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Homöopathie für Katzen

Schon seit Jahrtausenden gibt es eine enge Verbindung zwischen Menschen und Katzen. Die Samtpfoten können sich sehr wohltuend auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Gerade wenn sie schnurrend auf dem Schoß oder dem Bauch des Besitzers liegen, kann man beobachten, wie sich der Mensch zunehmend entspannt.

Katzen sind sehr feinfühlige und sensible Wesen und reagieren sehr empfänglich auf sanfte Heilmethoden. Eine optimale Methode ist die Homöopathie. Sie schafft es, Körper, Geist und Seele unserer geliebten Haustiere wieder in Einklang zu bringen.

Homöopathische Mittel richtig wählen

Es ist in der Tierhomöopathie besonders wichtig, die Gemüts- und Geistesverfassung genau unter die Lupe zu nehmen. Gerade Katzen sind sehr einfühlsame Tiere und deshalb reagieren sie bei auffälligen Symptomen sehr gut auf homöopathische Mittel. Doch wie wählt man das richtige Mittel aus? Am wichtigsten ist es, auf ungewöhnliche und sonderbare Symptome oder Eigenheiten zu achten. Katzen reagieren jedoch nicht nur bei einer Verhaltenstherapie gut auf homöopathische Mittel. Sogar verschiedene Krankheiten und Verletzungen kann man mithilfe der Homöopathie gut behandeln.

Ursprünglich bedeutet Potenzieren „Kraft-Frei-Setzen“. Unter einer Potenzierung versteht man eine stufenweise Verdünnung. Je häufiger potenziert wird, desto besser entfaltet ein homöopathisches Mittel seine Wirkung.

Man arbeitet je nach Verdünnung mit verschiedenen Potenzen:

  • 1 : 10 (Dezimalpotenz)
  • 1 : 100 ( Centesimal Potenz)
  • 1 : 50000 (LM – Q.Potenz)

Am Sinnvollsten ist es für den Eigenbedarf, wenn man mit Dezimalpotenz oder Cenesimal Potenz arbeitet. Man sollte jedoch die C30 Potenz nicht überschreiten. Eine Anwendung von homöopathischen Mitteln mit höherer Dosierung dürfen nur nach Absprache oder therapeutischer Verordnung verabreicht werden. Besondere Vorschriften der Dosierung gelten für Q-Potenzen.

Die Homöopathie ist ein ganzheitliches, individuelles Heilverfahren und basiert auf dem Grundsatz des Ähnlichkeitsprinzips. Die Grundlage dieses Prinzips bildet sich daraus, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird, das heißt, der Katze wird ein Mittel gegeben, das an einem gesunden Menschen ähnliche Symptome aufweist, so wie sich die Symptome im Laufe der Erkrankung zeigen.

Unter Gabe versteht man die Dosierung eines homöopathischen Mittels. Am bekanntesten sind Globuli (kleine Rohzuckerkügelchen), doch es gibt die Präparate auch in Form von Tropfen, Tabletten und Ampullen. In den homöopathischen Tropfen ist Alkohol enthalten. Des Weiteren sind etliche Wirkstoffe auch als Salben erhältlich.

Eine Gabe des homöopathischen Präparates besteht i.d.R. aus:

  • 5-10 Tropfen
  • 4-5 Globuli
  • 1 Tablette

Es gibt verschiedene Methoden, um das Mittel einer Katze zu verabreichen. Für viele Katzenbesitzer ist es am einfachsten, die Gabe mit einem Leckerli zu vermischen. Leberwurst eignet sich für diese Methode besonders gut. Wenn eine Katze jedoch die Aufnahme von Nahrung verweigert, kann man die Gabe auch in das Mäulchen geben.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Gabe mit Wasser aufzulösen und das Mittel mithilfe einer Spritze einfach ins Maul zu spritzen. Wichtig ist, dass die Spritze ohne Nadel verwendet wird, um das Tier nicht zu verletzen. Man kann die Gabe auch mit einem Löffel oder Mörser zermahlen und das Pulver anschließend auf die Pfoten des Stubentigers streuen. Bei der Fellpflege leckt die Katze dann das Pulver ab.

Welche Wirkung haben die verschiedenen homöopathischen Mittel?

Arnica Montana

Wird auch Fallkraut genannt. Die Pflanze wächst in alpinen Gebieten und ist das beste Mittel bei verschiedensten Verletzungen oder auch nach einer Operation.

Apis mellifica

Eignet sich hervorragend zur Behandlung von Wespen- oder Bienenstichen. Die betroffene Stelle wird mit einem in Wasser gelösten Apis betupft

Belladonna

Die Tollkirsche ist für Menschen und Tiere giftig, doch in potenzierter Form soll sie heilend wirken. Besonders bei einer Blasenentzündung kann man mithilfe der Belladonna die Schmerzen der Katze lindern.

Calendula

Die Ringelblume gehört zu den beliebtesten Zierpflanzen in heimischen Gärten und wird für Heilzwecke sehr oft benötigt. Sie wird bei Risswunden und Verletzungen angewendet. In den meisten Fällen wird die Ringelblume als Tinktur angewendet.

Nux Vomica

Im Volksmund wird es auch als Strychninbaum oder Krähenauge bezeichnet. Dieses Gewächs gedeiht in den Gebieten Indien, Vietnam, Südostasien und Nordaustralien. Strychnin ist der Hauptinhaltsstoff von Nux Vomica. Es eignet sich hervorragend zur Behandlung von Übelkeit oder Müdigkeit nach einer Operation.

Delphinium Staphisagria

Ist bekannt unter dem Namen Rittersporn. Beheimatet ist diese Pflanze im mediterranen Raum und wird bei Schnittverletzungen, wie zum Beispiel Operationsnarben oder bei Verletzungen mit Glasscherben verwendet.

Hypericum

Diese Pflanze kennt man unter dem Namen Johanniskraut. Diese Pflanze wirkt auf das Nervengewebe und bewährt sich bei Quetschungen des Schwanzes der Katze oder bei herausgerissenen Krallen. Das Mittel bewirkt, dass der Schmerz an den Nervenenden gelindert wird.

Ledum

Sumpfporst ist der bekanntere Name für diese Pflanze. Sie eignet sich sehr gut, wenn sich die Katze einen rostigen Nagel eingetreten hat. Ledum sorgt für eine Kühlung. Dennoch sollte man in solchem Fall unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Auch bei Bisswunden kann man dieses Mittel anwenden, denn es beugt Infektionen vor und die Bildung von wildem Fleisch soll verhindert werden. Da Zecken von Ledum abgeschreckt werden, kann man mithilfe der Globuli vermindern, dass die Katze von den lästigen Tierchen gebissen wird.

Symphytum

Dieses Mittel wird bei Knochenbrüchen und auch bei Verletzungen der Augen angewendet. Wenn die Katze einen Schlag auf das Auge bekommt und dadurch das Augenlid geschlossen hält, sollte mehrere Tage lang Symphytum D6 verabreicht werden.

Das kleine ABC: Welche Mittel bei welchem Leiden

 

  • Abszess: Hepar sulfuris, Silicea, Mercurius solubilis
  • Allergie: Urtica urens, Apis
  • Arthrose: Rhus toxicodendron, Ruta, Arnica
  • Bauchschmerzen: Nux yomica, Lycopodium, Bryonia, Colocynthis
  • Belastung der Leber: Taraxacum, Lycopodium, Carduus marianus
  • Bindehautentzündung: Graphites, Pulsatilla, Euphrasia
  • Blasenentzündung: Pulsatilla, Lycopodium, Cantharis
  • Durchfall: Bryonia, Arsenicum album, Gelsemium, Okoubaka
  • Ekzem (trocken): Sulphur, Arsenicum album, Sepia
  • Entzündungen: Belladonna
  • Erbrechen: Nux vomica, Ipecacuanha, Arsenicum album
  • Erschöpfung: Kalium phosphoricum, Arsenicum album
  • Furunkel: Belladonna, Hepar sulfuris, Silicea, Calcium carbonicum
  • Gehirnerschütterung: Hypericum, Arnica
  • Heiserkeit: Phosphorus, Carbo vegetabilis
  • Husten: Drosera, Ipecacuanha, Aconitum
  • Kreislaufschwäche: Carbo vegetabilis, Crataegus, Aconitum, Arnica
  • Kummer: Ignatia, Natrium muriaticum
  • Mundgeruch: Kalium phosphoricum, Mercurius solubilis
  • Nachwirkung von Impfungen: Silicea, Sulfur und Thuja (wechselnd)
  • Schnittverletzung: Staphisagria
  • Schnupfen: Kalium bichromicum, Pulsatilla, Allium cepa
  • Schwäche: Kalium phosphoricum
  • Trauer: Natrium muriaticum, Ignatia, Aconitum
  • Verdauungsstörung: Nux vomica, Carbo vegetabilis, Lycopodium
  • Wundheilung: Bellis perennis, Calendula

 

Hinweis Homöopathische Heilmittel können den Genesungsverlauf der Katze beschleunigen. Dennoch ist es sehr wichtig, dass man sich in allen Fällen an einen erfahrenen Tierarzt oder Tierheilpraktiker wenden sollte, um die Gesundheit des geliebten Vierbeiners nicht zu gefährden.



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