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Rundum geschützt? Perfekter Impfschutz für Deine Katze

Warum soll man die Katze impfen?

In Deutschland besteht keine Impfpflicht für Katzen, dennoch werden Impfungen empfohlen, um Krankheiten vorzubeugen. Impfungen aktivieren das Immunsystem und veranlassen die Bildung von Antikörpern gegen bestimmte Erreger. Wird die Katze wirklich einmal mit den entsprechenden Erregern infiziert, sind die Antikörper im Blut schon vorhanden und können von Anfang an die Erreger bekämpfen. So schützt eine Impfung Ihr Haustier nachhaltig vor Erkrankungen und unterstützt die Gesundheit Deiner Katze.

Insbesondere gegen Erreger, die auch auf den Menschen übertragbar sind, sollten Katzen geimpft werden. Denn sonst besteht für Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen die Gefahr sich anzustecken und zu erkranken.

Gegen welche Krankheiten kann man impfen?

1. Katzenseuche

Die sogenannte Katzenseuche wird meist von dem Feline Panleukopenie Virus ausgelöst. Übertragen wird die Krankheit zwischen Katzen oder auch durch Gegenstände, die vorher von einem infizierten Tier berührt wurden. Selbst Katzen, die die Krankheit überwunden haben, können den Erreger weitergeben. Katzenseuche breitet sich sehr schnell aus und lässt sich einmal ausgebrochen nur schwer und eher langwierig behandeln. Deshalb wird ab der achten Lebenswoche eine Schutzimpfung gegen Katzenseuche empfohlen. Je nachdem, welchen Impfstoff die Katze bekommt ist die Auffrischung jedes oder nur alle drei Jahre notwendig. Sollte Deine Katze mit Katzenseuche infiziert sein, treten Symptome, wie Appetitlosigkeit, Fieber, Erbrechen, Mattigkeit und Verweigerung des Futters auf. Geh bitte bei den ersten Anzeichen zum Tierarzt und lass die Ursache dieser Symptome frühzeitig abklären, um Deiner Katze rechtzeitig helfen zu können und andere Tiere nicht zu gefährden.

2. Katzenschnupfen

Die Feline Calici Viren und Herpesviren können Katzenschnupfen auslösen. Mit dieser Erkrankung ist nicht zu spaßen, denn obwohl sie „Schnupfen“ heißt, kann sie sehr gefährlich werden und sogar zu Lungenentzündungen oder Erblindung führen. Unbehandelt endet die hochansteckende Krankheit in den meisten Fällen sogar tödlich. Lass bitte Deine Katze deshalb ab der achten Lebenswoche gegen Katzenschnupfen impfen und nach der Grundimmunisierung dann jährlich auffrischen.

3. Tollwut

Wenn ein Tier sich mit Tollwut infiziert, ist der Krankheitsverlauf tödlich. Deshalb solltest Du Deinen Vierbeiner unbedingt gegen Tollwut impfen lassen. Das ist ab der zwölften Lebenswoche möglich. Da Tollwut auch auf den Menschen übertragen werden und tödlich ausgehen kann, solltest Du die Impfung alle zwei bis drei Jahre auffrischen lassen.

4. Weitere Impfungen

Während die ersten drei genannten Impfungen dringend empfohlen werden, sind die folgenden Impfungen nicht unbedingt zwingend notwendig. Du kannst daher individuell entscheiden, ob Du gegen diese Erkrankungen auch impfen lassen willst oder nicht.

Eine solche optionale Impfung ist die gegen Leukose (Katzenleukämie). Einmal aufgetreten ist diese Krebserkrankung nicht mehr heilbar. Ab der neunten Woche und danach alle ein bis drei Jahre kann gegen Katzenleukämie geimpft werden. Eine weitere mögliche Impfung ist die gegen Feline Infektiöse Peritonitis (FIP). Diese Erkrankung führt oft zu einer Entzündung des Bauchfells. Einmal ausgebrochen verläuft FIP tödlich. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine gesunde Katze erkrankt relativ gering. Die dritte optionale Impfung ist die gegen Chlamydienschnupfen. Bei dieser Krankheit sind die Augen befallen, denn es entwickelt sich eine Bindehautentzündung. Eine Impfung ist ab der achten Lebenswoche möglich und ist vor allem für Katzenjunge und für Haushalte, in denen mehrere Katzen leben empfehlenswert.

Fragen und Antworten zum Thema Impfschutz für Katzen

Was bedeutet Grundimmunisierung?

Katzenwelpen sind zu Beginn ihres Lebens vor Krankheitserregern gut geschützt, denn über die Muttermilch nehmen sie viele Antikörper auf. Ab etwa der achten Lebenswoche ist dieser Welpenschutz abgeklungen, das Katzenbaby ist ab dieser Zeit anfällig für Erreger aller Art. Um eine Infektion zu verhindern und so das Risiko einer Erkrankung zu mindern, sollte deshalb ab der achten Lebenswoche mit den Impfungen begonnen werden.

Da der Tierarzt nie genau weiß, wann die Antikörper aus der Muttermilch vollständig abgebaut wurden, muss eine sogenannte Grundimmunisierung erfolgen. Darunter versteht man Mehrfachimpfungen. Diese sind notwendig, da auch die letzten Antikörperreste im Körper der Katze verhindern, dass der Körper durch die Impfung selbst neue Antikörper bildet. Mit der Grundimmunisierung wird also sichergestellt, dass die Impfung auch wirklich wirkt. Deshalb sollten Sie ihr Katzenbaby in der achten und in der zwölften Lebenswoche impfen lassen. Studien haben sogar ergeben, dass es teilweise nach der zwölften Woche noch aktive Antikörper aus der Muttermilch im Körper des Katzenbabys gibt. Deshalb wird empfohlen, eine dritte Impfung in der 16. Lebenswoche durchzuführen. Abgeschlossen wird die Grundimmunisierung dann am Anfang des zweiten Lebensjahres mit einer vierten Impfung. Danach können die Auffrischungsimpfungen in größeren Abständen durchgeführt werden, ohne zu riskieren, dass der Impfschutz nicht wirkt.

Wenn Sie eine erwachsene Katze übernommen oder gefunden haben, die bislang noch nicht geimpft wurde, kann teilweise auch eine Grundimmunisierung nötig sein. Das ist allerdings abhängig von dem verwendeten Impfstoff. Wird Lebendimpfstoff verabreicht, genügt in der Regel eine Impfung während bei inaktivierten Impfstoffen eine zweite Impfung nach vier Wochen erfolgen muss, um die Grundimmunisierung und so den Schutz zu gewährleisten. Dein Tierarzt wird Dich dazu beraten.

Wie häufig soll man Impfungen auffrischen?

Wann die Auffrischungsimpfungen notwendig sind und in welchen Abständen sie erfolgen müssen, hängt von den einzelnen Erregern ab. Impfungen gegen Tollwut und Katzenseuche beispielsweise bieten einen belastbaren und langfristigen Schutz. Hier ist eine Auffrischung nach jeweils zwei bis drei Jahren erforderlich. Andere Impfstoffe, wie beispielsweise gegen Bordetellen schützen nur für etwa ein Jahr und müssen danach wiederholt werden.

Eine zusätzliche Impfung außerhalb des Intervalls kann notwendig werden, wenn sich in Deiner Region eine bestimmte Katzenkrankheit ausgebreitet hat. Für nähere Informationen dazu kannst Du Dich bei Deinem Tierarzt beraten lassen. Dieser kennt die Seuchenlage und kann Dich im Ernstfall zu verschiedenen Maßnahmen beraten.

Warum versagen Impfungen manchmal?

Dass eine Impfung versagt passiert relativ selten. Diesen Fall nennt man Impfdurchbruch. Diese sind möglich, wenn die Katze mit sehr vielen Krankheitserregern in Kontakt kommt, beispielsweise in einem Tierheim oder in einer Nachbarschaft, in der viele andere Katzen erkrankt sind. Außerdem ist es auch denkbar, dass die Infektion schon vor der Impfung bestand und nur später ausgebrochen ist. Auch, wenn der Impfstoff falsch ge- oder überlagert ist oder das Immunsystem der Katze zum Zeitpunkt der Impfung nicht stark genug war, kann es zu einem Impfdurchbruch kommen. Allerdings ist der Krankheitsverlauf bei einem Impfdurchbruch in der Regel nicht so schwer wie bei ungeimpften Tieren.

Wie bereitet man die Katze auf die Impfung vor?

Bevor eine Katze geimpft wird, sollte ihr Immunsystem stark und gesund sein. Deine Katze darf nicht an Infektionskrankheiten oder Parasiten leiden. Optimalerweise solltest Du eine Woche vor der Impfung die Katze entwurmen. So kann die Impfung vom Körper der Katze optimal angenommen werden und ihre volle Wirkung entfalten.

Welche Nebenwirkungen können Impfungen haben?

Nebenwirkungen von Impfungen kennen auch wir Menschen. Diese sind in der Regel aber nicht gravierend. So kann es beispielsweise zu einer erhöhten Temperatur kommen. Deine Katze kann außerdem in den ersten Tagen nach der Impfung etwas schlapper und müder sein als normal, denn das Immunsystem muss den Impfstoff erst einmal verarbeiten und genügend Antikörper bilden.
In seltenen Fällen können auch gravierendere Nebenwirkungen, wie Tumorbildung auftreten. Durch moderne Impfstoffe und fachkundige Arbeit der Tierärzte kann dieses Risiko heutzutage allerdings weitestgehend minimiert werden.

Gibt es Schluckimpfungen für Katzen?

Schluckimpfungen für Katzen gibt es zwar, etwa gegen FIP, allerdings haben diese sich bislang in den meisten Tierarztpraxen nicht durchgesetzt. Die Gefahr bei einer Schluckimpfung besteht darin, dass die Katze das Mittel nicht frisst oder ausspuckt und so nicht genügend geschützt ist. Deshalb ist eine Spritze nach wie vor die beste und sicherste Methode Deine Katze impfen zu lassen.



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