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2 Katzen und nur 1 Klo – Kann gut gehen, muss aber nicht

„Unsauberkeiten“ bei Katzen sind „heilbar“

Katzen legen hohen Wert auf Sauberkeit. Ist das Katzenklo zu schmutzig, am falschen Ort positioniert oder vermeintlich zu klein, verweigern die Tiere oftmals die Benutzung der Katzentoilette. Vierbeiner stellen zudem hohe Ansprüche an das Katzenstreu und verabscheuen geschlossene Katzenklos mit integrierter Schwingtür. Entspricht die Toilette nicht den Präferenzen des Tieres, entledigt es sich alternativ an sauberen Orten in der Wohnung bzw. dem Haus. Das „stille Örtchen“ der Vierbeiner sollte daher regelmäßig gereinigt werden und hohe hygienische Standards erfüllen. Ebenso können Erkrankungen von Blase und Harnleiter sowie äußere Umwelteinflüsse zu abweichendem Verhalten bei der Nutzung der Katzentoilette führen. Außerdem ist die Größe der Katzentoiletten an die Körpergröße der Tiere anzupassen, damit das Tier sich während der Nutzung nicht eingeengt fühlt. Werden bisher stubenreine Katzen schlagartig „unsauber“, solltest Du zuerst die Toilettenbedingungen überprüfen.

In der Regel verrichten die Samtpfoten „ großes und kleines Geschäft“ auf jeweils unterschiedlichen Katzenklos. Deshalb raten Tierexperten generell dazu, dass die Anzahl der Katzentoiletten um den Wert + 1 höher liegt als die der Tiere. Als Faustregel gilt; ein Katzenklo mehr im Haushalt als Katzen. Im Idealfall verfügen Katzenhalter demnach bei einem Tier über zwei Klos. Wer zwei der reinheitsliebenden Tiere besitzt, sollte möglichst über 3 Katzentoiletten verfügen. In Notsituationen oder bei akutem Platzmangel in der Wohnung können zwei „stille Örtchen“ von zwei Tieren parallel benutzt werden. Damit die gleichzeitige Nutzung unkompliziert abläuft, sollten Halter ihre Tiere bereits frühzeitig mit dem Teilen der Toilette vertraut machen. Katzenbesitzer sollten die Tiere im Welpenalter mit gezielten Übungen für die gemeinsame Benutzung der Katzenklos sensibilisieren. Besitzt Du aus Platzmangel lediglich zwei Katzenklos, obwohl Du tatsächlich drei der Tiere hast, kannst Du die Katzen für das Teilen der Toiletten trainieren. Stelle hierfür sicher, dass sich die Sanitäranlagen für Deine Lieblinge fortwährend in einem erstklassigen hygienischen Zustand befinden, um das Wohlbefinden der Katzen zu fördern.

Nachfolgend erhältst Du essentielle Informationen, die Dir helfen Dein Tier zu verstehen und auf abweichende Verhaltensmuster angemessen zu reagieren. Prinzipiell birgt die gemeinsame Verwendung der Toiletten das Risiko, dass Katzen blitzartig „unsauber“ werden. „Unsauberkeit“ kann allerdings mit Geduld und Fachwissen effizient „geheilt“ werden.

Zwei Katzen und nur ein Klo

Hohe Hygiene bildet die Grundvoraussetzung für die Attraktivität des Katzenklos

Für eine anhaltend hohe Hygiene in den Katzenklos und um die Attraktivität der „stillen Örtchen“ für die Samtpfoten dauerhaft zu erhalten, säubere zweimal täglich die Katzentoiletten. Entferne im Zuge dessen penibel sämtliche Urinreste und Kotklumpen. Wasche das Klo mindestens einmal pro Woche gründlich aus. Bei Bedarf führst Du die Reinigungen öfter durch. Verschmutzungen sind unmittelbar zu entfernen. Richte Deinen Fokus auf das Wohlempfinden Deiner kleinen Lieblinge und sorge dafür, dass die doppelte Nutzung der Toiletten keine negativen Auswirkungen auf das Reinheitsempfinden der Tiere hat. Biete Deinen Katzen stets saubere Klos an. Lebst Du in einem großen Haus, stelle in jeder Etage mindestens ein Katzenklo auf.

Wie gewöhnst Du Welpen sanft an die parallele Nutzung des Klos?

Jungtiere aus seriösen Katzenzuchten sind prinzipiell stubenrein. Kleine Welpen imitieren zu diesem Zweck das Verhalten der Mutter. Auf diese Weise lernt das Tier in der Streu zu scharen und sich auf der Toilette zu lösen. Hast Du mutterlose Tiere aufgenommen, musst Du die Putzarbeit übernehmen, die ursprünglich die Mutter ausführen würde. Säubere das Tier nach der Verrichtung seiner Notdurft sanft mit einem lauwarmen Waschlappen. Ist das Jungtier bereit für die Nutzung seiner Sanitäranlage, trage das Kleine nach dem Spielen, Schlafen oder Fressen zum Katzenklo. Schare mit Deinen Fingern in dem Streu und animiere das Katzenbaby sich auf dem Klo zu erleichtern. Belohne das Tier bei Erfolg mit Lob und Streicheleinheiten, damit es die Lernerfahrung fortan mit positiven Assoziationen verknüpft. Besitzt Du zwei Katzenwelpen, führe die Schritte parallel aus und setze sie gleichzeitig in die Toilette.

„Unsauberkeit“ hat unterschiedliche Motive

Urplötzliche „Unsauberkeit“ ist zudem häufig auf schmerzhafte Erkrankungen von Blase oder Harnleiter zurückzuführen. Katzen, die vermeintlich nicht mehr stubenrein sind, und die Erwartungshaltung der Besitzer damit nicht mehr erfüllen, werden verhältnismäßig schnell an Tierheime abgegeben. Primär forciert eine minderwertige Ernährung, die vorwiegend von Trockenfutter dominiert ist, die Entwicklung der spezifischen Krankheitsbilder. Werden die Tiere ausschließlich mit Trockenfutter versorgt, reagiert der Organismus der Katze in der Regel mit der Entstehung von Blasenentzündungen, Harnkristallen und Blasensteinen. Der Harnabsatz wird in daher von massiven Schmerzen begleitet. Die Tiere assoziieren ihr Schmerzempfinden in diesen Fällen mit dem Katzenklo und meiden selbiges deshalb. Registrierst Du eine plötzliche „Unsauberkeit“ bei Deinem Liebling, lasse den Urin Deiner Katze von einem Tierarzt untersuchen. Leidet Dein Stubentiger unter Erkrankungen von Blase oder Harnleiter, können diese Krankheiten effektiv therapiert werden. Rechtzeitig diagnostizierte Blasen- bzw. Harnleitererkrankungen schützen zuverlässig vor schlagartig auftretender Unsauberkeit.

Wirksame Maßnahmen gegen „unsauberes Verhalten“

Oftmals entledigen sich Katzen fälschlicherweise in Blumentöpfe, Teppiche, Betten, Duschen und Badewannen. Wende spezielle Maßnahmen an, die die Attraktivität der „Ersatzklos“ nachhaltig mindern. Decke die Blumenerde in den Töpfen mit großen Kieselsteinen ab, entferne Teppiche und platziere an ihrem ursprünglichen Standort ein Katzenklo. Statte Betten mit Inkontinenzunterlagen aus und stelle neben den Schlafstätten eine Katzentoilette auf.

Befülle Dusche und Badewanne mit einer kleinen Menge Wasser und lasse dieses stehen. Ein Wasserstand von zwei bis drei Zentimetern ist hierfür ausreichend. Im Normalfall löst sich das Problem mit der “ Unsauberkeit“ durch diese Maßnahmen innerhalb von wenigen Tagen auf. Bleiben diese Schritte ohne nennenswerte Erfolge, könnten die Motive des Vierbeiners mutmaßlich auf äußere Umwelteinflüsse zurückzuführen sein. Demnach begünstigen Veränderungen im häuslichen Umfeld, Familienzuwachs, Umzüge, Produktwechsel bei Katzenstreu oder Waschmittel sowie der Einzug eines neuen Haustieres „unsauberes Verhalten“.

Ebenso bedeutend wie die Anzahl der Katzenklos ist deren jeweiliger Standort. Platziere die Modelle lediglich an ruhigen Orten innerhalb von Wohnung und Haus, die die Tiere durchgängig komfortabel erreichen können. Die sensiblen Vierbeiner benötigen einen Rückzugsort an dem sie ungestört ihre Notdurft verrichten können.

Wähle das richtige Klo und das passende Katzenstreu

Zusätzlich ist die Konstruktion der „stillen Örtchen“ entscheidend für die Attraktivität des Klos. Laut Aussage von Tierschützern zeigen die Samtpfoten eine konzentrierte Abneigung gegen Ecktoiletten und verzichten häufig auf die Benutzung solcher Modelle. Der Erwerb von Haubentoiletten ist für Katzenhalter relativ attraktiv, da derartige Konstruktionen die Verschmutzungen mit Katzenstreu in direkter Umgebung der Toilette reduzieren. Das Aufstellen von Schalenklos geht im Vergleich dazu mit einer verhältnismäßig höheren Verunreinigung der Umgebung einher. Verwendest Du Haubentoiletten für Deine Lieblinge, säubere diese mindestens einmal täglich. Bei mangelhafter bzw. unzureichender Reinigung bilden sich gesundheitsschädliche und giftige Dämpfe, die eine hohe Konzentration an lungenschädigendem Ammoniak enthalten. Atmen Deine Tiere diese Gase ein, werden Funktionalität und Gesundheit der Lungen negativ beeinträchtigt. Elementar ist zudem die richtige Größe des Klos, die auf die individuellen Körpermaße der Katze abzustimmen ist. Fokussiere Dich auf den Kauf von großen Modellen. Ist die Größe der Klos nicht angemessen, meiden die Tiere diese womöglich.

Laut Tierschutzverbänden sind sogenannte „Cabrio-Klos“ bei Katzen sehr beliebt. „Cabrio Toiletten“ sind vollständig offen konzipiert. Die Modelle verursachen eine geringe Verunreinigung der Umgebung mit Katzenstreu und zeichnen sich durch ihre gute Belüftung aus. Die Modelle sind im Fachhandel erhältlich. Alternativ kannst Du die Stücke aus klassischen Haubenklos eigenständig fertigen. Schneide den Deckel des Klos heraus und beseitige scharfe Kanten und Ecken an der Konstruktion. Katzentoiletten für Welpen sollten niedrige Ränder haben, um einen unkomplizierten Einstieg in die Klos sicherzustellen.

Da die Vierbeiner hochwertiges Katzenstreu präferieren, nutze in erster Linie Naturstreu. Gute Produkte sind parfümfrei, von grober Konsistenz und sind aus mineralischen Rohstoffen hergestellt. Alternativ kannst Du biologisch abbaubare Produkte auf Basis von Pflanzenfasern nutzen. Derartiger Streu besitzt ein geringes Eigengewicht, ist kompostierbar und kann über die Bio- und Mülltonne entsorgt werden. Hochwertiges Katzenstreu erkennst Du an verschiedenen Faktoren. Gute Artikel sind ungiftig, staubarm, unparfümiert und binden zuverlässig Gerüche und Flüssigkeiten. Verwende bei Jungtieren keinen Klumpstreu, da Welpen häufig Streu fressen. Verklumpungen im Magen können lebensbedrohliche gesundheitliche Komplikationen wie Darmverschlüsse auslösen.

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