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Deine Katze hat warme Ohren? Das kann dahinter stecken!

Das Leben mit einer Katze ist von Freude und Abenteuer geprägt. Umso schlimmer, wenn Du das Gefühl hast, dass es Deinem felligen Freund nicht gut geht. Warme oder heiße Ohren können ein Hinweis auf eine Erkrankung oder Infektion sein, die behandelt werden müssen. Was heiße Ohren genau bedeuten und wie Du reagieren musst, zeigen wir Dir.

Deine Katze hat warme Ohren

Die Ursachen von heißen Ohren

Zunächst solltest Du wissen, wo die normale Körpertemperatur einer Katze liegt. Diese kannst Du nicht mit unserer Körpertemperatur vergleichen, denn allgemein liegt die Katzentemperatur ein wenig höher. Durchschnittlich bei 38 bis 39,2 Grad. Fasst Du nun die Katzenohren an, wirst Du eine leichte Wärme feststellen, genauso wie beim restlichen Katzenkörper. Es kann passieren, dass es zu einer kurzzeitigen Erhöhung der Körpertemperatur kommt, sodass auch die Ohren wärmer werden. Beispielsweise pumpt das Herz mehr, wenn Stress, Aufregung oder Angst herrschen. Nun wärmen sich auch die Ohren auf. Aber auch der Sommer ist eine Ursache für warme Ohren. Die Sonne strahlt heiß vom Himmel und erwärmt die Katze und deren Ohren. Darüber hinaus führt körperliche Anstrengung zu warmen Ohren. Beispielsweise, wenn Du gerade mit Deiner Katze gespielt hast oder diese herumtobt. Dadurch, dass das Herz nun schneller pumpt, nimmt die Temperatur zu. Sollten die Ohren aufgrund einer der genannten Ursachen erwärmt worden sein, ist das unbedenklich. In der Regel sinkt die Körpertemperatur wieder ab und die Ohren sind leicht warm. Solltest Du aber weiterhin sehr warme Ohren feststellen, gilt es den nächsten Schritt einzuleiten.

Ein häufiges Symptom von Fieber oder Milben

Beim Kraulen kannst Du sehr warme oder gar heiße Ohren bemerken. Fallen Dir solche Ohren auf, solltest Du nicht lang zögern. Oftmals sind warme Ohren ein Zeichen für Fieber. Der Grund ist, dass Katzen ihre Körpertemperatur über die Ohren regulieren. Kommt es zu Fieber, werden die Ohren sehr warm oder heiß, da die Katze versucht, das Fieber über die Ohren auszugleichen. Du solltest aber nicht sofort in Panik geraten. Heiße Ohren können auch davon kommen, dass die Katze einfach zu lange in der Sonne oder auf/neben der Heizung gelegen hat. Meist klingt die Temperatur in den Ohren dann nach wenigen Minuten wieder ab. Deshalb solltest Du kontrollieren, ob sich die Temperatur im Ohr verändert. Du kannst auch die Körpertemperatur messen und somit feststellen, ob eine erhöhte Temperatur vorliegt. Sollte das der Fall sein, wende Dich an einen Tierarzt. Doch nicht nur Fieber kann der Grund für warme Ohren sein, sondern auch Milben. Die kleinen Plagegeister breiten sich im Ohr aus und führen zu einer erhöhten Durchblutung der Ohren. Daher fühlen sich diese warm oder heiß an.

Weitere Symptome, die auf eine Krankheit hinweisen

Es gibt noch mehr Symptome, die Dir zeigen, dass es Deiner Katze nicht gut geht. Neben warmen bis heißen Ohren ziehen sich die meisten Katzen immer mehr zurück. Sie liegen matt oder apathisch auf einem Fleck und bewegen sich nicht. Gerade bei jungen Katzen bemerkst Du diese Veränderung schnell. Bei älteren oder allgemein sehr gemütlichen Katzen musst Du Deine Samtpfote länger beobachten. Versuch auch einmal mit ihr/ihm zu spielen. Schnell bemerkst Du, wenn sich Deine Katze nicht viel bewegen möchte. Aber auch warme Pfoten sowie ein warmer Körper weisen auf Fieber hin. Betaste auch einmal die Nase. Ist diese trocken und zugleich warm, ist es ein weiteres Anzeichen für Fieber. Außerdem schlafen kranke Katzen viel und bewegen sich kaum. Selbst bei der Nahrungsaufnahme wird Dir ein Unterschied auffallen. Die Katze isst weniger und trinkt mehr als üblich. In schlimmeren Fällen kann es zu Erbrechen oder Durchfall kommen.

Deine Katze hat warme Ohren

Was kannst Du tun?

Warme oder heiße Ohren sind nicht sofort ein Hinweis darauf, dass Deine Katze Fieber oder Milben hat. Sollten aber noch andere, oben genannte Symptome auftreten, kannst Du ziemlich sicher davon ausgehen, dass Deine Katze krank ist. Das katzische Fieber ist nichts anderes als beim Menschen. Das heißt, es ist ein Symptom für eine Infektion. Der Abwehrmechanismus der Katze hat das Fieber eingeleitet, um die Infektion zu bekämpfen. Das bedeutet, Du musst nicht das Fieber bekämpfen, sondern die Infektion. Um die Schwere der Erkrankung festzustellen, solltest Du das Fieber Deiner Katze messen. Dafür musst Du nicht zum Tierarzt, sondern ein Fieberthermometer reicht aus. Im besten Fall verwendest Du ein spezielles Fieberthermometer für Katzen. Das bedeutet, es sollte eine flexible Spitze vorliegen, damit Du Deine Katze nicht verletzt. Ebenfalls ist eine Express-Messung sehr wichtig, welche innerhalb von drei bis fünf Sekunden die Temperatur misst. Auch Gleitmittel ist sehr wichtig, damit das Einführen des Thermometers der Katze so angenehm wie möglich gestaltet wird. Zusätzlich sollte ein Signalton vorliegen, damit Du weißt, wann Du das Thermometer entfernen kannst. Achte immer darauf, dass Du Dich für ein digitales Thermometer entscheidest. Quecksilber oder Infrarot sind Tabu.

Das eigentliche Messen ist kein Problem, doch einige Katzen reagieren darauf sehr empfindlich. Daher ist es empfehlenswert, wenn noch ein weiteres Paar Hände hilft und die Katze festhält. Am besten jemanden, den die Katze kennt und dem sie vertraut. Außerdem ist es wichtig, dass Du ruhig und entspannt bist. Katzen merken es, wenn ihre Bezugsperson nervös ist. Das geht auf sie über und schon bald beißen und kratzen sie.

Um die Messung durchzuführen, musst Du zunächst die Spitze des Fieberthermometers mit ausreichend Gleitgel vorbereiten. Nun hält Dein Helfer Deine Katze fest und streichelt sie dabei beruhigend. Schalte das Fieberthermometer ein und führe es etwa zwei bis drei Zentimeter tief in das Rektum ein. Bei einem Express-Thermometer sollte das Ergebnis nach maximal zehn Sekunden vorliegen. Vorsichtig das Thermometer herausnehmen und die Temperatur ablesen. Schreib Dir die Temperatur am besten auf, falls Du zum Tierarzt fahren musst. Du solltest immer diese Methode bevorzugen, anstelle eines Warme-Ohren-Tests. Ein Thermometer ist wesentlich genauer.

Sollte ein Verdacht auf Ohrmilben bestehen, schau mit einer Taschenlampe genau in die Ohren. Bemerkst Du viele schwarze und dunkle Ansammlungen, hat Deine Katze mit Sicherheit Milben. Entferne die Milben nicht eigenständig, denn Du könntest diese tiefer in den Ohrkanal drücken. Der Gang zum Tierarzt ist zu empfehlen, denn jener kennt sich mit der Entfernung aus.

Wann geht es zum Tierarzt?

Sobald Du Ohrmilben bemerkst, solltest Du direkt einen Termin beim Tierarzt machen. Bei Fieber ist das ein wenig anders. Alles, was über einer Temperatur von 39,2 Grad liegt, wird als Fieber bezeichnet. Am besten gibst Du Deiner Katze ein wenig Zeit und misst die Temperatur nach einigen Stunden nochmal. Sollte die Temperatur immer noch über 39,2 Grad liegen, benachrichtige Deinen Tierarzt. Er kann Dir bereits am Telefon sagen, wie Du nun vorgehen musst. Außerdem kannst Du einen Termin machen. Sollte sich bei der ersten Messung aber herausstellen, dass die Temperatur stark über 39,2 Grad liegt, solltest Du nicht zögern und direkt einen Tierarzt kontaktieren. Oftmals bekommst Du noch einen Termin am selben Tag.

In der Praxis angekommen wird sich der Tierarzt genauestens mit Deiner Katze beschäftigen. Er kann auch die Infektion herausfinden, die Deine Katze plagt. Anschließend wird er mit Dir die nächsten Schritte besprechen und einleiten. Auf keinen Fall solltest Du mit dem Gang zum Arzt zu lange warten. Es gilt das Motto: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Sollte also die Möglichkeit einer Erkrankung bestehen, suche direkt einen Tierarzt auf. Er kann Dir immer noch sagen, dass die Symptome vollkommen harmlos sind. Somit gehst Du sicher, dass es Deiner Katze gut geht und Du Dir keine Sorgen machen musst.


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