Freigänger durch die Natur streichen und Mäuse fangen darf, ist Deine Wohnsituation. Natürlich ist Freigang artgerechter für Katzen, als eine reine Wohnungshaltung, da sie hier ihr natürliches Verhalten ausleben können und durch mehr Bewegungsmöglichkeiten meist ausgeglichener und zufriedener sind. Wenn Du jedoch an einer Hauptstraße mit viel Verkehr wohnst, die Straßenbahn direkt vor der Haustür fährt, oder sich ein Bahnübergang in nächster Nähe befindet, ist es wenig ratsam, Deiner Katze Freigang zu gewähren, wenn sie alt werden soll. Wenn Du allerdings einen Garten oder Balkon hast, kannst Du Deine Katze theoretisch durch ein Katzennetz oder einen hohen Zaun vor Straßengefahren schützen. Wohnst Du hingegen auf dem Land oder in einer Gegend mit wenig Verkehr, möglichst keinen großen Gewässern in der Nähe und keinen bejagten Wäldern, steht dem Freigang im Prinzip nichts mehr im Wege.

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2. Gehe durch Chippen auf Nummer Sicher

Wenn Du Deiner Katze den Freigang ermöglichen möchtest, solltest Du sie unbedingt chippen lassen, denn so ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass Du Deinen Liebling wiederbekommst, wenn er sich verläuft oder in falsche Hände gerät. Das Chippen übernimmt der Tierarzt, der Deiner Katze den Chip, der mit einem einmaligen 15-stelligen Code versehen ist, unter die Nackenhaut setzt. So ist es weltweit möglich, dass Tierärzte und auch viele Tierheime überprüfen können, dass die Katze zu Dir gehört. Für das Einsetzen des Chips, der übrigens lebenslänglich hält, verlangen die meisten Tierärzte zwischen 30 und 50 Euro.

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3. Schütze Deine Katze vor Krankheiten und Parasiten

Ein wichtiger Faktor beim Thema Freigang bei Katzen ist natürlich auch der Schutz vor Krankheiten und Parasiten. Wenn Deine Katze durch die Natur streift, Kontakt mit anderen Katzen und Tieren hat oder beim Freigang etwas frisst, kann sie sich z.B. leicht mit Tollwut anstecken. Du solltest Deine Katze also neben den Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, die auch für reine Wohnungskatzen empfohlen werden, unbedingt gegen Tollwut und eventuell auch gegen Katzenleukose impfen lassen.

Für die Impfungen musst Du Kosten zwischen 100 und 150 Euro jährlich einplanen, wenn Du Deiner Katze Freigang ermöglichen möchtest. Damit Deine Katze keine Flöhe oder Würmer vom Freigang mit ins Haus bringt (die auch zum Teil auf Menschen übertragbar sind!), solltest Du sie regelmäßig auf Flöhe kontrollieren, entwurmen und auf Zecken untersuchen. Die ESCCAP (Europäische Vereinigung von Veterinärparasitologen) rät bei Freigängerkatzen zu einer ganzjährigen Behandlung mit Zecken- und Flohmitteln, sodass Deine Katze immer geschützt ist. Zur Bekämpfung von Flöhen und Zecken eignen sich dabei wirksame Spot-on-Mittel, also Tropfen, die Du auf die Haut Deiner Katze aufträgst, sehr gut.

Kleiner Tipp Das Auftragen der Tropfen kann einfach beim Kuscheln mit deinem Liebling erledigt werden. Die Wurmkur sollte ca. viermal jährlich bei Freigängerkatzen durchgeführt werden und eventuell zusammen mit einer Kotuntersuchung erfolgen. Lass Dich hierzu am Besten von Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt beraten.

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4. Achte auf die Wetterverhältnisse

Besonders im Winter beschäftigt viele Katzenbesitzer die Frage, ob es nicht zu kalt für den Freigang ist. Dazu solltest Du wissen, dass Katzen, die regelmäßigen Freigang gewohnt sind, ein Winterfell bekommen und so vor Kälte geschützt sind. Sollte es allerdings nicht nur kalt sein, sondern auch regnen, ist es wenig ratsam, Deine Katze rauszulassen, denn bei Nassem Fell besteht die Gefahr, dass Deine Katze eine Unterkühlung bekommt. Wenn Deine Katze durch Regen oder Schnee doch einmal nass geworden sein sollte, ist es wichtig, dass Du sie mit einem Handtuch abtrocknest und ihr genügend Kuschelmöglichkeiten (z.B. ein Körbchen mit Kissen und Decken) zum Aufwärmen gibst.

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5. Achte auf das richtige Alter Deiner Katze für den Freigang

Wenn Deine Katze zum Freigänger werden soll, spielt das Alter natürlich auch eine wichtige Rolle. Grundsätzlich wird empfohlen, Katzen im Alter von 9-12 Monaten an den Freigang zu gewöhnen, weil sie in diesem Alter nicht mehr ganz so verspielt sind und so Gefahren besser einschätzen können.

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6. Erkenne potenzielle Gefahren für Deine Katze

Da die meisten Katzen sehr neugierig sind und viele Gefahren nicht so gut einschätzen können, tust Du Deiner Katze einen großen Gefallen damit, wenn du ihr „Revier“ auf potenzielle Gefahren überprüfst. Zu diesen Gefahren zählen neben stark befahrenen Straßen nämlich auch Teiche, Pools und andere Gewässer, denn wenn Deine Katze ins Wasser fällt und in Panik gerät, kann sie leicht ertrinken. Wenn Sich also ein Pool in der Nähe Deines Hauses befindet, sollte er immer mit einer dicken Plane abgedeckt sein, was natürlich ebenso für Regentonnen gilt.

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7. Gewöhne Deine Katze richtig an den Freigang

Zuletzt stellt sich die Frage, wie Du Deine Katze am besten an den Freigang gewöhnst. Wenn Du eine neue Katze bekommen hast, die älter als 9-12 Monate alt ist (Siehe Regel 5), solltest Du sie am besten erst einmal für 4-6 Wochen im Haus lassen, damit sie sich eingewöhnen kann. In diesem Zeitraum kannst Du auch gut ein Vertrauensverhältnis zu Deiner Katze aufbauen und ihr durch Routinen (z.B. Füttern zu bestimmten Uhrzeiten und Streicheln) Sicherheit geben. Wenn sich Deine Katze an ihr neues Zuhause gewöhnt hat und sich bei Dir wohlfühlt, kommt sie nach dem Freigang auch sicher wieder zu Dir zurück.

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Tipp für den ersten Freigang: Lasse Deine Katze das erste Mal in die Freiheit, wenn das Wetter nicht so gut ist (z.B. leichter Regen) und sie Hunger hat. So möchte sie sicher bald wieder zurück in ihr Zuhause.

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