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In Würde altern – Umgang mit älteren Katzen

Es ist der Lauf des Lebens und doch fällt uns irgendwann ganz plötzlich auf, dass unsere Katze nicht mehr so ein junger Hüpfer ist, wie sie es früher einmal war. Auch, wenn Katzen ja angeblich sieben Leben haben, ist das Altern ganz normal, keine Sorge also. Trotzdem gibt es einiges zu bedenken, wenn Deine Katze ein Senior oder eine Seniorin wird, denn genauso wie wir Menschen uns im Alter mit bestimmten Dingen schwertun oder anfälliger für Krankheiten sind, wird es für unsere Katzen auch nicht einfacher. Wenn Du also Deine Katze großgezogen hast und nun merkst, dass sie einfach alt geworden ist, oder wenn Du überlegst, Dich mit einer Seniorenkatze aus dem Tierheim anzufreunden, haben wir ein paar Fakten und Tipps zusammengetragen, die Dir helfen sollen, Deiner Katze das Leben im hohen Alter so einfach wie möglich zu machen.

Umgang mit älteren Katzen

Ab wann gilt eine Katze eigentlich als alt?

Wenn Du Deine Katze vom Babyalter an beobachten konntest, dann ist Dir bestimmt aufgefallen, dass Katzen recht schnell erwachsen werden und sich dafür mit dem Senior-Werden ein bisschen mehr Zeit lassen. Eine einjährige Katze entspricht zum Beispiel einem Teenager von ungefähr 15 Jahren, wenn Deine Katze zwei Jahre alt ist, ist sie bereits einem Mitt-Zwanziger gleichzusetzen (ungefähr 24 Jahre). Ab da sind die Sprünge erst einmal nicht mehr ganz so groß, pro Katzenjahr kannst Du ungefähr jeweils vier bis sechs Menschenjahre dazu rechnen. Laut der Futtermittelindustrie gilt Deine Katze schon ab acht Jahren als Senior, wenn man die Katzenjahre jedoch in Menschenjahre umrechnet, ist Dein Stubentiger mit acht Jahren gleichzusetzen mit einem 48-jährigen Menschen. Ob Du das schon als Senior bezeichnen möchtest, liegt bei Dir. Natürlich sind das alles auch nur ungefähre Angaben, schlussendlich sind wir – und unsere Katzen – nur so alt, wie wir uns fühlen.

Woran kannst Du erkennen, dass Deine Katze ein Senior wird?

Auch, wenn wir das Senior-Sein oder Nicht-Senior-Sein unserer Katzen nicht unbedingt am Alter festmachen können, gibt es andere Anzeichen, die auf das hohe Alter unserer Katze hinweisen. Ab einem gewissen Punkt bauen Katzen einfach körperlich ab, genauso, wie es bei Menschen ab einem bestimmten Alter auch der Fall ist. Durch die körperlichen Veränderungen bewegen Katzen sich schlussendlich weniger und bauen somit an Muskelmasse ab und die Hüftknochen treten stärker hervor. Allein das ist ein Anzeichen für eine Katze, die alt ist. Wir haben Dir hier kurz ein paar körperliche Veränderungen und gesundheitliche Probleme aufgezählt, die Deine Katze im Alter aufweisen kann:

Das Schlafen

Deine Katze fängt im Alter an, viel mehr zu schlafen als sonst. Dafür bevorzugen Katzen in der Regel kuschelige Plätze, die auch gerne etwas erhöht sein dürfen, sofern sie z.B. mit Kletterhilfen gut dorthin gelangen können.

Das Schmusen

Deine Katze sucht immer mehr nach Deiner Nähe und Liebe, gerade im Alter brauchen Katzen die Bestätigung ihrer Besitzer und holen sich diese durch Kuscheleinheiten.

Das Spielen

Senioren-Katzen sind nicht mehr so spielfreudig, wie junge Katzen. Du kannst und solltest sie trotzdem motivieren, denn die Bewegung tut ihnen gut.

Die Ernährung

Im Alter werden unsere Katzen wählerischer und lassen den Napf auch schon mal unangetastet stehen. Das ist für die Besitzer zwar nervig, aber Du solltest Deiner Katze weiterhin oft Futter anbieten und sie zudem zum Trinken animieren.

Die Gelenkigkeit

Auch, wenn Katzen bis zu ihrem Tod hin super flexibel sind, nimmt die Gelenkigkeit im Alter einfach etwas ab. Vor allem das Putzverhalten Deiner Katze kann darunter leiden und das Fell wird struppig und matt.

Krankheiten im Alter

Wie auch beim Menschen sind die Augen und Ohren im Alter nicht mehr das, was sie in jungen Jahren mal waren. Auch die Zähne und das Zahnfleisch neigen eher zu Entzündungen und machen Probleme. Zudem leiden alte Katzen oft an Hormonstörungen, wodurch die Schilddrüse nicht mehr so arbeitet, wie sie sollte, auch die Nieren, das Herz und der Blutzucker sollten ab und zu von einem Tierarzt untersucht werden.

Umgang mit älteren Katzen

So kannst Du Deiner Katze das Altern erleichtern

Das Wichtigste für Deine Katze im hohen Alter ist, dass Du für sie da bist. Und das heißt für Dich, dass Du ungefähr genauso viel Geduld und Liebe beweisen musst, wie Du es bei Deiner Katzen als Baby tun musstest. Wenn Deine Katze Dich zum Beispiel anmauzt, weil sie etwas möchte und Du nicht verstehst, was genau sie bezwecken will, oder wenn Dein Stubentiger es nicht mehr rechtzeitig zum Klo geschafft hat, dann heißt es, Ruhe zu bewahren und Deiner Katze zu zeigen, dass Du sie trotz alledem lieb hast. Auch, wenn man nicht daran denken möchte, dass das Haustier irgendwann nicht mehr da sein könnte, kann das Altern der Katze doch eine innige und schöne Zeit für das Tier und sein Herrchen werden. Wenn Du auf ein paar Punkte achtest, kannst Du Deiner Katze außerdem das Leben so angenehm wie möglich machen, wir haben Dir ein paar Tricks zusammengetragen:

Der perfekte Schlafplatz

Auch, wenn Deine Katze früher immer und überall schlafen konnte, wird sie sich im Alter nicht mehr so leicht tun. Sorge also dafür, dass sie mehrere Kuschelplätze hat, die gerne etwas höher liegen können. So kann Deine Katze den Raum im Überblick behalten und fühlt sich sicher. Achte hierbei darauf, dass der Schlafplatz für Deine Katze leicht zu erreichen ist, kleine Treppchen oder Erhöhungen können schon eine große Hilfe für Deinen Vierbeiner sein, der nicht mehr ganz so agil ist, wie früher. Viele Katzen machen es sich auch gerne auf der Fensterbank gemütlich, achte hier jedoch darauf, dass dein Tierchen keiner Zugluft ausgesetzt ist, denn das kann zu Erkältungen und Augen-Problemen führen.

Das Katzenklo

Überlege beim Katzenklo, ob der Eingang nicht zu hoch für Deine Katze ist. Wenn Dir Deine Beine wehtun oder Du müde bist, hast Du dann Lust darauf, einen kleinen Hürdenlauf zur Toilette zu machen? Wohl eher nicht. Genauso freut sich Deine Katze über ein Katzenklo mit niedrigem Rand.

Das Kuscheln

Wie wir bereits schon gesagt haben, kann es gut sein, dass Deine Katze im Alter ein höheres Kuschelbedürfnis entwickelt. Nimm Dir also Zeit und beschäftige Dich mit Deinem Haustier. Da Seniorenkatzen außerdem oft Probleme mit der Fellpflege haben, kannst Du überlegen, ob Du Dein Haustier nicht dabei unterstützt. Nicht alle Katzen mögen es, gebürstet zu werden, es gibt aber auch verschiedene Varianten, wie Handschuhe mit Gumminoppen, die massieren und gleichzeitig bei der Fellpflege helfen, vielleicht müsst Ihr Euch einfach ein wenig durchprobieren. Wenn Du mit Deiner Katze kuschelst, kannst Du zudem beobachten, ob sich irgendwo am Körper deines Vierbeiners Geschwüre bilden, das solltest Du gut im Auge behalten und im Notfall von einem Tierarzt untersuchen lassen. Auch die Krallen lassen sich beim Schmusen gut untersuchen.

Hilfe beim Fressen

Die Nahrungsaufnahme kannst Du Deiner Katze ebenfalls erleichtern. Dafür gibt es erhöhte Futternäpfe, die das Fressen und Schlucken für Deine Katze einfacher machen, da sie sich nicht mehr so weit herunter beugen muss. Um das Trinken Deiner Katze anzuregen, kannst Du außerdem überlegen, in einen Trinkbrunnen zu investieren. Dieser plätschert lustig vor sich hin und ist so interessanter für Deine Katze als ein normaler Napf.

Alt werden kann schön sein

Wir wissen alle, dass älter werden nicht immer toll ist, trotzdem kannst Du Deiner Katze mit ein paar Tricks einen tollen Lebensabend bereiten und diesen zusammen mit ihr genießen. Wir hoffen, für Dich und Deinen Stubentiger waren ein paar sinnvolle Tipps dabei und dass Du nun einen groben Überblick über mögliche Probleme Deiner Senioren-Katze bekommen hast. Wenn Du überlegst, Dir eine ältere Katze aus dem Tierheim nach Hause zu holen, können wir Dich nur ermutigen. Du schenkst damit einem Tier eine wundervolle Zeit und kannst Dich intensiv um die Katze kümmern, was im Tierheim leider nicht immer möglich ist. Hab also keine Angst vor alten Katzen, sie können Dein Leben genauso bereichern, wie junge Katzen.




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