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Erste Hilfe bei Katzen – wenn es schnell gehen muss

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Erste- Hilfe-Maßnahmen bei Katzen sind überlebenswichtig

Ziehen sich Katzen schwerwiegende Verletzungen zu, ist die umgehende Anwendung zielgerichteter „ Erste- Hilfe- Maßnahmen“ genauso überlebenswichtig wie für Menschen. Ein Notfall wie Sturz, Verbrennung oder Verletzung verlangt ein sofortiges überlegtes Handeln. In diesen Fällen ist es wichtig, dass Du Ruhe bewahrst, erste Hilfe leistest und unmittelbar mit dem verletzten Tier bei einem Tierarzt vorstellig wirst. Rede mit sanfter Stimme beruhigend auf die Katze ein und stelle einen behutsamen Transport zur Tierarztpraxis sicher. Um bestmöglich auf derartige Situationen vorbereitet zu sein, ist das Wissen um die spezifische Symptomatik verletzter Tiere und Techniken für „ Erste- Hilfe- Maßnahmen“ essentiell.

Derartige Maßnahmen dienen ausschließlich als Erstversorgung, die Behandlung durch einen Tierarzt ersetzen die Techniken nicht. Nachfolgend erhältst Du wertvolle Informationen, die dir in Notfällen dabei helfen, richtig vorzugehen. Grundsätzlich solltest Du dich informieren, ob in deiner Nähe tierärztliche „24 Stunden- Notdienste“ angeboten werden. Speichere die Kontaktdaten der Klinik in Dein Handy ein, um fortwährend auf die Nummer zurückgreifen zu können. Tiere dürfen niemals mit Medikamenten behandelt werden, die ursprünglich für Menschen konzipiert sind. Dies gilt auch für Salben, Tabletten und Desinfektionsmittel. Tierbesitzer sind dazu angehalten ihre Notfall- Apotheke mit Präparten auszustatten, die explizit für die Versorgung von Tieren bestimmt sind.

Erste Hilfe bei Katzen

Was gehört in die Notfall- Apotheke für Katzen?

Grundsätzlich solltest Du stets

vorrätig haben.

Sämtliche Salben, Medikamente und Lösungen müssen explizit für die Versorgung von Katzen vorgesehen sein. Verwende niemals einfach Mittel, die für Menschen bestimmt sind. Kalzium- Trinkampullen lindern zeitnah die Beschwerden des Tieres bei Insektenstichen. Überprüfe den Inhalt der Notfall- Apotheke permanent auf die Haltbarkeit der Produkte. Abgelaufene Präparate sind auszusortieren und zu entsorgen.

Häufige Notfälle und Maßnahmen

Die Tiere simulieren prinzipiell nicht. Deshalb solltest Du sensibel reagieren, sobald Du Abweichungen vom Normalverhalten deiner Katze wahrnimmst. Notfallsituationen bergen das Risiko in einen Schockzustand zu verfallen. Mediziner klassifizieren einen Schock als lebensbedrohlichen Zustand, der in ein akutes Kreislaufversagen münden kann. Da die Blutversorgung der Organe im Zuge dessen gedrosselt wird, kann ein Schockerlebnis tödlich enden.

Indikatoren für einen Schock sind eine flache Atmung des Tieres, ein gesteigerter Pulsschlag, eine erhöhte Herzfrequenz, unruhiges-, apathisches – bzw. panikartiges Verhalten, eine blasse Verfärbung der Schleimhäute und kalte Pfoten. Registrierst Du derartige Symptome, ist Vorsicht geboten, da sich die Katze in einem Ausnahmezustand befindet. Dieser lässt sie unberechenbar werden. Möglicherweise ist das Tier durch den Schock derartig verwirrt, dass es mit Kratzen oder Beißen auf deine Hilfe reagiert. Deshalb solltest Du dich mit robusten Handschuhen oder einer Decke schützen. Dunkelheit, Wärme und Ruhe wirken in dieser Situation beruhigend. Stress intensiviert demgegenüber den Zustand. Wickele Deine Katze sanft in eine Decke und lege das Tier in Seitenlage auf einem festen Untergrund ab. Durch dieses überlegte Vorgehen hilfst Du dem Tier dabei bestmöglich mit der aufwühlenden Situation zurecht zu kommen.

Wunden und äußere Verletzungen kannst Du leicht identifizieren. Das Wahrnehmen von Brüchen, Stichen oder innere Verletzungen erfordert eine sensible Beobachtungsgabe deinerseits, um Symptome frühzeitig zu erkennen.

Eine Katze mit Knochenbrüchen weist in der Regel zusätzliche Verletzungen auf, die wenig offensichtlich in Erscheinung treten. Daher untersucht der Tierarzt umfassend sämtliche Organsysteme, um ebenso latente Beschwerden aufspüren zu können. Ein Fenstersturz geht häufig mit einem Kieferbruch einher. Bei einem Knochenbruch belastet das Tier entsprechende Beine nicht mehr richtig. Setzt man das Bewegungsmuster des auffälligen Gliedes in Relation mit dem Gegenstück, werden unnatürliche Bewegungen offensichtlich. Durch eine exakte Beobachtung kann ein gebrochenes Bein deshalb unkompliziert erkannt werden. Brüche im Bereich von Kopf und Kiefer werden durch Asymmetrien von Schädel und Gesicht erkennbar. Schädelbrüche gehen oft mit Krämpfen, unnatürlich geweiteten Pupillen und einem abnormen Bewegungsmuster einher. Ist der Kiefer einer Katze gebrochen, erschwert dies die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Betroffene Tiere fressen und trinken daher wenig. Rippenbrüche sorgen für eine mühsame Atmungsaktivität. Lähmungen im hinteren Körperbereich zeigen Wirbelsäulenbrüche auf. Ein auffällig herabhängender Schwanz ist ein Indikator für Schwanzwirbelbrüche.

Krampfanfälle bzw. Epilepsie äußeren sich durch Verspannungen der Muskulatur und unkontrollierte Zuckungen. Epilepsien kommen bei Katzen verhältnismäßig selten vor. Primär lösen Stoffwechsel- bzw. Durchblutungsstörungen und Verletzungen des Gehirns die Beschwerden aus. Zusätzlich forcieren Vergiftungen z.B. mit Frostschutzmitteln oder Schneckenkorn die Krämpfe. Wenn die Katze urplötzlich die Kontrolle über ihren Körper verliert, fällt sie in einen bewusstlosen Zustand, der von Muskelzuckungen begleitet wird.

Grundsätzlich handelst Du immer richtig, wenn Du bei Knochenbrüchen, Wunden, Krampfanfällen, Autounfällen der Katze sowie bei Quetschungen die oben aufgeführten Verhaltensregeln bei einem Schockzustand befolgst. Tierärztliche Hilfe ist in diesen Fällen allerdings unerlässlich. Bist Du deiner Katze aus Versehen auf den Schwanz getreten, beobachte ihr Verhalten aufmerksam. Weicht ihr Verhalten plötzlich von gewohnten Mustern ab, kann dies auf schwerwiegende Verletzungen hindeuten.

Wickle das Tier in eine weiche Decke und lege sie in Seitenlage auf einer stabilen Unterlage auf dem Boden ab. Befreie den Boden von Gegenständen an denen sich das Tier stoßen könnte. Bereite im Nachgang alles für einen sofortigen Transport zur Tierarztpraxis vor. Kontaktiere die Praxis und frage, ob sie derzeit besetzt ist. Andernfalls nimm Kontakt mit dem tierärztlichen Notdienst auf. Lege die Katze für den Transport in einen gepolsterten, abgedunkelten Korb, der dem Tier vertraut ist. Fahre nun umgehend in eine Praxis oder Klinik und stelle das Tier dem Arzt vor.

Die erforderlichen Maßnahmen orientieren sich wie beim Menschen am „ABC- Schema“. Zuerst musst Du die Atemwege der Katze freilegen. Hierfür ist das Maul zu öffnen, die Zunge in den vorderen Mundraum zu ziehen und bei Bedarf Schleim, Fremdkörper oder Erbrochenes zu entfernen. Nachfolgend besitzt die Beatmung des Tieres höchste Priorität. Führe in einem Turnus von jeweils 3 Sekunden eine Beatmung durch die Nase durch. Im Anschluss legst Du den Fokus auf die „Zirkulation“ bzw. den Kreislauf. Als Instrument hierfür dienen Herzmassagen. Positioniere deine linke Hand auf dem Brustkorb während Du zusätzlich zwei Finger deiner rechten Hand auf die Linke presst. Diese Technik stimuliert die Herztätigkeit. Wendest Du diese Technik korrekt an, setzt der Herzschlag deiner Katze wieder ein.

Laut tierärztlicher Statistiken stellen Verletzungen, die aus Raufereien mit Katzen, Unfällen im Straßenverkehr, Einklemmen in Fenstern oder Stürzen von Balkonen bzw. Fenstern hervorgehen, die häufigsten tiermedizinischen Notfälle dar. Häufig erleiden die Tiere im Zuge dessen Stauchungen, Knochenbrüche, Prellungen sowie innere Verletzungen. Stürze aus einer objektiv geringen Fallhöhe sind mit einem besonders hohen Risikopotential behaftet. Beträgt die Fallhöhe weniger als 2 m, lässt diese Distanz der Katze nicht ausreichend Zeit, sich in der Luft in eine bestmögliche Position zu drehen. Daher trifft sie oft unglücklich und ungebremst auf den Boden auf. Ebenso führen Verbrennungen, Unterkühlungen, Hitzschläge, Vergiftungen, Fremdkörper, Bisse in Stromkabel und Insektenstiche häufig zu Beschwerden mit akutem Notfall- Potential.

Stark blutende Wunden müssen sofort mit Hilfe eines festsitzenden Notverbandes versorgt werden. Massive Blutungen lassen sich auf diesem Weg oft nachhaltig stoppen. Bissverletzungen, die durch andere Katzen oder Hunde entstanden sind, erstrecken sich häufig tief in Fleisch und Gewebe. Stecken Gegenstände wie Äste oder Messer in der Wunde, darfst Du unter keinen Umständen versuchen den Fremdkörper aus dem Tierkörper zu ziehen. In der Folge der Verletzung können lebensgefährliche Abszesse entstehen. Entfernst Du den Fremdkörper, steigert dies das Risiko für ein eventuelles Verbluten der Katze. Sowohl Verbrennungen als auch Insektenstiche solltest Du mit kaltem Wasser zur Erstversorgung kühlen. Alternativ kannst Du Eiswürfel nutzen, die vorher unbedingt in ein Tuch einzuwickeln sind. Ein direkter Kontakt zwischen Wunde und Eiswürfel ist zu vermeiden. Katzen können ebenso wie Menschen einen Hitzschlag oder Unterkühlungen erleiden. Beißt das Tier in Stromkabel, zieht dies eventuell einen gefährlichen Stromschlag nach sich.

Vergiftungen äußern sich durch spezielle Indikatoren. Demnach können starkes Speicheln, Krämpfe, Erbrechen oder ein Kollaps der Katze auf Vergiftungsreaktionen hindeuten. Vermutest Du eine Vergiftung, versuche die mögliche Ursache herauszufinden. Bringe den vermeintlichen Auslöser mit in die Tierklinik oder informiere den Tierarzt detailliert über die mutmaßliche Ursache für die Vergiftung.

Registrierst Du einen verschluckten Fremdkörper, versuche zunächst vorsichtig diesen umgehend zu entfernen. Gleiches gilt sofern Du bemerkst, dass sich ein Fremdkörper im Auge deines Tieres befindet. Bei sämtlichen Notfällen musst Du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Bei vereinzelten Notfällen können Feuerwehren oder Polizei eine Katze sicher bergen, befreien und wenn nötig erstversorgen.



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