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Katzen in 8 Tagen Vergesellschaften – So gelingt es Dir!

Manche Katzenliebhaber hätten gerne mehr als nur einen Stubentiger im Haus. Mit mehr Katzen wachsen jedoch auch häufig die Probleme. Was passiert, wenn sich die beiden Katzen nicht miteinander vertragen? Das muss nicht sein! Es gibt zuverlässige Methoden zwei fremde Katzen aneinander heranzuführen und zu vergesellschaften. Im folgenden Artikel wird anhand eines 8-Tage Plans beschrieben, wie Katzenbesitzer ihren neuen Liebling integrieren und ein harmonisches Zusammenleben fördern können. Im Verlauf dieser 8 Tage kommt es zu langsamen und kontrollierten Begegnungen. Das Ziel ist es, die Katzen am letzten Tag problemlos miteinander konfrontieren zu können, ohne dass es zu einem Eklat kommt.

1. Schritt: Tag 1-4

Es ist sehr ratsam, die Katzen während der ersten Zeit in getrennten Zimmern unterzubringen. Beide Tiere müssen mit jeweils einem eigenen Katzenklo, Futter, Wasser und Spielmöglichkeiten ausgestattet werden. Das erste Kennenlernen beginnt also ‚durch die Tür‘ hindurch. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Türspalt an der unteren Seite dicht ist. Ansonsten könnten sich die Stubentiger gegenseitig verletzen. Durch die Tür hindurch können sich die Katzen vorerst risikofrei kennenlernen und auch mal anfauchen. Wenn das passiert, sollte der Haustierbesitzer nicht dazwischen gehen. Die ersten Konflikte dienen langfristig einem Ausgleich.

Innerhalb der Katzengemeinschaft herrscht eine klare Hierarchie. Es gibt zwischen zwei Katzen also immer eine dominante Katze. Die schwächere ordnet sich der stärkeren Katze unter. So kann ein streitfreies und harmonisches Zusammenleben stattfinden. Insbesondere zu Beginn ist es sehr wichtig, der bereits vorhandenen Katze ausreichend Zuneigung zuteilwerden zu lassen. Ansonsten kann es passieren, dass das bereits eingelebte Haustier eifersüchtig wird. Erhöhte Schmuse und Spieleinheiten sind an dieser Stelle anzuraten. Ebenso wichtig sind hohe Fürsorge und Authentizität.

Während dieser Zeit durchleben beide Katzen für gewöhnlich zwei wichtige Phasen. Zu Beginn herrscht meist eine konsequente Ablehnungsphase. Die Katzen fauchen sich an, die Krallen werden ausgefahren und das Fell mit geduckter Haltung aufgestellt. Auch Tatzenhiebe können folgen. Durch die Tür hindurch kann jedoch nichts passieren, weshalb der Halter an dieser Stelle, wie beschrieben, nicht einschreiten sollte. Die Ablehnungsphase kann mitunter Tage andauern. Mit der Zeit gehen die Katzen in eine Duldungsphase über. Es kommt der Punkt, an dem die Tiere aufhören sich gegenseitig anzugreifen. Es kann weiterhin zu der ein oder anderen Fauch-Attacke kommen. Die Zeit heilt jedoch bekanntlich alle Wunden.

2. Schritt: Tag 5-7

Nun geht es darum den Kontakt zwischen den Katzen zu intensivieren. Doch bevor die Katzen barrierefrei miteinander konfrontiert werden, ist es ratsam die Tiere im jeweils anderen Raum unterzubringen. Die Katzen tauschen also ihre Zimmer. Dadurch begegnen sie sich mithilfe ihrer Gerüche und können ihren Erfahrungsaustausch weiterführen. Beim Transfer in das andere Zimmer dürfen sich die Katzen jedoch nicht begegnen. Die erste Katze sollte weiterhin noch die „Nummer eins“ sein dürfen, also das Gefühl haben, das „Lieblingstier“ zu sein.

Der Stress des Umzuges wird alte Erinnerungen wieder wachrütteln. Es kann also erneut zu Fauch-Attacken kommen. Doch schon bald sollten sich beide Tiere wieder beruhigt haben und ihre Erkundungstour weiter fortsetzen.

3. Schritt: Tag 8

Nun ist der große Tag gekommen. Heute sollen beide Katzen persönlich miteinander bekannt gemacht werden. Dieses mal ganz ohne Tür und getrennte Zimmer. Bevor die Vergesellschaftung beginnt, sollten im Voraus genügend Rückzugsmöglichkeiten für beide Tiere geschaffen werden. Sollte eine Katze die Flucht ergreifen, muss sie Ruhe finden können. Um Gerüche abzumildern, können die Tiere mit frischem Heu abgerieben werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, darf auch auf Katzenpheromone wie etwa „Feliway“ zurückgreifen. Diese können eine allgemeine Beruhigung fördern. Bevor das erste Treffen stattfindet, sollten beide Stubentiger gut gefüttert und ordentlich beschmust werden. Dadurch werden die Katzen kommunikativer und freundlicher.

Nachdem alle nötigen Maßnahmen umgesetzt worden sind, können die Türen zum ‚neutralen Raum‘ zwischen den Katzen ‚ganz zufällig‘ offen gelassen werden. Der Katzenhalter sollte nur einschreiten, wenn es zu Verletzungen kommt. Ansonsten sollte aus der Entfernung beobachtet und auch bei einem Aufeinander stürzen zunächst Ruhe bewahrt werden. Ein Kampf lässt sich gut mit lauten Geräuschen oder Spielen unterbrechen. Sollte das nicht helfen, kann die Vergesellschaftung am nächsten Tag erneut versucht werden.

Wenn die Katzen mit der Zeit ihre Hierarchie gefunden und erste Erfahrungen gemacht haben, beginnt die Erkundungsphase. Während dieser Zeit kommen sich die Katzen langsam näher. Die Katzen schnuppern sich vorsichtig am Hinterteil und beginnen erste Annäherungsversuche. In dieser Zeit ist es wichtig, beiden Katzen genügend Aufmerksamkeit zu widmen.

In der Phase des Zusammenfindens kann es passieren, dass die beiden Stubentiger nebeneinander auf dem Sofa schlafen und harmonisch miteinander spielen, ohne dass es ernste Auseinandersetzungen gibt.

In der Integrationsphase haben sich die beiden Tiere vollständig akzeptiert. Nebeneinander fressen, zusammen schlafen, kuscheln und spielen sind dann kein Problem mehr. Bis zwei Katzen vollständig zueinander gefunden haben, können mitunter Monate, vielleicht sogar Jahre vergehen. Manche Tiere finden schnell zueinander, andere brauchen etwas mehr Zeit.

Es kann jedoch auch passieren, dass zwei Katzen überhaupt nicht zueinander passen. Wenn es über Tage hinweg zu ernsten Streitigkeiten und ewigen Ausuferungen kommt, kann es passieren, dass die beiden Stubentiger einfach nicht ‚auf derselben Wellenlänge‘ sind. In diesem Fall sollte über eine andere Zweitkatze nachgedacht werden. Erkundigen Sie sich daher schon vor der Anschaffung über die Möglichkeiten, eine Katze im Notfall wieder zurückgeben zu können.




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