Skip to main content

Katzenkot stinkt stark – Ursachen und Maßnahmen

Der Katzenkot meiner Katze stinkt, wie kann ich ihr helfen?

Du kommst nach der Arbeit nach Hause und stellst schon im Eingang einen scharfen, strengen Geruch fest. Dieser Geruch zieht sich durch jeden Raum Deiner Wohnung und Du weißt, es handelt sich um stinkenden Katzenkot. Unangenehm und schwer liegt dieser lästige Geruch in der Luft. Du lüftest, aber er lässt sich nur schwer aus der Wohnung vertreiben. Du kannst Dir nicht erklären, was los ist, da der Kot Deiner Katze/Deines Katers noch nie derart unangenehm stank? Du fragst Dich, woher das kommt und wie Du Deiner Katze helfen kannst?

Die Verdauung Deiner Katze zeichnet für ihren stark stinkenden Kot verantwortlich. Seine Gründe sind nicht in jedem Fall krankheitsbedingt, im Auge behalten musst Du ihn trotz allem.

Deine Katze und ihre Verdauung

Karnivore (Fleischfresser) besitzen einen kürzeren Magen-Darm-Trakt, als Pflanzenfresser (Herbivore) und ihr Stoffwechsel erweist sich ebenfalls als schneller. Zu einer gesunden Verdauung Deiner Katzen trägt Fleisch bei, welches hochwertiges, tierisches Eiweiß enthält. Zu den hochwertigsten Eiweißen in der Katzenernährung zählt das Eiweiß des Rindfleisches. Das Fleisch von Ochsen enthält zudem das für Katzen lebensnotwendige Eiweiß Taurin, welches außer bei Ochsenfleisch, in Mäusen vorkommt. Die Freigänger unter den Katzen ernähren sich abwechslungsreicher als reine Wohnungskatzen, da sie eventuelle Defizite durch das Fressen von Früchten, Gräsern und Kräutern ausgleichen.

Einige Futterartikel, die die Katzen in der Natur finden, erweisen sich als mit schädlichen Substanzen, Parasiten und Krankheitserregern belastet. Nach dem Fressen dieser belasteten Futterartikel ändern sich in vielen Fällen der Geruch des Katzenkots und die körperliche Konstitution der Katze schnell. Bei einer gesunden Verdauung kommt es nicht zu einem aufgedunsenen Bauch und Blähungen treten ebenfalls nicht auf. Blähungen weisen auf eine ungesunde Vergasung innerhalb des Darmtraktes hin und verursachen den Katzen Bauchschmerzen. Aufgequollene Katzenbäuche, die sich fest anfühlen, treten gern bei Blähungen und/oder Verstopfungen auf.

Katzenkor stinkt

Welche weiteren Gründe gibt es für stinkenden Katzenkot?

Gehe mit Deiner Katze/Deinem Kater zu einem Tierarzt und lasse durch ihn eine Erkrankung und/oder einen Befall mit Darmparasiten ausschließen. Darmparasiten wie Giardien, Kokzidien und Würmer belasten den Magen-Darm-Trakt Deiner Katze ebenso wie Bakterien oder Viren. Eine kranke Katze kann je nach Krankheit andere Katzen infizieren und immunschwache Katzen halten einem schweren Befall nicht stand.

Erweisen sich die, von Deinem Tierarzt erhobenen Befunde als negativ, musst Du andere Gründe wie:

  • unverträgliches Futter
  • einen zu rasch vollzogenen Futterwechsel
  • Stress durch einen Umzug
  • das Versterben eines Partners oder
  • zu viel Lärm in der näheren Umgebung

ausschließen.

Futterwechsel und Futterunverträglichkeiten durch Konservierungsstoffe, Farbstoffe und nicht ausreichend definierte Getreidesorten führen in vielen Fällen zu unangenehm riechendem Katzenkot. Nicht aufbereitete Getreidesorten lassen sich von Katzen schwer aufschlüsseln und verursachen falsche Gärungen im Magen-Darm-Trakt. Diese Gärungen verursachen ebenfalls übel riechenden Katzenkot. Das schnelle Umstellen von Muttermilch auf Kittenfutter oder von Kittenfutter auf Futter für erwachsene Katzen kann ebenfalls stinkenden, breiigen Kot auslösen.

Katzen, die zu Futterunverträglichkeiten neigen, fressen langsamer und lehnen bei starken Unverträglichkeiten das Aufnehmen des Futters komplett ab. Sie trinken vermehrt und versuchen auf diese Weise ihren Hunger zu unterdrücken. Ein schnelles Umstellen auf das ursprüngliche oder ein hochwertigeres, dem Alter der Katze entsprechendes Futter, kann lebensrettend wirken. Ist Deine Katze bereits untergewichtig, kann es sein, dass Du ihr täglich mehr Einzelmahlzeiten anbieten musst. Mithilfe Deines Tierarztes kannst Du einen Ernährungsplan für Deine Katze erstellen und mit kalorienreichen Präparaten das Gewicht Deiner Katze schneller erhöhen. Katzenkot, der unangenehm riecht, geht in vielen Fällen mit breiiger Konsistenz oder Durchfall einher und entzieht der Katze lebensnotwendige Stoffe innerhalb kurzer Zeit. Der gesamte Organismus Deiner Katze/Deines Katers gerät außer Kontrolle und die Katze bedarf Deiner sofortigen Hilfe. Kannst Du alle genannten Gründe und Krankheiten ausschließen besteht die Möglichkeit einer Unpässlichkeit, die sich kurzzeitig einstellt. Unpässlichkeiten treten bei Katzen heute auf und sind morgen verschwunden, ähnlich einem Unwohlsein, wie Du es von Dir selber her kennst.

Katzenkor stinkt

Dich auf den ersten Blick auf eine Unpässlichkeit einzuschießen und andere Gründe außer Acht zu lassen, kann für Deine Katze schlimme Folgen haben. Kläre deshalb die Ursachen mit der Hilfe Deines Tierarztes ab und bleibe auf der sicheren Seite. Speziell bei Deiner ersten Katze ist es wichtig einen Tierarzt an Deiner Seite zu wissen. Er unterstützt Dich bei Deinen Fragen und hilft Dir, Deine Katze gesund zu halten. Stinkt der Katzenkot mehrere Tage hintereinander, handelt es sich in vielen Fällen nicht um eine Unpässlichkeit. Der Tierarzt findet anhand einer Kotuntersuchung und/oder eines Bluttests schnell heraus was Deiner Katze fehlt und verordnet gezielt Medikamente.

Fragen und Antworten

Was muss ich beachten, wenn der Tierarzt eine Krankheit oder Darmparasiten feststellt?

In diesem Fall unterstützt Dein Tierarzt Deine Katze/Deinen Kater mit geeigneten Medikamenten.

Du kannst Deinem Tier zusätzlich helfen, indem Du die Katzentoiletten:

  • mehrmals täglich reinigst und die Katzeneinstreu im Hausmüll entsorgst. Im ersten Moment ein teurer Spaß, aber Du vermeidest auf diese Weise ein erneutes Anstecken der betroffenen und das Erkranken Deiner anderen Katzen.
  • nach dem Reinigen die Katzentoilette desinfizierst und eine Katzenstreu verwendest, welche antibakteriell wirkt.

Den Kratzbaum, die Decken und alle, von Deiner kranken Katze benutzten Liegeplätze solltest Du ebenfalls während des Krankheitsverlaufs mehrmals desinfizieren. Das Waschen der Decken bei 90 Grad Celsius empfiehlt sich speziell bei infektiösen Krankheiten.

Um Dich nicht selber zu infizieren, wasche Dir nach jedem berühren Deiner erkrankten Katze gründlich die Hände mit Seife oder besser einer desinfizierenden Lösung.

Biete ihnen ruhige Plätze zum Schlafen an und trenne sie, falls dies möglich ist, von den gesunden Katzen, bis sie wieder gesund sind.

Wie vermeide ich stinkenden Katzenkot bei meinen Katzen?

Wirkungsvoll vermeiden kannst Du stinkenden Katzenkot bei Katzen ohne Freigang leichter, als bei Katzen mit Freigang.

Futtersorten mit viel Fleisch und hochwertigem Eiweiß bieten Dir dazu die beste Ausgangsposition. Minderwertige Futtersorten enthalten meist wenig Fleisch, einen zu hohen Salzgehalt und zu viel Phosphat, wodurch gesundheitliche Probleme vorprogrammiert sind.

Vorsorglich kannst Du gegen stinkenden Kot bei Freigängern und Wohnungskatzen folgende Maßnahmen ergreifen:
  • Achte von Anfang an darauf, Deine Katzen langsam auf das von Dir ausgewählte Futter umzustellen.
  • Katzenbabys, wie ausgewachsene Katzen reagieren auf zu große Portionen und eine zu schnelle Umstellung oft mit Magen-Darm-Problemen.
  • Hältst Du Deine Katzen ausschließlich in der Wohnung, benötigen sie ein ausgewogenes Futter, mit allen wichtigen Stoffen in ausreichenden, dem Alter entsprechenden Mengen.
  • Achte auf leicht verdauliche Futtersorten und auf ständig, für die Katzen erreichbares, frisches Trinkwasser. Katzen trinken von Hause aus wenig und Trockennahrung mit seinen vielen Salzen fördert Probleme mit den Nieren im Alter. Nasse Futtersorten bieten den Katzen zusätzliche Flüssigkeit zum Trinkwasser und hochwertige Sorten enthalten in vielen Fällen weniger Salze und niedrigere Phosphatgehalte.
  • Katzen mit Freigang bevorzugen ein ebenso hochwertiges Futter, gleichen Defizite allerdings mit dem Fressen von Beutetieren, Früchten, Kräutern und Gräsern aus.
  • Reinige die Katzentoiletten regelmäßig und entferne den Kot bei Bedarf mehrmals täglich. Auf diese Weise vermeidest Du eventuelle Ansteckungen und kannst vor dem ersten, unangenehmen Geruch Probleme erkennen.
  • Beobachte Deine Katzen beim Fressen und Trinken. Katzen trinken in vielen Fällen zu wenig. Speziell bei Erkrankungen wie Durchfall und Nierenproblemen kann sich dieser Umstand rächen.
  • Stelle pro Katze mehr als zwei Katzentoiletten auf. Katzen hinterlassen ungern Urin und Kot in ein und derselben Katzentoilette. Dies liegt in ihrer Natur und trägt ihrer Reinlichkeit Rechnung. Im Haus kannst Du mit dieser Maßnahme das Übertragen von Krankheiten und Parasiten verringern.

Bei den Freigängern gibt es keinerlei Gewährleistung oder wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen, die Du ergreifen kannst. Sie fressen zu viele Dinge, die Du nicht siehst. Du kannst sie nur durch Beobachten, hochwertiges Futter, reinliche Katzentoiletten, wenig Stress, regelmäßiges Entwurmen und Impfen vor gesundheitlichen Problemen schützen.

Die Jagdnatur Deiner Freigänger Katzen kannst Du nicht kontrollieren und sie nicht vor eventuell draußen lauernden Gefahren abschirmen. Du kannst ihnen aber im Bereich Deiner Möglichkeiten zur Seite stehen und sie durch Deine Maßnahmen weitgehend gesund halten.



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Beitrag? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *