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Katze hat Krebs – Das Leben mit der Diagnose

Eine Krebserkrankung macht selbst vor unseren Stubentigern nicht mehr halt. Aber auch hier gilt: Je eher eine Tumorentwicklung erkannt wird, umso größer sind die Heilungschancen. Von daher ist es absolut wichtig, auf mögliche Anzeichen, wie Wesensveränderungen oder Knubbel am Körper zu achten und dann umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.

Wie kann es zum Krebs bei Katzen kommen?

Grundsätzlich gilt, dass es bei unseren Salonlöwen – wie auch beim Menschen – schon immer Krebserkrankungen gegeben hat. Jedoch ist selbst hier die Forschung sehr viel weiter als noch vor 50 Jahren und dank deutlich besseren Diagnostikmöglichkeiten ist es der Medizin heutzutage möglich, Tumore aller Art sehr viel früher zu erkennen. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass Umweltgifte und sonstige Begleiterscheinungen, die die moderne Gesellschaft mit sich bringt, ebenfalls das Ihrige dazu beitragen.

Ein weiterer Faktor für das vermehrte Auftreten von Krebserkrankungen ist die Tatsache, dass die Fellpopos dank einem sicheren Zuhause, hochwertigem Katzenfutter sowie hervorragender medizinischer Versorgung deutlich älter werden als früher. Und damit steigt auch das Krebsrisiko an. Darüber hinaus sind Stubentiger mit einer chronischen Erkrankung, die zu einem geschwächten Immunsystem führt, gefährdeter als gesunde Katzen.

Was sind Krebstumore bei Katzen?

Bei den Krebstumoren handelt es um Körperzellen, die sich plötzlich unkontrolliert teilen. Hierbei wird unter benignen (gutartigen) oder malignen (bösartigen) Tumoren unterschieden. Gutartige Tumore wachsen langsam, breiten sich nicht durch Wucherungen in andere Körperteile aus, sind jedoch in der Lage, gesunde Körperfunktionen zu beeinträchtigen. Bösartige Tumore zeichnen sich durch ein schnelles Wachstum aus, können im gesunden Gewebe wuchern (hier sprechen wir von einem invasiven Verhalten) und Metastasen bilden. Der Gesundheitszustand insgesamt wird deutlich stärker und schneller nachlassen.

Vor allem hier ist eine Früherkennung besonders wichtig. Von daher ist es notwendig, die folgenden Anzeichen unbedingt im Auge zu behalten:

  • Appetitlosigkeit oder ein auffällig großer Appetit
  • Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme
  • Gewichtsverlust, der deutlich sichtbar ist
  • Durchfall und/oder ständiges Erbrechen
  • Schwierigkeiten beim Absetzen von Kot oder Urin
  • Umfangsvermehrungen oder Schwellungen
  • Lahmheit, Steifheit, Wegknicken beim Laufen
  • Knubbel, Knötchen, die sich unter der Haut ertasten lassen
  • Krampf- oder epileptische Anfälle
  • Blutungen, Ausfluss
  • Wesensveränderung (Unruhe, Lustlosigkeit, etc.)

Ist eine Impfung gegen Krebs eine sinnvolle Alternative?

Inwiefern eine Impfung gegen Krebs eine gute Möglichkeit sein kann, die Erkrankung bei unseren geliebten Schätzen zu verhindern, ist fraglich. Bei den meisten Krebsarten, wie u. a. Lymphosarkom oder Leukämie würde eine Impfung nicht den gewünschten Erfolg bringen. Jedoch werden einige Blutkrebsarten durch einen Virus ausgelöst.

Hierbei handelt es sich meist um FeLV (den Felinen Leukämievirus). In diesem Fall gäbe es die Möglichkeit, die Miezen dagegen impfen zu lassen. Allerdings ist es genau diese Impfung, die in Verdacht steht, Fibrosarkome, auszulösen. Von daher solltest Du Dir vorab genau überlegen, ob eine Impfung gegen FeLV in Deinem speziellen Fall wirklich sinnvoll ist. Der wichtigste Aspekt hierbei ist die Frage nach der Haltung der Samtpfoten.

Bei Miezen, die ausschließlich im Haus gehalten werden und somit keinen Kontakt zu Freigängerkatzen haben, kann auf die Impfung vollends verzichtet werden. Freigänger hingegen sollten gegen diesen Virus geimpft werden, da die Gefahr, durch andere Freigängerkumpels mit dem tödlich verlaufenden Virus angesteckt zu werden, das Risiko eines Fibrosarkoms überwiegt.

Erhöhte UV-Strahlung kann Chance einer Krebserkrankung erhöhen

Neben den Blutkrebsarten, die am häufigsten vertreten sind, können unsere Stubentiger unter Hauttumoren (auf der Haut oder der Unterhaut) oder Schleimhauttumoren (Plattenepithelkarzinom) leiden. So führt UV-Strahlung bei übermäßiger Sonneneinstrahlung auch bei ihnen zu Problemen. Hier sind besonders die hellhäutigen Miezen gefährdet. Der Tumor befällt in der Regel die Körperstellen, die nur wenig behaart sind. Hierzu zählen Nase, Ohrenränder oder der innere Bereich der Ohrmuschel. Ein Plattenepithelkarzinom im Mäulchen der Katze ist allerdings unabhängig von der UV-Strahlung. Eine weitere Hautkrebsart ist der Basalzelltumor. Hier gehören kleine Hautknötchen sowie vergrößerte Lymphknoten zu den weiteren Symptomen.

Wie gehst Du mit einer Krebserkrankung bei Deiner Katze um?

Vielerlei Krebserkrankungen lassen sich heutzutage bei einer frühzeitigen Erkennung sehr gut behandeln. Wenn Du also bei Deiner Miez beispielsweise Knötchen oder Knubbel feststellst, solltest Du umgehend den Tierarzt aufsuchen. Klar abgegrenzte Knubbel unter der Haut deuten auf ein Fibrosarkom hin. Diese entstehen häufig durch das Impfen mit sogenannten Impfcocktails. Bei weiblichen Katzen ist ein Tumor am Bauch (kleine Knoten) ein Anzeichen auf ein Mammakarzinom. Vielfach können auch Gliedmaßen anschwellen, was sich in Schmerzen beim Laufen äußert.

Der Tierarzt wird Deine Mieze bei einem Verdacht auf eine Krebserkrankung ausführlich untersuchen und abtasten. Gegebenenfalls lässt sich bereits mittels einer Blutuntersuchung der Tumormarker feststellen. Eine Ultraschalluntersuchung hilft beim Erkennen der Tumore. Ist der Tumor klar umgrenzt und hat noch nicht gestreut, lässt er sich meist gut mittels einer OP entfernen. Hierbei wird der Tumor weiträumig mit gesundem Gewebe herausgeschnitten. Eine anschließende pathologische Untersuchung gibt genauen Aufschluss über die Art und Schwere des Tumors.

Sollte es bereits zu Metastasen gekommen sein, müsste über eine Strahlen- oder Chemotherapie nachgedacht werden. Bei der ersten Variante werden die Tumore ganz gezielt bestrahlt und zerstört. Sehr große Tumore lassen sich damit insoweit verkleinern, dass sie operabel werden. Eine aus Medikamenten bestehende Chemotherapie sollte genauestens vorab besprochen werden, da hierbei auch gesunde Zellen angegriffen werden und es zu teilweise enormen Nebenwirkungen kommt. Es ist also abzuwägen, ob die Begleiterscheinungen nicht den gewünschten Nutzen übersteigen.

Im Übrigen können einige Krebserkrankungen bereits im Vorfeld verhindert werden. So sollten Impfcocktails, also mehrere verschiedene Seren in einer Spritze gegen die typischen Katzenkrankheiten, vermieden werden. Mit einer frühzeitigen Kastration lassen sich u. a. Mammaleistentumore (Gesäugetumore vergleichbar mit Brustkrebs) verhindern.

Deine Meinung ist uns wichtig!

Wenn auch Du Erfahrungen mit einer Krebserkrankung bei Deinen Katzen machen musstest, dann lass uns Deine Geschichte gerne in den Kommentaren wissen.

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