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Deine Katze trinkt zu wenig – So animierst du sie!

Von trinkfaulen Katzen und einfallsreichen Besitzern

Katzen sind anders, vor allem wenn es ums Trinken geht. Wie wir Menschen, muss auch der geliebte Stubentiger ausreichend Flüssigkeiten zu sich nehmen. Denn Wasser ist das lebensnotwendigste Nahrungsmittel überhaupt. Doch warum deine Katze an Wasser mitunter so ganz und gar nicht interessiert ist und wie du sie animierst, genug davon zu sich zu nehmen, das erfährst zu hier.

Für Katzenbesitzer oder solche, die es werden wollen, stellt sich neben der Frage, was und wie füttere ich mein Tier richtig, zwangsläufig auch die Frage, wie viel Wasser muss meine Katze eigentlich trinken? Grundsätzlich liegt es in der Natur der Katze, auch mit wenig Wasser auszukommen. Deswegen ist es erstmal nicht verwunderlich, wenn der Wassernapf offensichtlich und regelmäßig verschmäht wird. In der freien Natur nehmen Katzen Flüssigkeiten vor allem über ihre Beute auf, also das Blut gefangener Mäuse etwa. Das Trinkverhalten von Wohnungskatzen muss deswegen genau in Augenschein genommen werden. Eine Katze sollte täglich ungefähr 50 Milliliter pro Kilogramm ihres Körpergewichts trinken.

Die Katze ist ein Schelm

Nun müssen nicht gleich die Alarmglocken läuten und es braucht auch keine Panik aufzukommen, wenn deine Fellnase die nötige Wasserration scheinbar nicht zu sich nimmt. Denn viele Katzen trinken liebend gern heimlich, sodass du oftmals vielleicht gar nicht mitbekommst, wie viel sie tatsächlich schon getrunken hat. Beobachte dein Haustier genau und du wirst feststellen, dass deine Katze still und leise aus Vasen oder Gießkannen Wasser schleckert, vielleicht auch vom Teich oder der Regentonne im Garten immer mal wieder ein Schlückchen probiert, raffiniert ein paar Tröpfchen aus dem Aquarium klaut oder sogar vom Wasser aus der offenen Toilette nascht. Für uns Besitzer mag das widerlich anmuten, wenn wir unsere kleinen Tiger bei solch einem Wasserdiebstahl ertappen. Für die Katze selbst ist es vermutlich einfach die Regel. Katzen sind eigenwillige Persönlichkeiten, und jede hat ihre ganz speziellen Vorlieben. Wenn deine Katze nicht aus dem Wassernapf trinkt, dann muss das nicht gleich auf ein bedenkliches Trinkverhalten hindeuten, sondern wahrscheinlich mag sie den Napf per se einfach nicht. Dies ist katzentypisch und nicht ungewöhnlich.

Die Totalverweigerer anlocken

Die richtige Wasserversorgung fängt bereits beim Fressen an. Nassfutter enthält einen hohen Wasseranteil. Trockenfutter hingegen entzieht dem Körper zusätzlich Feuchtigkeit. Wer ausschließlich damit füttert, muss auf das Trinkverhalten seiner Katze deshalb ganz besonders achten. Einige Halter mischen dem Futter kleine Wassermengen bei, was den Flüssigkeitshaushalt schon mal erhöht.

Frisches Trinkwasser sollte außerdem ständig zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich, mehrere Trinknäpfe im Raum oder der Wohnung zu verteilen. Die meisten Katzen bevorzugen es, Wasser und Futter getrennt voneinander zu sich zu nehmen. Biete es am besten in flachen Schälchen an. Wenn die Trinkgefäße nämlich zu tief sind, stößt die Katze mit ihren empfindlichen Tasthaaren am Gefäß an und wird nie wieder daraus trinken. Sorge dafür, dass das Wasser angenehm temperiert ist. Die Trinknäpfe sollten immer gründlich gereinigt werden, um unnötiges Bakterienaufkommen zu vermeiden.

Vielleicht genügt das ja schon, um deine Katze zum täglichen Trinken zu bewegen. Jede Samtpfote hat andere Ansprüche. Bei einigen der eigensinnigen Exemplare braucht es ganz bestimmte Maßnahmen, um zum gesunden Trinken zu animieren. Vor allem in den heißen Sommermonaten ist es äußerst wichtig, dass Tierhalter aktiv mitwirken, damit die Katze ausreichend trinkt.

Achtung ! Katzenmilch und auch Milch im Allgemeinen sind keine Alternative für Wasser! Der in Milch enthaltene Milchzucker ist unverträglich für Katzenmägen.

Daher ist es ratsam, das Wasser im Napf etwas aufzupimpen, um es schmackhafter und damit interessanter fürs Tier zu machen. Das geht ganz leicht, indem du etwas ungesalzene Hühnerbrühe ins Wasser unterrührst oder auch ein bisschen Saft einer Thunfischdose. Wenn das nicht ankommt bei deinem Fellgourmet, dann kannst du es mit Eiswürfeln probieren. Viele Katzen lieben es, daran herum zu lecken und nehmen damit eine gute Menge Wasser auf. Noch erfolgreicher wirst du möglicherweise sein, wenn du den Wasserhahn laufen lässt. Katzen sind auf fließendes Wasser getrimmt. Ein tropfender Wasserhahn zieht fast jede Katze in seinen Bann.

Die ultimative Tränke

Ein dauerhaft laufender oder tropfender Wasserhahn mag für die Katze toll sein, für den Tierhalter ist es jedoch vor allem sehr kostspielig. Ein Katzenbrunnen* kann aus diesem Grund die optimale Lösung für Mensch und Tier sein. Der Fachhandel bietet speziell für die Trinkbedürfnisse von Katzen Trinkbrunnen an, eine Investition kann sich durchaus lohnen. Es plätschert, es gluckert, es fließt. Du kannst davon ausgehen, dass dein neugieriger Wasserverweigerer spätestens jetzt das Wasser aus dem Brunnen spannend finden wird, allein weil der Katzeninstinkt damit angesprochen wird. Auf spielerische Art und Weise wird die Katze motiviert, vom Brunnenwasser zu kosten.

Bei aller Mühe um das Wohl des geliebten Schmusetigers, darf nicht vergessen werden, dass Katzen keine starken „Trinker“ sind und es in deren Evolution liegt, dass sie nicht übermäßig viel Durst zeigen. Mit den genannten Tricks, viel Liebe zum Tier und einer guten Portion Geduld kannst du deine Katze aber zu einem gesunden Trinkverhalten animieren.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Eine genaue Beobachtung deiner Katze ist Voraussetzung dafür, um rechtzeitig ein mögliches Aufkommen von Krankheiten zu erkennen. Wenn deine Samtpfote auffällig oft nicht trinkt und sämtliche attraktive Wasserangebote partout nicht annimmt, dann kann dies im schlimmsten Fall schon ein Indiz einer Erkrankung sein. Insider wissen, wie sie zunächst ganz simpel feststellen können, ob die Katze zu wenig trinkt. Dafür ziehst du einfach die Nackenfalte deines Lieblings etwas hoch. Wenn diese sich sofort wieder glättet nach dem Loslassen, kannst du aufatmen. Ansonsten ist der Gang zum Tierarzt dringend anzuraten.

Wasser ist die Quelle des Lebens, heißt es. Auch wenn Katzen seit jeher als wasserscheu gelten, zum Leben brauchen sie es genauso wie die Luft zum Atmen. Wasser ist verantwortlich dafür, dass die Organe funktionieren, dass Nahrung gut verdaut wird und körpereigene Giftstoffe abgebaut werden. Sowohl Harnleiter als auch Nieren müssen beständig gut durchspült werden, um ernsthaften Krankheiten vorzubeugen. Katzen, die zu wenig oder gar kein Wasser aufnehmen, können dehydrieren, an Niereninsuffizienz erkranken, Stoffwechselprobleme bekommen oder auch an schmerzenden Harnsteinen leiden. Auch ein plötzlich übermäßiger Wasserkonsum kann darauf hindeuten, dass dein Tier nicht gesund ist. Deswegen: Sei wachsam und hab immer ein Auge auf dein pelziges Familienmitglied.

Jedes Tier bevorzugt eine andere Quelle zum Trinken. Die eine ganze Katze mag lieber abgestandenes Wasser, die andere will frisches. Wie auch immer, mach es deiner Fellnase so angenehm und artgerecht wie möglich. Für ein herzliches Miau und ein schnurrendes zufriedenes Kätzchen.


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