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Hilfe, meine Katze hat eine Zecke – Wichtige Hinweise!

Warum sind Zecken für meine Katze gefährlich?

Zecken gefährden maßgeblich die Gesundheit von Menschen und Tieren, da sie potentielle Träger gefährlicher Krankheitserreger sind. Allerdings tragen nicht alle Spinnentiere gesundheitsschädliche Erreger in sich. Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die das Blut ihrer Wirte zur Eierproduktion nutzen. Die aus den Eiern schlüpfenden Zeckenlarven benötigen ebenfalls Blut, um sich zu kleinen Nymphen zu entwickeln. Nach erneuter Blutmahlzeit häuten sich diese zu erwachsenen bzw. adulten Zecken. Bei jeder Blutaufnahme gelangt das Speichelsekret der Spinnentiere in die jeweilige Stichwunde.

Der Stich der Zecke löst bei Deiner Katze in der Regel einen ausgeprägten Juckreiz aus. Dieser wird oftmals von auffälligen Schwellungen begleitet. Sind in der Speichelflüssigkeit der Zecke Krankheitserreger enthalten, kann ein Zeckenstich lebensgefährliche Krankheiten auf Deine Katze übertragen. Demnach kann Dein Tier in der Folge des Zeckenbisses mutmaßlich an Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose erkranken, die mit schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden und Komplikationen einhergehen. Unbehandelt münden derartige Krankheitsbilder häufig in lebensbedrohliche Gesundheitszustände, die tödlich enden können. Katzen können aber nur in sehr wenigen Ausnahmefällen Fällen an Borreliose erkranken – hier droht also keine Gefahr wie für uns Menschen.

Katze hat eine Zecke

Eine regelmäßige Kontrolle deines Tieres ist essentiell, um etwaige Zeckenstiche frühzeitig zu identifizieren und notwenige Maßnahmen zur Entfernung von Zecken bei Katzen einleiten zu können. Untersuche deinen Liebling mindestens einmal pro Tag auf eventuelle Zecken. Kontrolliere ausgiebig gefäßreiche Areale und dünnhäutige Bereiche in der Region von Kopf, Hals, Schultern sowie Achseln. Diese Zonen stellen bevorzugte „Andockstellen“ der robusten, winzigen Spinnentiere dar. Die regelmäßige Kontrolle deiner Katze stellt allerdings keine 100 %- ige Absicherung dar, weil die Parasiten erst nach ihrer Blutmahlzeit gut zu erkennen sind. Um Deine Katze gegen die Angriffe der hartnäckigen Spinnentiere widerstandsfähiger zu machen, solltest Du dich von einen Tierarzt zu geeigneten Sprays, Spot- on- Produkten und Halsbändern mit antiparasitärer Wirkung beraten lassen. Viele der Waren kannst Du direkt im Internet käuflich erwerben.

Abhängig von der jeweiligen Zeckenart und dem Krankheitserreger variieren die Übertragungszeiten der gesundheitsschädlichen Erreger. Schnelles, überlegtes Handeln besitzt daher höchste Priorität. Zecken lauern in Gräsern auf ihre potentiellen Wirte. Demnach finden sich die Tiere sowohl in Wäldern als auch auf städtischen Grünflächen wie Parkanlagen. Grasgewächse im heimischen Garten fungieren ebenfalls als Lebensräume der Tiere. „Freigänger“ werden daher verhältnismäßig oft Opfer der winzigen Blutsauger. Ein kurzer Aufenthalt auf der hauseigenen Rasenfläche kann ausreichen, um sich einen Zeckenstich zuzuziehen. Nach Aussage von Parasitologen treffen sich Zecken in städtischen Gebieten bevorzugt auf Katzen, Igeln und Füchsen zur Paarung. Nachfolgend erhältst Du wertvolle fachspezifische Informationen, die ein perfektes Handeln bei einem Zeckenbefall Deiner Katze garantieren.

Wie sind die tatsächlichen Übertragungszeiten der gesundheitsschädlichen Erreger?

Borrelien, gehen erst nach 6 bis 72 Stunden in den Blutkreislauf über. Weil Katzen aber nur in sehr seltenen Fällen an Borreliose erkranken können, ist dieser Wert nicht wirklich relevant für Dein Tier. Allerdings können derartig infizierte Zecken eine signifikante Gefahr für Dich bedeuten, wenn die Parasiten von Deiner Katze abfallen und auf Dich übergehen.

Anaplasmose-Erreger entfalten innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Zeckenstich ihr schädliches Potential, während die von FSME bereits nach wenigen Minuten und von Babesien innerhalb von 48 Stunden in das Blut des Wirtes übergehen. Männliche Auwaldzecken können bereits während des unmittelbaren Einstichs Babesoiseserrger übertragen. Das Krankheitsbild der „Frühsommer- Meninogoenzephalitis“; der FSME, kann Katzen im Gegensatz zu Menschen nicht befallen.

Katze hat eine Zecke

Wie handle ich richtig?

Die Zecken- Hochsaison reicht laut Experten gewöhnlich von Anfang März bis Ende Oktober. Bei einer ungewöhnlich warmen Wetterlage verlängert sich das diesbezügliche Zeitfenster bis in den November hinein. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Zecken mit Krankheitserregern Frost- und Hitze- Perioden gut überleben können. So bildet beispielsweise der „gemeine Holzbock“ bei winterlichen Temperaturverhältnissen ein hochwirksames Antifrost- Schutzenzym. Dies steigert seine Überlebensrate. Zecken sind auch relativ unempfindlich gegenüber extremer Hitze und Wärme. Ein unmittelbares Entfernen der Zecke und der Einsatz von parasitenabtötenden Präparten sind in diesem Kontext sinnvoll.

Du solltest unbedingt die unüberlegte Verwendung von Zeckenmitteln ohne Absprache mit einem Tierarzt vermeiden, da zahlreiche Produkte für Deine Katze giftig sind. Erfrage in der Tierarztpraxis Deines Vertrauens welche Präparate sich explizit für Deine Katze eignen. Das Mittel muss zusätzlich auf das individuelle Lebensalter Deines Lieblings abgestimmt werden. Das Fachpersonal der Praxen berät Dich umfassend zu korrekten Produkten und weist präzise auf mögliche Nebenwirkungen und Giftpotentiale hin.

Nutze zur präzisen Entfernung des Parasiten eine professionelle Zeckenzange bzw. einen Zeckenhaken. Fasse den Zeckenkörper vorsichtig mit dem Instrument und ziehe diesen unter einer sanften Zugbewegung aus der Haut Deiner Katze. Beträufle die befallene Stelle niemals mit Öl oder Flüssigkeiten, da Zecken auf Stresssituationen bzw. ihren Todeskampf mit der konzentrierten Absonderung von Speichelsekret reagieren. Die möglicherweise infektiöse Speichelflüssigkeit gelangt in diesen Fällen vermehrt in die Stichwunde.

Die Verwendung von Hausrezepten auf Basis von Zwiebelgewächsen ist hochgefährlich für Deine Katze, weil diese für Hunde und Katzen giftig sind. Die Anwendung von Mitteln, die Knoblauch enthalten, muss deshalb vermieden werden. Zudem sind im Zoohandel einige bierhefe- oder molkehaltigen Artikel zur vermeintlichen Zeckenabwehr erhältlich, die durch ihre spezielle Rezeptur angeblich die Atemöffnungen der Parasiten verkleben sollen. Experten stufen derartige Präparate als unwirksam ein. Von dem Erwerb solcher Produkte solltest Du deshalb entschieden Abstand nehmen. Analog dazu gelten „biomagnetisierte Metallplaketten“ als nutzlos. Verlasse Dich deshalb ausschließlich auf die Expertise deines Tierarztes.

Hinweis Spot-on – Produkte, die für Hunde konzipiert sind, sind häufig hochgiftig für Katzen. Nutze diese daher nie bei Deiner Katze!

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Wirksame und sanfte Zeckenmittel für Katzen

Für Katzen bietet der Fachhandel im Verhältnis zu Hunden deutlich weniger geeignete Mittel zur Zeckenabwehr. Dies ist auf ihre höhere Sensibilität auf viele antiparasitäre Stoffe zurückzuführen. Effektiv sind etwa speziell für Katzen entwickelte Waren mit dem Wirkstoff Fipronyl. Als präventiver Zeckenschutz für Deine Katze kannst Du zwischen Halsbändern und Spot-on-Präparaten wählen.

Derartige Halsbänder kann Deine Katze permanent tragen, wenn sie im Freien unterwegs ist. Vermeide einen intensiven Kontakt deinerseits mit dem Mittel. Die spezifischen Inhaltsstoffe besitzen das Potential bei dir Übelkeit und Unwohlsein auszulösen. Trage Spot-on-Mittel lediglich an Arealen des Katzenkörpers auf, die von Deinem Tier nicht abgeleckt werden können. Bringe das Produkt daher im Nacken oder Schulterbereich Deines Lieblings auf. Grundsätzlich solltest Du zwingend darauf achten, dass Deine frisch behandelte Katze nicht von anderen Tieren abgeleckt wird. Das antiparasitäre Mittel solltest Du unmittelbar auf die Haut Deines Tieres auftragen. Hat Deine Katze dichtes Fell, scheitle es zum Aufbringen der Ware. Den Kontakt mit deiner Haut solltest Du hierbei so gering wie nötig halten. Verwende am besten Einmalhandschuhe zur Versorgung Deines Tieres. Verzichte auf das Streicheln der behandelten Katze nach der Anwendung. Betten sind für Deinen Liebling tabu, wenn das Mittel unmittelbar aufgebracht worden ist.

Die Hersteller raten zur ausschließlichen Anwendung auf gesunden Hautarealen. Leidet Dein Tier an Hautirritationen oder Entzündungen, bringe das Spot-on-Präparat nicht auf den Körper Deiner Katze auf. Die Verwendung ist lediglich bei ganzheitlich gesunden Katzen empfohlen. Ist Dein Liebling chronisch krank, tausche Dich mit dem behandelnden Tierarzt aus, um zielgerichtet zu erfahren welche Mittel Du im Zuge der Krankheit gefahrenlos nutzen kannst. Bei Bedarf informiert der Experte Dich fundiert zu Produkten zum Zeckenschutz von trächtigen oder säugenden, weiblichen Katzen.

Weil Spot- on-Artikel ihr volles Potential lediglich auf der Haut ausschöpfen können, vermeide das Shampoonieren Deiner Katze in den Tagen nach der Zeckenschutz-Versorgung. Außerdem darf Dein Tier nicht in Gewässern baden, da viele Wirkstoffe der Präparate wasserlebende Organsimen nachhaltig schädigen können.

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