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Kippfenster – Tödliche Gefahr für Katzen!

Kippfenster sind eine ernstzunehmende Gefahrenquelle. Nicht für uns Menschen, sondern für die neugierigen Vierbeiner, die erstaunlich hoch springen können: Katzen. Gerade im Sommer erkennt der Besitzer des Tieres das gekippte Fenster nicht als Gefahrenquelle, weil der Wunsch nach einer kühlen Brise das aufmerksame Auge blind für die Katze macht. Für Samtpfoten kann das verhängnisvoll enden. Denn innerhalb der eigenen Wände herumtigern, ist auf Dauer zu langweilig. Während der Besitzer sein Augenmerk auf andere Dinge gerichtet hat, wartet die Miezekatze nur auf ihre Chance.

Dabei sind die leisen Samtpfoten bekannt für ihre Neugierde, die von Vogelgezwitscher, Straßenlärm und anderen äußeren Reizen geweckt wird. Wer sich also erst kürzlich eine Katze zugelegt hat oder eine Katze haben möchte, sollte sich über die Gefahr eines Kippfensters informieren. Wir sagen Dir, was Du machen musst, wenn die Katze im Fenster eingeklemmt ist.

Mögliche Verletzungen

Bei Glück im Unglück schafft es die Katze, sich ohne Verletzungen aus dem gekippten Fenster zu befreien. Allein auf diese Möglichkeit sollte sich der Katzenbesitzer jedoch nicht verlassen. Er müsste billigend in Kauf nehmen, dass es auch anders ausgehen kann. Und das macht niemand. Für das eigene Bewusstsein ist es deshalb wichtig, sich über die möglichen Folgen klar zu werden. Zu den schadhaften Konsequenzen gehört vor allem das Verletzungsbild der Katze, welches entstehen kann, wenn sie sich nicht mehr aus der gefährlichen Falle des Kippfensters befreien kann.

  • Eingeklemmte Gliedmaßen. Es kann zu Brüchen von Knochen und Gelenken, irreversiblen Quetschungen von Nerven, massiven Durchblutungsstörungen und Strangulationen kommen.
  • Eingeklemmter Hals. Steckt die Katze mit dem Hals im Kippfenster fest, dann gibt es für das Tier in den meisten Fällen kein Entrinnen mehr. Ist der Besitzer nicht zugegen, kommt die Hilfe oft zu spät.
  • Eingeklemmte Körpermitte Ist die Körpermitte eingeklemmt, kann es neben einer Quetschung der inneren Organe zu Rippenbrüchen, Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks unterschiedlicher Schweregrade und inneren Blutungen kommen. Auch kann es zu einer vollständigen Querschnittslähmung kommen.

Wie kann ich die Katze befreien? Die richtigen Handgriffe

Um sich selbst vor den Bewegungen, Krallen und den Zähnen der Katze zu schützen, ist es ratsam, sich vor der Befreiung schnell Handschuhe überzuziehen. Das Tier steht in der Regel unter Stress. Kein Wunder, denn es kämpft mit der Todesangst. Im Moment der Befreiung kann Dich die Katze deshalb verletzen, ohne dass dahinter eine böswillige Absicht steht. Der Tierhalter sollte seine Katze deshalb mit aller Vorsicht bis zu einem breiten Spalt anheben, um sie dann aus der misslichen Lage zu befreien. Die Katze sollte sofort zum Tierarzt oder in eine Tierklinik gefahren werden.

Ab zum Tierarzt – in jedem Fall!

Ist die Katze im Fenster eingeklemmt und kann sie befreit werden, so ist unverzüglich ein Notfalltermin beim Tierarzt zu machen. Beim Anblick des eigenen Tieres mögen die Verletzungen dem Besitzer teilweise offenkundig sein, aber nicht immer ist das der Fall. Quetschungen und innere Verletzungen sind mit dem bloßen Auge von außen nicht sichtbar. Außerdem mag das Katzentier unter Schock stehen. Der Tierarzt kann sofortige Aufklärung schaffen und die notwendigen Maßnahmen einleiten.

Um den Kreislauf der Katze zu stabilisieren, legt der Tierarzt der Katze häufig eine Infusion. Ein Ultraschall klärt über weitere Verletzungen auf.

Besser vorbeugen mit einem Kippfensterschutz

Damit sich das Risiko erst gar nicht verwirklicht, sind präventive Maßnahmen zu ergreifen.

  • Kippfensterschutz: gibt es im Onlineshop* oder im Fachhandel.
  • Solange kein Kippfensterschutz besorgt ist, sollten die Fenster geschlossen bleiben, wenn der Besitzer nicht ständig anwesend ist.
  • Eventuell kann ein Erinnerungszettel für das Schließen der Fenster an die Haustür gehangen werden.

Wie kann ich die Katze gesund pflegen?

Hat sich der kleine Vierbeiner bei einem Fluchtversuch im Kippfenster verletzt, kann es zu Folgeschäden kommen, um die sich der Tierbesitzer kümmern muss. Das Reperfusionssyndrom bereitet nach der Befreiung die größten Probleme. Hierbei wird die Durchblutung der zuvor lang eingequetschten Gliedmaßen und Organe wiederhergestellt. Die erneute Durchblutung verursacht häufig einen sogenannten Reperfusionsschaden. Dieser bildet sich so:

Im Zustand der Minderdurchblutung können im Gewebe der Katze Giftstoffe entstehen, die nicht abtransportiert werden können. Zudem kann es infolge der Blutstauung zu einer Bildung von Blutgerinnseln kommen. Wird die Durchblutung der Gewebe und Organe wiederhergestellt, verteilen sich Blutgerinnseln und Giftstoffe im ganzen Körper. Dies kann tödliche Spätfolgen verursachen.

Diese Schäden und auch das Erlebnis selbst führen zu einem Schock und zu einem Kippfenster-Syndrom bei der Katze. Während die geschädigte Muskulatur mit Schmerzmitteln behandelt werden muss, kann eine Physiotherapie (z. B. Massage der betroffenen Körperteile) bei der Katze helfen. Der Tierarzt kann dazu die nötigen Anweisungen geben. Wie genau die therapeutischen Maßnahmen aussehen hängt letztlich von dem jeweiligen Verletzungsbild ab.

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Hast Du selbst noch Ideen? Hat sich Deine Katze schon einmal im Kippfenster eingeklemmt? Schreib uns Deine Erfahrungen!

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