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3 gefährliche Viren bei Katzen und was man tun kann

FeLV, FIV und FIP – hinter diesen Abkürzungen verbergen sich Viren, die Deiner Katze besonders gefährlich werden können. Unbehandelt und zu spät entdeckt können die drei Infektionen für Deinen Stubentiger sogar tödlich enden oder zu schwerwiegenden, bleibenden Schäden führen.

Doch was steckt hinter den einzelnen Viren?

Wie erkennst Du erste Symptome rechtzeitig und wie beugst Du wirkungsvoll vor?

FeLV – Leukämie bei Katzen

Die auch unter dem Namen Leukose bekannte Viruserkrankung ist hoch ansteckend, wird oft erst spät entdeckt und führt meist zum Tod. Die besondere Tücke der Krankheit liegt in ihrem unspezifischen Beschwerdebild. Infiziert sich eine Katze mit dem felinen Leukämievirus, kann das sehr unterschiedliche Folgen nach sich ziehen. Zunächst gibt es Katzen, die zwar Träger des Virus sind, jedoch keinerlei Symptome zeigen. Diese Katzen können das Virus übertragen, erkranken allerdings nicht selbst. Eine zweite Gruppe stellen Katzen dar, deren Organismus das Virus vollständig bekämpfen kann. Die Tiere leiden bis zu 3 Wochen an verschiedenen Beschwerden, gesunden dann jedoch vollständig. Teilweise bekommen Katzenhalter aufgrund der geringfügigen Beschwerden gar nicht mit, dass ihr Tier infiziert war. Zur tödlichen Gefahr wird die Leukose für alle Katzen, bei denen das FeLV bis ins Knochenmark vorgedrungen ist. Nach einer mehr oder weniger langen Phase einer ruhenden, beschwerdefreien Infektion bricht die Erkrankung akut aus. In der Regel stirbt die Katze nun innerhalb von etwa 2 bis 3 Jahren.

Ansteckungsweg, Symptome, Behandlung und Vorbeugung der Katzenleukose

Die Ansteckung bei Katzenleukose erfolgt meist über die Schleimhäute von Nase oder Maul sowie in seltenen Fällen über offene Wunden. Besonders gefährdet sind daher Freigänger-Katzen, die sich beispielsweise gegenseitig putzen. Da das Virus ohne seinen Wirt nur wenige Minuten überleben kann, sind Ansteckungen über infizierte Gegenstände kaum möglich. Bricht die Krankheit akut aus, treten unter anderem diese Symptome häufig auf: Appetitlosigkeit, Abmagerung, Lustlosigkeit, hohes Schlafbedürfnis, mattes Fell, Zahnfleischentzündungen, schlecht heilende Wunden und im weiteren Verlauf Gelbsucht, Fieber, Erbrechen, Lungenentzündungen, Blutarmut, Nieren- und Lebererkrankungen sowie Tumore. Eine genaue Diagnose kann nur der Tierarzt stellen.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind wiederum sehr begrenzt. Leukose ist nicht heilbar. Der Tierarzt kann lediglich einzelne Symptome lindern und damit das Katzenleben verlängern. Aus diesem Grund empfehlen Experten allen Besitzern von Freigängern die Impfung gegen das Virus. Diese Vorbeugungsmaßnahme schützt wirkungsvoll vor einer Ansteckung.

FIV – Katzenaids

Die FIV-Infektion ist aufgrund der Ähnlichkeiten zur Aidserkrankung beim Menschen auch unter dem Namen „Katzenaids“ bekannt. Infiziert sich Deine Katze mit diesem Virus, schwächt es zunehmend die Immunabwehr. In der Folge werden Katzen immer anfälliger für verschiedene Krankheiten und können an diesen Infektionen sterben. Häufig erstreckt sich dieser Prozess allerdings über mehrere Jahre.

Ansteckungsweg, Symptome, Behandlung und Vorbeugung von Katzenaids

Der FIV-Virus wird durch den Speichel und daher meist den Biss eines infizierten Tieres übertragen. Nicht jeder Biss führt allerdings automatisch zu einer Ansteckung. Bei sexuellen Kontakten wird das Virus im Gegensatz zur Ansteckung beim Menschen nicht übertragen.

Doch hat sich meine Katze nun infiziert? Diese Frage lässt sich nur bei einem Tierarztbesuch klären, da gerade in den ersten Monaten kaum Symptome auftreten. Der Tierarzt untersucht dafür das Blut der Katze auf Antikörper gegen das Virus. Im Verlauf der Infektion können nun verschiedenste Folgeerkrankungen auftreten. Besonders Husten und andere Atemwegserkrankungen, Zahnfleischentzündungen, schlecht heilende Wunden, Apathie und mangelnder Appetit können auf das FIV-Virus hindeuten. Hinzu kommen teilweise Verhaltensänderungen wie plötzliche Aggressionen.

Genau wie das FeLV lässt sich auch Katzenaids nicht behandeln. Lediglich die Therapie der einzelnen Folgeerkrankungen ist möglich. Im Gegensatz zur Leukose gibt es derzeit keinen wirksamen Impfstoff gegen das Virus. Wirksam vorbeugen lässt sich daher im Prinzip nur mit der reinen Wohnungshaltung. Ob die Einbußen in Sachen Lebensqualität diesen Schritt rechtfertigen, musst Du individuell entscheiden.

FIP – feline infektiöse Peritonitis

FIP gehört aktuell zu den häufigsten Todesursachen bei Katzen. Die Erkrankung führt fast immer zum Tod und lässt sich nicht behandeln. Gehst Du von diesen Fakten aus, erscheint die Entstehung der Krankheit umso erstaunlicher: FIP wird von dem im Grunde harmlosen felinen Coronavirus ausgelöst. Das Virus führt in der Regel, wenn überhaupt, zu Durchfall und Fieber. Gefährlich wird es erst, wenn das Virus mutiert. In circa 5% aller Fälle entsteht durch die Mutation das FIP-Virus, welches die tödliche Erkrankung auslöst. Ob die Krankheit tatsächlich akut ausbricht, hängt nun wiederum von der Verfassung der Katze ab.

Infiziert sich eine gesunde Katze im mittleren Alter, kann sie noch jahrelang beschwerdefrei weiterleben. Das Immunsystem von jungen, alten und gestressten Katzen ist hingegen in der Regel nicht stark genug, um die Viren langfristig zu bekämpfen. Bricht die Krankheit aus, kommt es zu verschiedenen Formen der Erkrankung. Am häufigsten ist die feuchte FIP mit Bauchhöhlenerguss. Dabei sammelt sich Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Zu einer solchen Flüssigkeitsansammlung kann es jedoch auch in der Brusthöhle kommen. Bei einer dritten Form, der trockenen FIP, treten knotige Veränderungen des Gewebes auf.

Ansteckungsweg, Symptome, Behandlung und Vorbeugung von FIP

Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt meist über Kot, in dem die Viren einige Tage überleben können. Da das Virus weltweit sehr verbreitet ist, liegt das Ansteckungsrisiko auf diesem Wege im Laufe eines Katzenlebens bei etwa 50%. Ob das Virus bei einer Katze mutiert ist, kannst Du ihr nicht ansehen.

Erst wenn die Krankheit ausbricht, zeigen sich Symptome wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Atemschwierigkeiten und eine Zunahme des Bauchumfanges. Eine fachkundige Diagnose stellt der Tierarzt mithilfe verschiedener Untersuchungen. Ist die Krankheit ausgebrochen, kann er aber nur noch Symptome lindern und die Katze im Notfall von ihren Qualen erlösen.

Die Vorbeugung von FIP ist angesichts der weiten Verbreitung des Virus schwierig. Ein möglicher Impfstoff gilt als umstritten und erzielt nur bei Katzen, die noch nie mit dem Coronavirus in Berührung gekommen sind, eine Wirkung. Generell solltest Du für höchste Sauberkeit am Katzenklo sorgen und neue Katzen testen lassen, bevor Du sie zu einer bestehenden Gruppe setzt.

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Musstest Du bereits mit FIV, FIP oder FeLV Erfahrungen machen? Dann teile Deine Gedanken gerne als Kommentar mit uns!

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