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Wie mit dem Verlust einer geliebten Katze umgehen?

Liebe über den Tod hinaus

Du lebst mit Stubentigern zusammen oder überlegst, ob eine Samtpfote bei Dir einziehen soll? Dann willkommen im Klub der Katzenfreunde. Immerhin zählt die Katze zu den beliebtesten Haustieren. Dir ergeht es sicher genauso wie allen anderen Katzenbesitzern, Deine Katze und Du haben nicht nur eine Zweckgemeinschaft, sondern Dein Tier ist ein Familienmitglied und eine Herzensangelegenheit. Auch über den Tod hinaus.

Wenn Du Abschied nehmen musst

Dein neues Familienmitglied wird Dir viel Freude bereiten und bringt ein bisschen Wildnis in Deine vier Wände. So schön das Zusammenleben mit den vierbeinigen Tigern auch ist, Du musst Dir bewusst sein, dass, genauso wie bei den Menschen auch, irgendwann Dein Liebling sterben wird. Katzen haben eine Lebenserwartung von etwa 15 bis 17 Jahren, wobei es durchaus auch Katzen gibt, die zwanzig Jahre und älter werden. Wie lange Dein Haustier lebt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als Faustregel gilt: Je weniger Stress Dein Tier hat, desto älter wird es. Eine sterilisierte Katze, die richtig ernährt wird, lebt entscheidend länger als eine unsterilisierte Freigängerkatze. Daneben gibt es leider auch einige Krankheiten, die trotz modernster Intensivmedizin, zum Tod des Tieres führen können. Oft ist der Tod des geliebten Tieres ein Tabuthema. Vielleicht deshalb, weil der Tod und die Trauer um die tote Katze uns bewusst machen, dass auch wir Menschen sterben müssen?

Deshalb solltest Du Dir rechtzeitig Gedanken machen, was passiert, wenn Dein Tier über die Regenbogenbrücke gehen muss. Freigängerkatzen sind besonders gefährdet. Neben vielen Gefahren und Unfällen gibt es auch gefährliche Krankheiten, an denen sich Dein Liebling auf seinen Streifzügen durch die Natur anstecken kann. Die artgerechte Behandlung Deiner Katze ist oft auch eine finanzielle Belastung, die Du vielleicht kaum oder nur schwer bewältigen kannst. Es empfiehlt sich deshalb, eine Versicherung abzuschließen, die im Krankheitsfall oder bei Verletzungen nach Unfällen die hohen Tierarzt- beziehungsweise Tierklinikkosten übernimmt.

Ein würdevoller Abschied für Deinen Liebling

Tierbestattungen sind keine Modeerscheinungen unserer Zeit. Archäologische Ausgrabungen haben Interessantes über das Verhalten der Menschen zu ihren toten Katzen verraten. Besonders bekannt sind die mumifizierten Katzen aus der Zeit des alten Ägypten. Heute stehen Dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die Dir pietätvolle Lösungen für Dein verstorbenes Tier bieten. Eine Option ist, Deinen langjährigen Freund in Deinem Garten würdevoll zu beerdigen. Wenn Du in einem Mehrparteienhaus wohnst, musst Du jedoch Deinen Vermieter um Erlaubnis fragen. Für ein gutes Nachbarschaftsverhältnis ist es sinnvoll, die anderen Mieter darüber zu informieren. Es ist verboten, verstorbene Katzen, die seuchengefährdet sind, im Garten zu begraben. Außerdem muss das Erdloch für die Bestattung mindestens 50 Zentimeter tief sein und wieder mit Erde aufgeschüttet werden. Nur so ist gewährleistet, dass andere Tiere Deine verstorbene Katze nicht wieder ausgraben.

Ewige Ruhe für Katzen

Für viele Katzenbesitzer macht es bei der Trauer um die tote Katze einen Unterschied, ob das Tier zu Hause eingeschlafen ist oder in der Tierarztpraxis eingeschläfert wurde. Nach dem Einschläfern kommen zum Leid und zur Trauer oft noch Schuldgefühle dazu, weil es ja der Tierhalter selbst war, der die Entscheidung über den Tod des Tieres getroffen hat. Die Schuldgefühle sind nicht angebracht, denn kein Tierarzt würde ohne einen vernünftigen Grund einem Tier Leid oder Schaden zufügen. Ob Dein Tier im Kreise der Familie oder in der Tierarztpraxis stirbt, Du kannst es von der Tierverwertungsanstalt abholen lassen oder selbst hinbringen. Heute entscheiden sich auch viele Herrchen und Frauchen für die Feuerbestattung im Tierkrematorium.

Du kannst aus einem großen Sortiment an verschiedenen Urnen wählen oder Du verstreust die Asche an einem für Dich besonders schönen Ort. Auch eine Bestattung inklusive Grabstätte auf dem Tierfriedhof ist mittlerweile üblich. Eine Grabstelle erleichtert die Trauerarbeit, weil Du einen Ort hast, den Du pflegen und besuchen kannst. Eine kostengünstige Variante Abschied zu nehmen, ist die Errichtung einer virtuellen Gedenkstätte. Du kannst im Internet eine Kerze entzünden, in verschiedenen Foren mit Gleichgesinnten Dich austauschen und Freunde über das Ableben Deines Lieblings informieren.

Trauerarbeit

Wenn Deine Katze stirbt, leidest nicht nur Du, sondern auch die anderen Katzen, falls mehrere Stubentiger bei Dir wohnen. Du selbst brauchst Zeit, um über den Verlust hinwegzukommen und Du musst auch den Katzen ausreichend Zeit geben. Die Trauer bei Katzen kann sich unterschiedlich äußern: Manche Tiere werden unsauber, andere verweigern das Futter, manche werden aggressiv und manche Tiere beginnen sich stundenlang zu kratzen oder reißen sich die Haare aus.

Trotz Deiner großen Trauer um die tote Katze musst Du Dich jetzt noch intensiver um die anderen Katzen kümmern. Eine Extraportion Streicheleinheiten und Leckerlis können die Katzen genauso aufmuntern, wie neue Spielsachen oder ein neues Katzenbett. Nimm Dir Zeit, um Deine Trauer zu bewältigen. Es hilft Dir, wenn Du über das Ereignis mit Freunden oder Bekannten sprichst. Wenn Du der Meinung bist, dass Dir Freunde nicht zuhören wollen oder können, dann nimm professionelle Hilfe in Anspruch. Es gibt keine Checkliste, die Du abarbeiten kannst, damit Du Deine Trauer schneller bewältigst. Aber Du wirst merken, dass es von Tag zu Tag etwas leichter wird. Solltest Du Dich entscheiden, wieder einem Kätzchen ein Zuhause zu geben, darfst Du nicht den Fehler machen und das verstorbene Tier mit der neuen Katze vergleichen. Jede Katze hat ihren eigenen Charakter und ihre Eigenheiten.

Deine Meinung ist uns wichtig!

Hast Du Dich schon einmal von einem geliebten Tier verabschieden müssen oder welche Erfahrungen hast Du mit Katzenkrankheiten gemacht? Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare.

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