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Hilfe, meine Katze hat Milben – Achtung ansteckend!

Deine Katze zeigt einen starken Juckreiz oder Du hast vielleicht kleine Parasiten im Fell deiner Mieze entdeckt? Dann leidet deine Katze vermutlich unter einem Milbenbefall. Milben bei Katzen sollten direkt behandelt werden, denn die Parasiten schaden nicht nur deiner Katze, sondern können auch auf den Menschen übertragen werden. Wir zeigen dir, wie du die Milben frühzeitig erkennst und einen Befall behandelst.

Was genau sind Milben und welche Arten von Milben gibt es?

Milben zählen zu den Kleinstlebewesen und zählen zu den Spinnentieren, ebenso wie die Zecken. Es gibt verschiedene Arten von Milben, die sich im Aussehen und der Art des Befalles unterschieden.

1. Die Hausstaubmilbe

Diese ist wohl die bekannteste Milbenart, sie findet sich in vielen Haushalten, sie lebt auf dem Boden und in den Polstermöbeln und ernährt sich von Hautresten der Hausbewohner. Diese Milbenart gilt allgemein als harmlos, doch sowohl Menschen, als auch Katzen können auf die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe mit einer Allergie reagieren. Bei Katzen kann die allergische Bronchitis, eine Reaktion auf Hausstaubmilben sein. Um die Milben loszuwerden, ist eine Kernreinigung aller Polster und Stoffe im Haus nötig und sämtliche Ecken und Spalten sollten von Staub und Fusseln befreit werden. Zudem ist ein leichtes Parasiten-Spray für Katzenbetten zu empfehlen wenn stärkeres Vorkommen besteht.

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2. Die Raubmilben (Cheyletiella blakei)

Die Raubmilben leben im Fell der Katze, hauptsächlich ernähren sie sich von den Hautschuppen der Katze, jedoch beißen sie auch kleine Wunden in die Haut der Katze, um deren Körpersäfte zu trinken. Dies erzeugt starken Juckreiz und Schuppenbildung, manchmal treten auch Irritationen (Rötungen und Pusteln) und Hautentzündungen auf. Mit einer Größe von gerade mal 0.5 mm sind die Parasiten mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Bei Verdacht auf Milben sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, dieser kann anschließend entsprechende Zeckenhalsbändern oder Spot-on-Präparaten empfehlen. Es ist ratsam, die betroffene Katze mit einem Milbenmittel zu baden oder einzusprühen, ebenso sollten alle Plätze der Katze behandelt werden und auch die Polstermöbel und Bürsten des Tieres. Die Raubmilbe verbreitet sich sehr schnell von Tier zu Tier, weshalb alle Tiere im Haushalt untersucht werden sollten.

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3. Die Ohrmilben (Otodectes cynotis)

Wie der Name bereits vermuten lässt, befallen diese Milben meist das Ohr der Katze, sie sind aber auch im Fell des Tieres zu finden, meist im Bereich des Nackens. Sie ernähren sich von Zellmaterial und Gewebsflüssigkeit. Die Katze zeigt starken Juckreiz im Ohr und es bildet sich vermehrt brauner Ohrschmalz. Durch die Reizung entzünden sich das befallene Katzenohr und die Gehörgänge, besonders oft leiden Jungtiere unter den Ohrmilben. Die Milben können leicht von Tier zu Tier übertragen werden und befallen auch andere Haustiere. Die Ohren müssen von einem Tierarzt gereinigt werden und es wird meist eine Ohrsalbe verschieben, die die Milben bekämpft und gegen die Entzündungen hilft.

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4. Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis)

Diese spezielle Milbenart tritt nur Saison bedingt auf. Die Larven entwickeln sich ab dem Frühsommer bis zum Herbst, die entwickelten Larven befallen meist Freigänger, aber auch andere Haustiere und auch uns Menschen. Betroffene Katzen leiden unter sehr starkem Juckreiz, die Parasiten können meist mit einer Lupe erkannt werden. Unter der Lupe sind die Herbstgrasmilben als gelb-orange-rote Punkte, die sich leicht bewegen, zu erkennen. Bevorzugt halten sich die Milben zwischen den Zehen der Katze, am Maulbereich und an den Rändern der Ohren auf, es gibt aber auch Fälle, da sind die Milben am Bauch oder am Schwanz der Katze zu finden. Die Milben ernähren sich von noch aktiven Hautzellen, diese lösen sie mit ihrem Speichel auf und saugen sie auf.

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5. Räudemilben (Notoedres cati)

Diese Milben sind auch unter dem Namen Grabmilben bekannt. Diese Milbenart kann auch andere Tiere und Menschen befallen, eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt ist daher sehr wichtig. Die Milben finden sich meist im Kopfbereich und an den Vorderpfoten der Katze. Das Tier zeigt starken Juckreiz und lichteres Fell mit Schuppenbildung und Entzündungen. Die hartnäckigen Milben leben auf der Haut der Katze, graben sich aber zur Eiablage in die oberste Hornschicht der Haut. Die Milben ernähren sich von Zellresten und Gewebeflüssigkeit und können auch bis zu drei Tage ohne Wirt überleben. Deshalb müssen bei einem Befall alle Decken und Möbel gründlich gereinigt werden.

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6. Haarbalg- oder Demodexmilben

Diese Milben leben sehr oft unbemerkt auf der Katze, da sie in den meisten Fällen keine Symptome verursachen. Bei einem sehr starken Befall, in Verbindung mit einem schwachen Immunsystem des Tieres, können die Milben jedoch zu Erkrankungen führen. Die Demodexmilbe hat verschiedene Unterarten, die nur von einem Tierarzt, durch Haarproben bestimmt werden können. Die Milben leben in den Haarbälgen, dem Teil der Haut, aus dem das Katzenhaar wächst. Ein Befall tritt meist im Bereich des Gesichtes oder den Ohren auf. Die Symptome sind Hautentzündung, Haarausfall und starke Schuppenbildung rund um die Augen oder an den Ohren. Bei fehlender Behandlung erkrankt die Katze an einer „generalisierten Demodikose“ die ganze Haut der Katze wird haarlos und entzündet sich.

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Behandlung und Therapie von Milben

Die Behandlung erfolgt in zwei Schritten – der erste Schritt ist die Behandlung der Begleiterscheinungen, wie Haut- oder Ohrentzündungen oder allergischen Reaktionen. Als Zweites werden die Milben abgetötet. Hierfür verwendet der Tierarzt ein Milbenabtödendes, also akarizides Mittel, speziell zur Behandlung gegen Spinnentiere wie Zecken und Milben. Diese Mittel werden meist als Spot-on Präparate* benutzt. Die Anwendung ist simpel und kann auch zur Vorbeugung vom Besitzer durchgeführt werden. Die Präparate werden dem Tier auf die Haut getropft und gehen in die Blutbahn über.

Neben den Spot-on Medikamenten gibt es auch Puder, Shampoos oder Sprays gegen Milben. Dein Tierarzt kann Dich beraten, welches Medikament am besten bei einem Befall und zur Vorbeugung bei Deinem Tier ist. Wichtig ist, nie ohne Absprache mit dem Tierarzt zu handeln, das falsche Mittel kann im schlimmsten Fall schädlich für die Katze sein. Neben der aktiven Behandlung des Tieres solltest Du auch alle Liegeplätze, Bürsten und deine Polstermöbel reinigen und mit einem Mittel gegen Milben behandeln. Diese gibt es speziell als Umgebungsspray*, aber auch hier solltest Du Deinen Tierarzt vorher um Rat fragen. Um die Begleiterscheinungen, wie Entzündungen richtig zu behandeln, ist es wichtig, dass Du die Medikamente auch über einen entsprechenden Zeitraum gibst und die Behandlung nicht vorher abbrichst.

Vorsicht vor Ansteckung!

Die meisten Milbenarten sind hoch ansteckend für andere Katzen und Haustiere wie Hunde und verbreiten sich über Kontakt oder über gleiche Liegeplätze und Bürsten. Die meisten Milbenarten können auch auf den Menschen übertragen werden, dies äußert sich über starken Juckreiz und Rötungen der Haut, meist mit allergischen Reaktionen verbunden. Schütze daher Deine Familie und Deine Haustiere, indem du frühzeitig gegen Milben vorbeugst und bei den ersten Symptomen einen Tierarzt aufsuchst.

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