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Spiele, die Dich und Deine Katze fordern

Die Katze ist ein soziales Wesen. Sie geht eine Bindung zu ihren Besitzern ein und möchte mit ihnen interagieren. Bei den meisten Hauskatzen ist dabei „Action“ angesagt. Die intelligenten Tiere möchten gefordert werden und sich mehrmals am Tag so richtig auspowern. Eine gesunde Katze hat das Bedürfnis zu klettern, springen, kratzen und jagen. Dabei setzt sie alle Sinne ein. Besonders viel Spaß macht sowohl Tier als auch Mensch das gemeinsame Spiel. Und nicht zuletzt ist die spielerische Beschäftigung eine geistige Herausforderung für beide.

Rennen und springen – so legt Deine Katze richtig los

Hat Deine Katze Dich schon einmal nachts wachgehalten? Ein Grund dafür kann mangelnde Bewegung sein. Frei lebende Katzen sind viele Stunden am Tag mit dem Lauern und Jagen beschäftigt. Dazu müssen sie fit sein, weit springen und schnell rennen können. Auch Katzen, die im Haus leben, sind zu diesen Leistungen fähig. Können sie sich nicht regelmäßig austoben, entwickeln viele Stubentiger unliebsame Angewohnheiten, wie nächtliches Jammern oder das Jagen der Beine ihrer Besitzer. Widme Dich Deiner Katze mehrmals am Tag und fordere sie dabei mit unterschiedlichen Bewegungsspielen. Du wirst Dich wundern, welche Kunststücke Dein Liebling beherrscht.

Eine einfache Angel für Jagdspiele ist in wenigen Sekunden zusammengebaut. Schon mit einer stabilen Schnur oder einem Geschenkband und daran gebundenen Papierkügelchen machst Du Deiner Katze eine Freude. Die Angel wird über den Boden gezogen oder geworfen. Eigentlich jede Katze spielt gerne solche Jagdspiele. Einige Katzen zeigen dabei wahre Höchstleistungen, bei denen auch Du in Schwung kommst: Lass Deine Katze unterschiedliche Möbel und Kratzbäume erklimmen oder Hindernisse überwinden.

Damit es nicht langweilig wird, variiere die Spielarten: Binde andere kleine Gegenstände, wie Korken, Kronkorken, Federn, Glöckchen oder Spielmäuse an die Schnur. Nach einiger Zeit wirst Du die Lieblingsobjekte Deiner Katze kennen. Wichtig ist, dass Du darauf achtest, dass die Katze keine Kleinteile verschlucken kann.

Tipp: Ersetze die Schnur der Angel durch ein Gummiband. Das macht das Spiel noch lebendiger, da die „Beute“ sich noch mehr bewegt.

Faulpelze animieren

Viele Katzen scheinen auf den ersten Blick etwas träger zu sein und die wilde Jagd ist nicht ihr Ding. Hast Du einen passionierten Ansitzjäger zu Hause, kannst Du ihn aber ebenfalls zum gemeinsamen Spiel motivieren. Lass Dir etwas einfallen, was Deine Katze spannend findet und neugierig macht: Auch Unterschlupfmöglichkeiten zum Verstecken und Auflauern bieten sich für ein abwechslungsreiches Spiel an. Viele Katzen lieben es, sich aus einem Korb oder Karton auf ihre Beute zu stürzen.

Ist Deine Katze ein eher ruhiger Charakter, kannst Du auch Objekte zum Spielen verwenden, die Geräusche machen. Rascheln, Quietschen und Klappern macht die meisten Katzen neugierig und animiert sie zum Mitspielen. Ein Trick der meistens funktioniert, ist es, das Spielzeug aus dem Sichtfeld der Katze zu ziehen. Auch die faulste Katze will wissen, wohin die Beute verschwunden ist.

Gemeinsam mit dem Menschen auf Entdeckungsreise

Katzen können zwar viel Zeit allein verbringen, doch sie lieben es, wenn ihre Besitzer ihnen Zuwendung schenken. Neben der wertvollen Kuschelzeit, die mal mehr, mal weniger gefordert wird, solltest Du gemeinsam mit Deiner Katze neue Dinge entdecken und sie geistig herausfordern.

Menschenbezogene Tiere können Sie auch zum Verstecken und Suchen auffordern. Katzen, die viel mit ihren Besitzern interagieren, erlernen dieses Spiel sehr schnell. Versteck Dich an einem Ort in der Wohnung und mach Deine Katze mit Geräuschen auf Dich aufmerksam. Wenn das Tier Dich gefunden hat, gibt es eine Belohnung. Das können Leckerlies sein. Es bietet sich aber auch an, nun mit einem anderen Spiel weiterzumachen.

Hast Du Deine Katze noch nicht so lange, kannst Du Dich mit diesem Spiel interessant machen und Vertrauen zu Deinem neuen Mitbewohner aufbauen. So wird der Kontakt zu Dir mit einer positiven Erfahrung verknüpft. Dabei solltest Du aber natürlich nicht erwarten, dass Dein Stubentiger immer zu Dir kommt. Katzen haben immer ihren eigenen Kopf und bestimmen selbst, wann sie spielen möchten.

Einige Katzen sind sogar so kooperativ, dass sie kleine Kunststücke lernen. Das kann zum Beispiel ein Sprung über ein kleines Hindernis sein. Animiere Deine Katze mit ihrem Lieblingsspielzeug und belohne sie mit Leckerchen. Das Wichtigste ist, dass Du keinen Druck aufbaust. Deine Katze wird nur mitspielen, wenn Du Gelassenheit und Ruhe ausstrahlst.

Intelligenzspiele erfinden und Katzen beschäftigen

Tipps und Anregungen für die sinnvolle Beschäftigung suchen meist Halter von Wohnungskatzen. Gerade diese Tiere sollten regelmäßig geistig gefordert werden. In der Natur muss eine Katze eine Vielzahl von Umweltreizen verarbeiten. Die Wohnung bietet hingegen viel weniger Abwechslung. Die meisten Wohnungskatzen sind deswegen unterfordert oder sogar gelangweilt. Eine schöne Beschäftigung für Dich und Deine Katzen sind Intelligenzspiele, bei denen sich das Tier sein Futter selbst erarbeitet. Intelligenzspiele für Deine Katze kannst Du leicht selbst basteln. Dafür können schon einfache Kartons und Pappröhren dienen.

Versieh eine Schachtel mit Löchern, durch die die Pfoten Ihrer Katze passen und fülle den Karton mit Trockenfutter. Oder befülle Papprollen und erschwere Deiner Katze den Zugang, indem Du die Rolle leicht umknickst. Je öfter Deine Katze solche Intelligenzspiele spielt, desto geübter wird sie sie lösen können. Dann ist Deine Fantasie gefragt, um neue Spielarten zu erfinden. Es bietet sich auch an, altes Geschenkpapier oder Füllmaterialien aus Päckchen zu verwenden.
Die Bastelarbeit wird sich lohnen, denn allein schon das Beobachten der listigen Tiere macht Freude.

Deine Katze in den Alltag einbinden

Deine Katze nimmt am täglichen Leben teil und beobachtet immer, was sich in Eurem Zuhause abspielt. Ganz nebenbei kannst Du sie ständig mit neuen Reizen konfrontieren, die für Abwechslung sorgen und neue Herausforderungen darstellen. Wie genau das aussieht, hängt natürlich ganz von Deinen individuellen Lebensgewohnheiten ab. Werde kreativ im Alltag und versuche, Deiner Katze täglich neue Alltagsaufgaben zu geben.

Eine gute Gelegenheit für Spiele „außer der Reihe“ sind Naturmaterialien. Ausgehöhlte Kürbisse können ebenso zum interessanten Spielzeug werden, wie ein Sack mit Heu oder Stroh. Die Möglichkeiten sind praktisch unendlich. Auch ausgedientes Dekomaterial, wie Schleifen, Bänder oder Strohsterne können Deinen Katzen noch große Freude machen und sollte deswegen nicht direkt im Müll landen.

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Welche Alltagsmaterialien finden Deine Katze und Du besonders spannend? Hast Du alltägliche Spieltipps für die Community? Schreib sie in die Kommentare!

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